Drohnenfund in Leipzig: Was über die Vorfälle bekannt ist
Nach dem Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle bleibt unklar, ob die Vorfälle zusammenhängen und wer dahintersteckt.
En resumen
- Am Flughafen Leipzig/Halle wurden eine mit Sprengstoff beladene Drohne und ein weiteres unbekanntes Flugobjekt gemeldet.
- Ermittler prüfen einen möglichen hybriden Anschlag; vieles bleibt unklar.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Im Artikel geht es um zwei Vorfälle am Flughafen Leipzig/Halle: den Fund einer Drohne mit Sprengstoff und eine Kollision eines DHL-Frachtflugzeugs mit einem unbekannten Flugobjekt. Die Behörden prüfen, ob die Ereignisse zusammenhängen und wer dahintersteckt.
Am Flughafen Leipzig/Halle wurden nach Angaben des Artikels zwei Vorfälle registriert: der Fund einer mit Sprengstoff beladenen Drohne und eine Kollision eines DHL-Frachtflugzeugs mit einem unbekannten Flugobjekt. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem „hybriden Anschlagsszenario“ und einer „neuen Gefahrenqualität“.
In der Nacht zu Mittwoch wurde kurz vor Mitternacht eine Drohne im Sicherheitsbereich an der Start- und Landebahn „Südpiste“ gefunden, in unmittelbarer Nähe eines geparkten ukrainischen Transportflugzeugs vom Typ Antonow. Kurz darauf kollidierte ein DHL-Frachtflugzeug, das wegen der Sperrung des Flughafens durchstarten musste, mit einem laut Polizeiangaben „unbekannten Flugobjekt“. Das Flugzeug landete in Hannover, wo leichte Beschädigungen festgestellt wurden.
Ein Flughafenmitarbeiter entdeckte die Drohne gegen 23.40 Uhr und meldete den Vorfall. Medienberichten zufolge soll er die Drohne zunächst selbst zu Boden gebracht haben. Nach einem Bericht der „Zeit“ handelte es sich bei dem Mitarbeiter um den Guide einer Touristengruppe, die bei einer Besichtigungstour mit einem Bus auf dem Flughafengelände unterwegs war.
Die am Flughafen gefundene Drohne war mit einem verdächtigen Paket versehen. Das sächsische Landeskriminalamt teilte mit, die Drohne sei mit einer „unbekannten Sprengvorrichtung“ versehen gewesen. In dem Paket sollen sich den Berichten von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ zufolge die hochexplosiven Sprengstoffe PETN und Semtex befunden haben. Zuvor sei das Paket positiv auf Nitrate getestet worden. Dobrindt äußerte sich nicht zu Konstruktion und Art des Sprengstoffs.
Medienberichten zufolge war das Paket nur deshalb nicht explodiert, weil der Zünder zuvor abgerissen war. Spezialisierte Beamte der Bundespolizei untersuchten den Sprengsatz mit einem ferngesteuerten Sprengstoffroboter und entfernten anschließend den Zünder.
Unklar bleibt, ob das „unbekannte Flugobjekt“, mit dem das Frachtflugzeug kollidierte, ebenfalls eine Drohne war. Nach Angaben der „Bild“-Zeitung detektierte die Drohnenabwehr des Flughafens zwei Drohnen. Ermittler vermuteten demnach, das Objekt könne die zweite von der Flughafensicherheit entdeckte Drohne gewesen sein. Bis Mittwochabend wurden jedoch keine Teile dieses Objekts gefunden. Die Polizei Niedersachsen stufte den Vorfall Medienberichten zufolge als mögliches Staatsschutzdelikt ein.
Ebenfalls offen ist, ob beide Vorfälle miteinander verbunden sind. Sachsens Innenminister Armin Schuster sagte am Mittwochabend, man suche noch nach Teilen der möglicherweise zweiten Drohne. Der Sprengsatz wurde in unmittelbarer Nähe eines ukrainischen Transportflugzeugs vom Typ Antonow gefunden, von denen nach Beginn der russischen Vollinvasion 2022 mehrere dauerhaft nach Leipzig verlegt worden waren. Von dort aus fliegen sie laut Artikel weltweit Hilfs-, Industrie- und Schwerlasttransporte, etwa für NATO-Länder.
Dobrindt sagte, die deutsche Bevölkerung solle mit solchen Aktionen verunsichert werden. Wer hinter dem Anschlagsversuch steckt, ist weiterhin unklar. Es gab bislang keine Festnahme. Dobrindt sagte, die Täter seien offenbar professionell vorgegangen und hätten gezielt die vorhandenen Drohnenabwehrmechanismen am Flughafen Leipzig ausgetrickst. Er sprach von einem „Wettlauf“ und von „fremden Mächten“.
Mehrere Experten wurden konkreter und vermuten Russland hinter der Attacke. Roderich Kiesewetter sprach von einem gezielten hybriden Angriff, also einem „versuchten Terrorakt“, gesteuert von Russland aus. Nico Lange hält es ebenfalls für wahrscheinlich, dass es sich um einen hybriden Angriff Russlands handelt. Im Artikel wird außerdem darauf verwiesen, dass auch der Brand eines DHL-Pakets im Juli 2024 im Logistikzentrum am Flughafen Leipzig/Halle laut Ermittlern ein Sabotageakt Moskaus gewesen sei.
Dobrindt warnte vor weiteren hybriden Anschlägen und sagte, die Gefährdungslage sei nicht mehr abstrakt, sondern hoch. Auf Kritik des Flughafenverbandes, andere Flughäfen seien ebenfalls nicht ausreichend gegen Drohnenattacken geschützt, antwortete er, man werde die Flughäfen Zug um Zug besser ausstatten, auch mit Unterstützung Israels und der Ukraine.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Die Ermittlungen werden sich auf die Frage konzentrieren, ob das unbekannte Flugobjekt eine zweite Drohne war.
Muy probable · En días
Die Behörden werden weitere Aussagen zu einem möglichen hybriden Angriff und möglichen Russland-Bezügen prüfen oder relativieren.
Probable · En días
Es wird zu weiteren Debatten über den Drohnenschutz an Flughäfen kommen.
Probable · En semanas
Preguntas abiertas
- War das unbekannte Flugobjekt tatsächlich eine zweite Drohne?
- Stehen beide Vorfälle in einem direkten Zusammenhang?
- Wer hat den Anschlagsversuch geplant und ausgeführt?
- Wem galt der Sprengsatz konkret?

