CAS-Urteil: Lazio muss Göthberg wegen Schwangerschaft 69.333 Euro zahlen
En resumen
- Der Sportgerichtshof CAS hat entschieden, dass Lazio der Fußballspielerin Göthberg 69.333 Euro zahlen muss, da ihr nach einer mündlichen Einigung wegen ihrer Schwangerschaft kein neuer Vertrag angeboten wurde.
- Die FIFPRO sieht dies als Präzedenzfall für den Schwangerschaftsschutz im Profifußball.
Resumen generado por IA
Lazio muss Göthberg nun insgesamt 69.333 Euro zahlen.
Aus Sicht der FIFPRO habe der Cas damit einen Präzedenzfall geschaffen. Das »bahnbrechende« Urteil, das auch Gehaltsnachzahlungen beinhalte, könne die zukünftige Anwendung des Schwangerschaftsschutzes im Profifußball prägen, hieß es von der FIFPRO.
In diesem Fall sei es nie nur um Fußball gegangen, wurde Göthberg in einer Mitteilung der Gewerkschaft zitiert: »Das Urteil sendet die Botschaft aus, dass eine Schwangerschaft niemals als Problem oder als Grund dafür angesehen werden sollte, einer Spielerin Einsatzmöglichkeiten zu verweigern.«
Was war passiert?
Göthberg spielte in der Saison 2023/24 für die Lazio und stieg mit dem Verein in die Serie A auf. Bei Verhandlungen im Sommer 2024 über einen neuen Vertrag fehlte nach einer mündlichen Einigung nur noch die Unterschrift der Mittelfeldspielerin.
»Dieser Fall zeigt, dass die Mutterschaftsbestimmungen der Fifa nicht nur Worte auf dem Papier sind, sondern den Spielerinnen einen echten Schutz bieten«, sagte Alexandra Gomez Bruinewoud, Rechtsdirektorin der FIFPRO.
Die Bedeutung dieses Urteils gehe über den Fall Göthberg hinaus. Es bestätige, »dass Vereine nicht einfach ein Arbeitsverhältnis beenden können, selbst wenn dieses noch nicht vollständig formalisiert ist, sobald sie erfahren, dass eine Spielerin schwanger ist«.




