DFB-Team: Klopp-Äußerung sorgt für Unruhe – Nagelsmanns Entscheidungen im Fokus
En resumen
- Jürgen Klopp sorgte mit einer Äußerung über Julian Nagelsmanns Aufstellung für Aufsehen.
- Trotz der Entschuldigung von Klopp und Rückendeckung von DFB-Funktionären bleibt die Debatte bestehen.
- Nagelsmanns taktische Entscheidungen im Spiel gegen eine stärkere Mannschaft werden nun genauer beobachtet.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Die Stimmung im DFB-Team ist gut, doch externe "Nebengeräusche" wie die Äußerungen von Jürgen Klopp und Thomas Müller sorgen für Unruhe. Bundestrainer Julian Nagelsmann steht unter Beobachtung.
Aus dem Inner Circle des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ist zu hören, dass die Stimmung in der Mannschaft gut ist, auch mit Blick auf das Verhältnis zwischen den Spielern und dem Bundestrainer. Aber natürlich gibt es Effekte auf die Gruppe, wenn diese all die Nebengeräusche außerhalb der DFB-Blase wahrnimmt.
Bei WM- oder EM-Turnieren vor 20 oder 30 Jahren mussten die Spieler in der Ferne noch auf ein Fax mit Zeitungsartikeln oder einen Anruf von Freunden oder Familienmitgliedern auf dem Hoteltelefon warten, um sich ein Stimmungsbild machen zu können. Heute reichen ein, zwei Klicks auf dem Smartphone – und schon ist man informiert. Zudem laufen deutsche TV-Sender im WM-Quartier. Was also die Experten zum Besten geben, erfahren die Nationalspieler in Echtzeit.
Klopps Sätze schweben über dem Nationalteam
Jeder beim DFB dürfte also aufgehorcht haben, als Klopp am vergangenen Donnerstag in Bezug auf die Aufstellungswünsche von Thomas Müller bei MagentaTV sagte er: „Völlig überraschend hält Thomas Müller nicht mit seiner Meinung hinterm Berg. Und zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf – noch, noch.“ Es folgte ein kurzes Gelächter, ehe Müller sagte: „Kloppo, wir haben Juni. Du bist schon im September.“ In jenem Monat finden die ersten Länderspiele nach der WM statt.
Es waren Sätze, die nun über dieser Mannschaft und ihrer Mission schweben. Über dem Team, aber vor allem über dem Bundestrainer, der in der Branche keine große Lobby genießt. In Andreas Möller und Stefan Effenberg sprangen ihm am Sonntag schon weit vor dem Anpfiff zwei ehemalige erfolgreiche Nationalspieler zur Seite und kritisierten die Aussagen von Müller sowie Klopp. Kurz vor dem Anpfiff gab es dann auch noch verbale Rückendeckung von Rudi Völler, den Sportdirektor des DFB, als er bei MagentaTV an die Adresse des Experten-Duos Folgendes richtete: „Vielleicht haben wir ja auch die Gelegenheit, dass wir uns nochmal zusammensetzen und mal was Grundsätzliches besprechen. Tut ganz gut, glaube ich.“
Ob es dazu kommt, bleibt abzuwarten. Vielleicht ist das auch gar nicht mehr nötig. Denn nach dem Sieg der deutschen Mannschaft fand Klopp entschuldigende Worte. „Das Unwort meines Jahres habe ich bereits gefunden. Das ist „Noch“. Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber es war schon zu spät und ich war im Fernsehen. Es ist flapsig herausgerutscht und hat gar keine Relevanz. Ich hoffe, dass es alle draußen verstehen.“ Man sei, sagte er an die Adresse des Bundestrainers, auf dessen Seite: „Und was auch immer ihr damit macht: Nichts kommt von uns, das den Ablauf hier stören soll.“
Der weitere Turnierverlauf wird es zeigen. Fest steht, dass das 7:1 nicht überbewertet werden darf, da auf die Mannschaft viele größere Herausforderungen warten – und auf ihren Trainer. Doch Julian Nagelsmann hat zum Auftakt ganz viel richtig gemacht. Er hat links in der Abwehrkette Nathaniel Brown den Vorzug gegenüber David Raum gegeben, der viel erfahrener ist. Brown zahlte das Vertrauen mit einem starken Spiel, einer Vorlage und einem Tor zurück. Im Mittelfeld überragte der Dortmunder Felix Nmecha. Der Bundestrainer hält große Stücke auf ihn, traut ihm den Aufstieg zu einem Weltklassespieler zu. Für Leon Goretzka dürfte es schwierig werden, an ihm vorbeizukommen.
Und auch mit seinen Einwechslungen lag Nagelsmann richtig. Er brachte Deniz Undav als erste frische Kraft ins Spiel. Der Stuttgarter, den der Coach im März noch angegangen war, dankte es mit drei Scorerpunkten binnen 24 Minuten. Die von Nagelsmann eingestellte Mannschaft machte ein gutes Spiel. Die Mischung stimmt. Sechs verschiedene Torschützen sprechen für einen ausgewogenen Kader. Für den es nun gilt, gegen einen deutlichen stärkeren Gegner nachzulegen: Am Samstag um 22.00 Uhr deutscher Zeit steht das Duell mit der Elfenbeinküste an.
Lars Gartenschläger ist Redakteur im Sportkompetenzcenter. Er berichtet seit vielen Jahren über die Nationalmannschaft. Seit Anfang Juni ist er für die Redaktion in den USA und schreibt von dort aus über die WM der deutschen Auswahl. Es ist seine sechste WM-Teilnahme.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Nagelsmanns taktische Entscheidungen werden im nächsten Spiel kritischer hinterfragt.
Probable · En días
Preguntas abiertas
- Wie wird sich die Debatte auf die Teamchemie auswirken?
- Wird es ein persönliches Gespräch zwischen Klopp und Nagelsmann geben?


