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Bergsteiger Nirmal Purja stirbt bei Lawinenabgang am Broad Peak
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FAZhace 8 horasDeportes3 min de lecturaGermany

Bergsteiger Nirmal Purja stirbt bei Lawinenabgang am Broad Peak

En resumen

  • Nirmal Purja, der nepalesisch-britische Bergsteiger, bekannt für seine Rekorde an Achttausendern und das „Project Possible“, ist am Broad Peak in Pakistan bei einem Lawinenabgang ums Leben gekommen.
  • Sein Tod wurde von seinem Expeditionsunternehmen Elite Exped bestätigt.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Nirmal Purja, bekannt für seine Rekorde an Achttausendern und sein „Project Possible“, starb bei einem Lawinenabgang am Broad Peak. Er hatte sich vorgenommen, die 14 Achttausender zum dritten Mal zu besteigen, zum zweiten Mal ohne Sauerstoff.

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189 Tage brauchte Nirmal Purja 2019, um auf alle 14 Achttausender zu steigen. Den vorherigen Rekord senkte er von mehr als sieben Jahren auf weniger als sieben Monate. Noch immer kann man den populären Bergsteiger in der Netflix-Dokumentation „14 Peaks. Nothing is Impossible“ bei seinem „Project Possible“ begleiten. Später erreichte Purja innerhalb von zwei Jahren, vier Monaten und 28 Tagen die Gipfel sämtlicher Achttausender ohne Flaschensauerstoff.

Er bestieg den K2 (8611 Meter), den zweithöchsten Berg der Welt, im Winter. Und natürlich stand er auch schon auf den Gipfeln der Seven Summits, der höchsten Berge aller Kontinente, insgesamt 57 Mal auf der Spitze eines Achttausenders – zuletzt am 21. Juli auf dem Gasherbrum II (8034 Meter) im Karakorum. Purjas Ruf war auch weit jenseits der Bergsteiger-Community bekannt. Allein auf Instagram hatte der populäre Abenteurer mehr als 2,6 Millionen Follower.

Am Donnerstag wurde „Nims“, wie er von seinen zahlreichen Fans genannt wurde, oder Nimsdai, was so viel bedeutet wie „Bruder Nims“, wie er sich bei Instagram nannte, am Broad Peak (8051 Meter) beim Aufstieg von Lager zwei zu Lager drei von einer Lawine erfasst und rund 700 Höhenmeter in die Tiefe gerissen. Er wollte in diesem Jahr die Reihe der 14 Achttausender zum dritten Mal abschließen, zum zweiten Mal ohne Flaschensauerstoff. Am Samstag bestätigte das von ihm mitgegründete Expeditionsunternehmen Elite Exped seinen Tod.

Späte Faszination für die höchsten Berge

Nirmal Purja, Jahrgang 1983, begann recht spät mit dem Höhenbergsteigen. Zwar wurde er am Fuß des Dhaulagiri geboren, aufgewachsen ist er aber im nepalesischen Tiefland. Mit eisernem Willen und Durchhaltevermögen bestand er im zweiten Anlauf den Aufnahmetest für die Gurkha-Brigade der britischen Armee, 2009 wechselte er zum Special Boat Service, einer Spezialeinheit der Royal Navy. Für seine Leistungen wurde er 2018 in den britischen Ritterorden „Order of the British Empire“ aufgenommen.

Erst 2012 stand er zum ersten Mal am Fuß des Mount Everest. Davor hatte er den Berg nie gesehen. Doch Nirmal Purja war nach eigener Aussage gefesselt von den hohen Bergen. 2014 stieg er auf den Gipfel des Dhaulagiri (8167 Meter) – sein erster Achttausender. Der zweite war gleich der höchste Berg der Welt, der Mount Everest. Das war 2016. 2017 stieg er mit einem Gurkha-Team noch einmal auf den Everest. Umfangreiche Erfahrung als Bergsteiger hatte Nirmal Purja da noch nicht, als er sein „Project Possible“ startete. Schon gar nicht war er ein selbständiger Bergsteiger.

