Britannias politische Turbulenz: Von Cameron bis Starmer
Eine Dekade von Rücktritten, Skandalen und verlorenen Wahlen in Großbritannien
En resumen
- Seit dem Brexit-Referendum 2016 erlebt Großbritannien eine ungewöhnliche politische Instabilität.
- Von David Camerons Rücktritt bis hin zu Keir Starmers jüngstem Rücktrittsentschluss: Ein Überblick über die turbulente Dekade britischer Politik.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Das Vereinigte Königreich erlebt seit dem Brexit-Referendum 2016 eine Phase politischer Instabilität.
Ein Zocker, der danebenlag: Soll Großbritannien in der EU bleiben oder diese verlassen? Mit einem Referendum über diese Frage wollte sich der konservative Premier David Cameron eigentlich Rückhalt für seinen moderat EU-freundlichen Kurs holen. Nur: Er bekam ihn nicht. Nachdem die Briten 2016 mehrheitlich für den Brexit gestimmt hatten, zog sich Cameron vom Posten des Regierungschefs zurück. Die Scherben ihres Vorgängers versuchte dann Theresa May zusammenzukehren. Drei Jahre lang regierte sie das Land, dreimal lehnte das britische Parlament den von ihr mit der EU ausgehandelten Brexit-Plan ab. Ohne den Rückhalt der konservativen Tories zog sie die Notbremse und trat im Juli 2019 zurück. Das Foto zeigt sie 2026 mit dem früheren EU-Kommissionspräsidenten Barroso (l.) und dem früheren spanischen Regierungschef Aznar. Was Theresa May nicht gelang, das schaffte dann Boris Johnson: Nach harten Kämpfen innerhalb seiner Partei und auf EU-Ebene führte er sein Land im Jahr 2020 aus der Union heraus. Trotz dieses aus der Sicht seiner Partei großen Erfolgs war seine Amtszeit geprägt von Skandalen. Beispiele: der Luxusumbau seines Dienstsitzes oder Gartenpartys mitten im Coronalockdown. Nachdem bekannt wurde, dass Johnson von Vorwürfen der sexuellen Belästigung gegen seinen Tory-Parteikollegen Chris Pincher gewusst und ihn dennoch in ein wichtiges Amt gehievt hatte, erklärte Johnson im Sommer 2022 seinen Rücktritt. Gerade mal sechs Wochen war Liz Truss im Amt – dann war Johnsons konservative Nachfolgerin schon am Ende. Ihre kurze Ära war geprägt von einem Zickzack-Kurs und erratischen Entscheidungen. In die Kritik geriet Truss vor allem durch von ihr geplante Steuererleichterungen, die nach einhelliger Meinung ein Finanzchaos ausgelöst hätten. Am Ende gab sie sich einsichtig: »Mir ist klar, dass ich das Mandat nicht erfüllen kann.« Auch Truss’ konservativer Nachfolger Rishi Sunak konnte die negative Dynamik für die Tories nicht durchbrechen. Nach einer Reihe unglücklicher Auftritte und nach chronisch ausbleibendem politischem Erfolg war Rishi Sunak seinen Posten als Premierminister im Sommer 2024 los. Immerhin ging er nicht wegen einer Affäre, sondern nach einer verlorenen Wahl. Eigentlich war alles angerichtet: Nach dem Erdrutschsieg von Keir Starmer zog zum ersten Mal seit Jahren wieder ein Labour-Politiker in die Downing Street ein, die Erwartungen waren hoch. Seitdem sind keine zwei Jahre vergangen – und doch scheint es ewig her. Starmer stand seit Monaten gewaltig unter Druck, im Mai fuhr seine Partei herbe Verluste bei den Kommunal- und Regionalwahlen in England, Schottland und Wales ein. Zudem geriet Starmer durch die Epstein-Kontakte des Diplomaten Peter Mandelson in Bedrängnis, den er zum Botschafter in Washington ernannt hatte. Nun kündigte der Premier seinen Rückzug an.
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Preguntas abiertas
- Wie wird sich die politische Situation in Großbritannien in den nächsten Monaten entwickeln?
- Welche Auswirkungen hat die Instabilität auf die Wirtschaft?






