Ancient Cities: Decline and Disregard in Antiquity
En resumen
- A new book by historian Martin Zimmermann reveals that ancient civilizations lacked reverence for ruins, often plundering them for art or building materials.
- Mythologically significant cities like Troy and Corinth, and even Pompeii, were largely forgotten or only preserved through literature.
Resumen generado por IA
Por qué importa
The article discusses the historical perspective on ancient ruins, contrasting modern admiration with the practical attitudes of ancient civilizations. It highlights that cities like Pompeii, Corinth, and Troy, now tourist attractions, were often disregarded or plundered in their time.
Städten geht es wie Menschen: Irgendwann sterben auch sie. Die Ruinen untergegangener Orte aus dem Altertum wie Pompeji in Mittelitalien oder Korinth auf dem Peloponnes ziehen jährlich Millionen Besucher an.
Doch in der Antike selbst, als viele der heute bewunderten Stätten bereits in Trümmern lagen oder dem Erdboden gleichgemacht wurden, war das anders, wie der Münchner Althistoriker Martin Zimmermann in seinem jüngst erschienenen Buch «Versunkene Welten» schreibt.
Den antiken Zeitgenossen habe «eine besondere Ehrfurcht vor alten Ruinen» gefehlt, schreibt der Inhaber des Lehrstuhls für Alte Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität.
Sie hätten sich die Ruinen eher über die Plünderung von Kunstwerken oder als Material für neue Wohnungen angeeignet.
So wurde etwa Persepolis, die Hauptstadt der Perser, nach der Zerstörung durch Alexander den Großen im dritten Jahrhundert vor Christus für einen wenige Kilometer entfernten Siedlungsbau geplündert.
Denkmalschutz? Damals undenkbar.
Selbst mythologisch bedeutende Städte verfielen
Zimmermann gibt in seinem mehr als 500 Seiten dicken Buch einen Überblick über die Bedeutung berühmter Städte in Griechenland, dem Römischen Reich, Ägypten oder Mesopotamien.
Das in den Homer-Epen überlieferte Troja – dessen historische Existenz bis heute diskutiert wird – sei schon damals nur gesehen worden «als Sinnbild der Vergänglichkeit von Städten oder Imperien und als Beleg dafür, dass die Dichtkunst langlebiger sei als jeder Stein».
Auch das vom Vesuvausbruch zerstörte Pompeji war für die Zeitgenossen schnell uninteressant und wurde über Jahrhunderte buchstäblich von Asche begraben.
Über Schriftsteller wie Plinius den Jüngeren überlebte der Ort in Schriften.
Das sagenhafte Korinth wiederum wurde nach der Zerstörung durch die Römer durch den Medea-Mythos lebendig gehalten.
Eine literarische Präsenz benötigt keine materiellen Überreste.
Preguntas abiertas
- What specific examples of plundering or repurposing of ruins are detailed in Zimmermann's book?
- How did the literary preservation of cities like Corinth and Pompeii influence later historical understanding?
- What are the specific arguments Zimmermann makes about the lack of 'special reverence' for ancient ruins in antiquity?