Doch er war überzeugt von seiner Idee. Er quittierte seinen Dienst bei der Royal Navy und verzichtete auf seine Pensionsansprüche, nahm aus Mangel an Sponsoren eine Hypothek auf sein Haus auf und scharte ein Team starker einheimischer Bergführer mit langjähriger Erfahrung bei kommerziellen Expeditionen um sich. Sie trugen zu seinem Erfolg bei. In seiner nepalesischen Heimat stieg er zu einem Nationalhelden auf.

Zweifel an den Errungenschaften

Auch als Zweifel laut wurden an seinen von ihm aufgelisteten Leistungen, etwa der angeblichen Rettung einer indischen Bergsteigerin vom Mount Everest, über die er in seinem Buch schreibt, tat es seiner mittlerweile weltweiten Popularität keinen Abbruch. Für vollständige Aufklärung sorgte der Star der Szene dabei aber nicht. Jedoch litt seine Reputation gerade in der Bergsteiger-Community vor allem wegen weiterer Vorwürfe.

Lotta Hintsa, eine finnische Bergsteigerin und frühere „Miss Finnland“, beschrieb, wie Nirmal Purja mehrfach durch übergriffiges Verhalten gegenüber Frauen negativ auffiel. Ihre Erfahrungen deckten sich mit den Aussagen anderer Frauen. Purja ließ die Anschuldigungen von einem Anwalt zurückweisen. Jedoch sorgte der Skandal 2024 dazu, dass der nepalesisch-britische Bergsteiger gleich mehrere namhafte Sponsoren verlor – darunter den bekannten Rucksackhersteller Osprey.

Die Expeditionsbranche war zudem aus weiteren Gründen nicht gut auf ihn zu sprechen: So brach Purja immer wieder Sicherheitsregeln im Bergsteigen, weshalb die nepalesischen Behörden ihre Vorschriften weiter verschärften. Am Berg wagte er mehr, als manchen lieb war. Als im Sommer 2019 etwa die etablierten Expeditionsveranstalter aus dem Basislager des K2 abreisten, weil ihnen die Verhältnisse im oberen Teil als zu heikel erschienen, stieg Purja dennoch auf.

Mehrere Vorwürfe gegen den Star der Szene

Es ging um nicht weniger als sein „Project Possible“. Ob es tatsächlich sein Gespür für den Berg war, das ihn und die anderen den Gipfel erreichen ließ? Vielleicht hatte er einfach nur Glück. Und während später die Corona-Epidemie die Welt in Atem hielt, feierte Purja, da schon zum Veranstalter kommerzieller Expeditionen aufgestiegen, Partys im Everest-Basislager.

Als die „Himalayan Times“ aufdeckte, dass drei Menschen starben, weil sein Expeditionsunternehmen Sauerstoffflaschen mutmaßlich falsch gelagert hatte, und er nicht für ausreichenden Schadenersatz aufkommen wollte, ging Purja gegen die englischsprachige Zeitung vor. Der Presserat von Nepal setzte die Zeitung im März 2025 auf eine schwarze Liste, wodurch das Blatt zeitweise sämtliche von der Regierung finanzierte Werbung und Förderung verlor. Nach Protesten der Branche wurde die Entscheidung revidiert und wenige Wochen später aufgehoben.

„Aufgeben liegt mir nicht im Blut“, sagte Nirmal Purja, der gebürtige Nepali mit dem mittlerweile britischen Pass. In diesem Jahr wollte er zum dritten Mal die Reihe der 14 Achttausender abschließen. Er hatte sich kurzfristig dazu entschieden, wie er bei Instagram postete. „Kurz vor meiner Abreise nach Pakistan habe ich mir meine 8000er-Gipfel noch einmal genau angesehen. Da wurde mir klar: Wenn ich den Broad Peak mitnehme, solange ich schon einmal hier bin, bleibt nur noch einer übrig – der Cho Oyu. Dann wäre ich der erste Mensch in der Geschichte, der alle 14 Achttausender zweimal ohne Sauerstoff bestiegen hat.“ Nirmal Purja wurde 43 Jahre alt. Er hinterlässt seine Frau Suchi und eine Tochter.

Preguntas abiertas

  • Wie genau kam es zu dem Lawinenabgang am Broad Peak?
  • Welche Rolle spielten die Bedingungen am Berg?

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This article was originally published by FAZ.

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