EZB-Zinserhöhungen: Überzieht die Europäische Zentralbank?
En resumen
- Die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht die Zinsen, was angesichts sinkender Ölpreise und Wachstumssorgen kritisch gesehen wird.
- EZB-Präsidentin Christine Lagarde setzt auf Konsens, während die Inflation hoch bleibt.
- Die Notenbanker sollten trotz des Drucks Kurs halten.
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Por qué importa
Die Europäische Zentralbank (EZB) steht vor der Entscheidung, ob sie die Zinsen weiter erhöht. Sinkende Ölpreise und Sorgen um das Wirtschaftswachstum könnten die EZB zu einer anderen Haltung bewegen.
Überzieht die Europäische Zentralbank, indem sie die Zinsen erhöht? Die Aussicht auf Frieden in Nahost nährt diesen Verdacht. Davon sollten sich die Notenbanker nicht beirren lassen. Stefan Reccius 16.06.2026 - 11:43 Uhr
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Christine Lagarde: EZB-Präsidentin mit Wunsch nach Konsens. Foto: Michael Probst/AP/dpa
Wo sind die Tauben? Erstaunlich widerstandslos haben sich die Verfechter eher niedriger Zinsen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) damit abgefunden, dass diese steigen. Sinkende Ölpreise dank Signalen der Entspannung in Nahost und Sorgen ums Wachstum werden sie jedoch vermutlich zu mehr Gegenrede ermutigen.
Der bisherige Konsens für eine straffere Geldpolitik ist ungewöhnlich, weil lange die Tauben in der Mehrheit waren. Sie trieben das kleinere Lager der geldpolitisch strikteren Falken, dem traditionell der Präsident der Bundesbank angehört, vor sich her.
Zwei Faktoren haben die Tauben gezähmt und die Falken gestärkt: die Umstände und EZB-Präsidentin Christine Lagarde.
Der Französin geht Konsens über alles. Lagarde weiß um ihre Stärken und Schwächen: Ihr liegt die Diplomatie, aber nicht die Geldpolitik. Auch deshalb pflegt die Juristin einen völlig anderen, viel kollegialeren Umgang mit den Notenbankern als ihr Vorgänger aus Italien, der konfrontative Alleinentscheider Mario Draghi.
Die Inflation ist gekommen, um zu bleiben
Die Notenbanker sollten jetzt Kurs halten: Das Gesamtbild ist zwar nicht so dramatisch wie 2022, ein Inflationsschock ähnlicher Dimension mit in der Spitze 10,6 Prozent ist nicht absehbar. Die Regierungen sind sparsamer, die Konsumenten zurückhaltender, die Zinsen höher.
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Preguntas abiertas
- Wie wird die EZB auf sinkende Ölpreise reagieren?
- Bleibt der Konsens für straffere Geldpolitik bestehen?
- Wie stark wird das Wachstum durch Zinsanhebungen beeinträchtigt?






