Ausländische Unternehmen investieren weniger in Deutschland
En resumen
- Ausländische Unternehmen haben 2025 erneut weniger in Deutschland investiert.
- Die Zahl der Projekte sank um zehn Prozent auf 548, der niedrigste Stand seit 2009.
- EY nennt hohe Steuern, Arbeitskosten, teure Energie und Bürokratie als Gründe.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Foreign companies have announced fewer investment projects in Germany for the past year, according to an analysis by EY. This marks the eighth consecutive decline and the lowest level since 2009. The report highlights that other European locations are developing much better.
Ausländische Unternehmen haben im vergangenen Jahr erneut weniger Investitionsprojekte in Deutschland angekündigt. Das geht aus einer Auswertung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervor. Demnach sank die Zahl 2025 im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent auf 548 Projekte. Es handele sich bereits um den achten Rückgang in Folge und den niedrigsten Stand seit 2009. »Das ist ein Alarmsignal für den Standort Deutschland«, sagte der Chef von EY in Deutschland, Henrik Ahlers.
Nach eigenen Angaben erhebt EY die Zahlen seit 2006. Erfasst würden Investitionsprojekte, »die zur Schaffung neuer Standorte und neuer Arbeitsplätze führen«, teilte die Gesellschaft mit. Angaben zum Investitionsvolumen machte EY nicht.
Die Zahlen für Deutschland basieren einem Sprecher zufolge unter anderem auf Daten von German Trade and Invest sowie auf eigenen Recherchen. Für andere Länder stützt sich EY ebenfalls auf eigene Recherchen sowie auf Daten nationaler Wirtschaftsförderungsinstitutionen und Behörden.
Die Bundesrepublik werde abgehängt, andere europäische Standorte entwickelten sich deutlich besser, sagte Ahlers. »In Deutschland wird seit Jahren über notwendige Reformen geredet – echte und wirksame Reformschritte gab es allerdings kaum.« Andere europäische Länder hätten in dieser Zeit ihre Hausaufgaben gemacht und beispielsweise die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung vorangetrieben, ihre Steuersysteme vereinfacht und attraktiver gestaltet.
»In Deutschland bremsen die hohe Steuerbelastung, hohe Arbeitskosten, die teure Energie und gleichzeitig eine lähmende Bürokratie das Investitionsgeschehen«, sagte Ahlers. Die »Reformunfähigkeit Deutschlands« habe sich inzwischen weltweit herumgesprochen. »Vom Image als starker Qualitätsstandort und ökonomischer Fels in der Brandung ist leider nicht viel übrig geblieben.« Es müsse dringend gegengesteuert werden.
Auch die Zahl der Investitionsprojekte deutscher Unternehmen im europäischen Ausland sank der Untersuchung zufolge im vergangenen Jahr massiv. Sie ging demnach um 24 Prozent auf 484 zurück – der stärkste Einbruch seit Beginn der Erhebung im Jahr 2006.
Frankreich auf Platz eins
Europaweit wurden laut EY im vergangenen Jahr 5026 Neuansiedlungs- und Erweiterungsprojekte ausländischer Investoren angekündigt – sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Dazu zählen etwa Investitionsankündigungen aus den USA oder China, aber auch Projekte deutscher Unternehmen im Ausland, etwa in Frankreich.
Mit 852 Projekten lag Frankreich wie schon in den Vorjahren auf Platz eins, gefolgt von Großbritannien mit 730 Projekten. Beide Länder verzeichneten prozentual allerdings noch stärkere Rückgänge als Deutschland auf Rang drei.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Continued decline in foreign investment projects in Germany if reforms are not implemented.
Probable · Medio plazo
Increased investment in competing European countries like France and the UK.
Probable · Medio plazo
Preguntas abiertas
- What specific reforms are needed to improve Germany's investment climate?
- What are the specific sectors most affected by the decline in investment?
- What is the projected impact on employment and economic growth in Germany?
- What measures are being considered by the German government to address this trend?






