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Deutsche Baustoffindustrie steckt in historischer Krise
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Spiegel Wirtschaft27/6/2026Business1 min de lecturaGermany

Deutsche Baustoffindustrie steckt in historischer Krise

En resumen

  • Die deutsche Baustoffindustrie erlebt eine historische Krise mit Zementverbrauch auf Vorkriegsniveau.
  • Hohe Zinsen, gestiegene Baukosten und rückläufige Investitionen hemmen den Wohnungs- und Infrastrukturbau.

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Die deutsche Baustoffindustrie steckt laut Branchenexperten in einer historischen Krise: Der Verbrauch von Zement liege hierzulande, aber auch in anderen europäischen Ländern wie Frankreich, auf dem Niveau vor dem Zweiten Weltkrieg. Das sagte der Präsident des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden (BBS), Dominik von Achten, der Nachrichtenagentur dpa. Der Unternehmer ist zugleich Chef des Dax-Konzerns Heidelberg Materials.

Demnach betreffe die Krise nahezu alle Sektoren, die im Hoch- und Tiefbau aktiv sind. In den vergangenen Jahren sei es für die Baustoffindustrie »im dramatischen Schritt zurückgegangen«, so von Achten. Der Zementverbrauch in Deutschland liege derzeit rund 30 Prozent unter dem Niveau von 2020. Das sei keine Stagnation mehr, »das ist Rezession«. Die Gründe dafür seien vielfältig: Das hohe Zinsniveau und die – auch durch den Irankrieg – gestiegenen Bau- und Baunebenkosten hemmen den privaten Wohnungsbau, zudem sind die Investitionen im öffentlichen Infrastrukturbau sowie bei Industrie- und Bürogebäuden rückläufig.

Die Nachfrage sei auch beim Wohnungsbau schwach. Die Genehmigungen seien jüngst zwar um etwa 10 Prozent gestiegen, jedoch dauere es Monate, bis wirklich gebaut werde, so Achten. Bei Infrastrukturprojekten sind staatliche Mittel aus dem Sondervermögen der Bundesregierung angekündigt und inzwischen auch eingeplant. Ab dem zweiten Halbjahr sollte sich das »in einer verstärkten Bautätigkeit niederschlagen.«

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This article was originally published by Spiegel Wirtschaft.

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