Banker-Comeback: Wall Street spürt den Aufschwung
En resumen
- 2026 erlebt ein Comeback der Banker an der Wall Street, angeführt von Elon Musks SpaceX-Börsengang.
- Trotz geopolitischer Unsicherheiten florieren M&A-Deals und der Wertpapierhandel, was zu ungewöhnlich hohen Gebühren für Investmentbanken führt.
Resumen generado por IA
Por qué importa
The year 2026 is proving to be a year of surprises, with unexpected geopolitical events and a resurgence of the banking sector on Wall Street. For years, investment banks were overshadowed by private equity and private credit firms, but a shift is now occurring.
2026 ist noch nicht einmal zur Hälfte vorbei. Dennoch lässt sich jetzt schon sagen, dass es das Jahr der Überraschungen ist. Da wäre der unerwartete Schlag der USA gegen den venezolanischen Machthaber Maduro. Da wären auch der Krieg im Iran und die Tatsache, dass die Finanzmärkte diesen immer noch anhaltenden Konflikt im Nahen Osten so schnell abgeschüttelt haben. Und so eine Überraschung ist auch das Comeback der Banker, das die Wall Street gerade spürt.
Jahrelang standen sie im Schatten von Private Equity und Private Credit. Dort wurden die großen Deals gemacht und das große Geld verdient. Viele junge Talente starteten ihre Karriere oft bei regulären Finanzhäusern, wollten dann jedoch möglichst schnell in die Private-Equity-Welt wechseln. Sehr zum Missfallen von Jamie Dimon, dem Chef von Amerikas größter Bank, JP Morgan Chase.
Aber das Blatt wendet sich. „Die Banker sind wieder obenauf“, schreibt die „New York Times“. Eine Reihe von Faktoren spricht gerade für die alte Bankenwelt. Ganz oben auf der Liste steht natürlich der Megabörsengang (IPO) von Elon Musks Unternehmen SpaceX, der den führenden Investmentbanken ungewöhnlich hohe Gebühren bescheren wird.
Lange haben sich Unternehmen nicht an die Börse getraut, weil ihnen die Stimmung zu unsicher oder die Preise nicht hoch genug waren. Nun jedoch bahnt Musk den Weg. Nach dem SpaceX-IPO am 12. Juni könnten in den Monaten darauf auch OpenAI und Konkurrent Anthropic an die Börse drängen. Sie wollen den Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI) für sich zu Geld machen, bevor es zu spät ist.
Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich bei Fusionen und Übernahmen (M&A). „Die ersten vier Monate dieses Jahres waren stark. Das Dealvolumen liegt im Jahresvergleich um fast 30 Prozent höher bei 1,9 Billionen Dollar. Das ist der zweithöchste Wert des vergangenen Jahrzehnts“, betonte Dorothee Blessing kürzlich im Gespräch mit dem Handelsblatt.
Sie ist gerade zur Co-Chefin der Investmentbank von JP Morgan aufgestiegen und hat die Welt der großen und internationalen Deals besonders gut im Blick. Trotz Irankrieg, steigender Inflation und allgemeiner Unsicherheit würden Deals gemacht, sagt Blessing. Die Banken profitieren davon genauso wie von der gestiegenen Volatilität an den Märkten, die die Umsätze im Wertpapierhandel antreibt.
Ein Banker genießt derweil eine ganz besondere Sternstunde: David Solomon, der CEO von Goldman Sachs. Er schaffte es geschickt und über unübliche Kanäle, seine Bank zum Konsortialführer für den SpaceX-Börsengang zu platzieren. Das ist die prestigeträchtigste Position bei der Wertpapieremission, an der Wall Street salopp „Lead Left Underwriter“ genannt, weil die Bank auf den offiziellen Dokumenten ganz oben links steht.
Eigentlich galt Morgan Stanley als prädestiniert für diese Rolle. Solomon indes soll Musk überzeugt haben, indem er dem SpaceX-Chef Direktnachrichten auf Musks Kurznachrichtendienst X geschickt habe. So berichtet es die Nachrichtenagentur Bloomberg. Die Goldman-Aktie legte daraufhin gut sechs Prozent zu.
Marktbeobachtern zufolge könnte die gute Stimmung an den Börsen – und damit auch für Banker – noch eine Weile anhalten. Der breit gefasste S&P 500 hat gerade die achte Gewinnwoche in Folge beendet. Das ist die längste Serie seit Dezember 2023. Und neue Impulse könnten folgen, wenn die USA – endlich – einen Durchbruch bei den Friedensverhandlungen im Nahen Osten erzielen.
Solomon bringt sich unterdessen schon für den Börsengang von OpenAI in Stellung. „Die Sorgen vor der KI-getriebenen Job-Apokalypse sind übertrieben“, lautete der Titel seines Gast-Essays in der „New York Times“. An der Wall Street wurde das als klares Signal gewertet, dass Solomon auch bei OpenAI die „Lead Left“-Position haben will. Wer einmal in der Poleposition steht, der gibt sie so schnell nicht mehr her.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
SpaceX IPO will occur on June 12th.
Muy probable · En días
OpenAI and Anthropic may go public in the months following the SpaceX IPO.
Posible · En meses
US may achieve a breakthrough in Middle East peace negotiations.
Especulativo · Medio plazo
Preguntas abiertas
- Will the positive trend for bankers continue long-term?
- What will be the full impact of the SpaceX IPO on the market?
- How will the war in Iran and Middle East tensions evolve?
- Will OpenAI and Anthropic also achieve successful IPOs?





