Newsgather
AtrásFide-Präsident Dworkowitsch suspendiert Ämter nach EU-Sanktionen
Fide-Präsident Dworkowitsch suspendiert Ämter nach EU-Sanktionen
En desarrollo
Spiegel Sporthace 1 horaPolítica2 min de lecturaGermany

Fide-Präsident Dworkowitsch suspendiert Ämter nach EU-Sanktionen

En resumen

  • Fide-Präsident Arkadi Dworkowitsch hat seine Befugnisse nach EU-Sanktionen ausgesetzt, die er als "rechtswidrig und ungerecht" bezeichnet.
  • Vizepräsident Viswanathan Anand übernimmt interimistisch.
  • Dworkowitsch kandidiert nicht mehr für eine dritte Amtszeit; die Wahl im September hat neue Kandidaten.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Arkadi Dworkowitsch hatte angekündigt, bei einer EU-Sanktionierung zurückzutreten und wurde nun sanktioniert, was ihn zur Aussetzung seiner Fide-Präsidentenbefugnisse veranlasst.

Tamaño de fuente

Dworkowitsch hatte in der Vergangenheit erklärt, er werde, sollte er auf der EU-Sanktionsliste landen, zurücktreten. Nun teilt er mit, er halte den EU-Beschluss für »rechtswidrig und ungerecht« und werde ihn mit allen möglichen Mitteln anfechten. Bis zu einer Gerichtsentscheidung könne aber die Funktionsweise des Schachweltverbands behindert werden. Deswegen habe er beschlossen, mit sofortiger Wirkung »die Ausübung meiner Befugnisse und Pflichten als Fide-Präsident auszusetzen«. Das gelte, solange er den EU-Sanktionen unterliege.

Der bisherige Vizepräsident Viswanathan Anand, ehemaliger Weltmeister, hat bereits erklärt, dass er nun wie vorgesehen als Interimspräsident der Fide übernehme.

Kurz vor der Veröffentlichung der EU-Sanktionen hatte das Fachportal chess.com bereits über eine interne Nachricht von Dworkowitsch berichtet. Demnach habe er Mitarbeitern geschrieben, dass dies sein »letzter Tag« als Fide-Präsident sein könne. Auf eine SPIEGEL-Anfrage zu der Nachricht hat der Weltverband Fide bislang nicht reagiert.

Weltverbandspräsident Dworkowitsch hatte den russischen Verband lange geschützt und sich für die Rückkehr russischer Schachgroßmeister und -mannschaften zu internationalen Turnieren starkgemacht.

Schon länger hatte die EU Berichten und Beobachtern zufolge geplant, Dworkowitsch zu sanktionieren. Lange soll ihn aber die ungarische Regierung unter Ex-Ministerpräsident Viktor Orbán geschützt haben, zu der Dworkowitsch gute Kontakte gepflegt haben soll. Der neue Ministerpräsident Péter Magyar macht da offensichtlich nicht mehr mit.

Wer wird Fide-Präsident?

Wie geht es also nun weiter im Weltschach? Dworkowitsch kandidierte eigentlich gerade für eine dritte Amtszeit als Fide-Präsident, die Wahl findet im September statt. Nun hat Dworkowitsch mittlerweile erklärt, nicht antreten zu wollen. Stattdessen will der russische Verband Kirsan Iljumschinow unterstützen, er war bereits von 1995 bis 2018 Fide-Präsident.

Außerdem sind zwei deutsche Unternehmer im Rennen: Der Düsseldorfer Wadim Rosenstein und der Hamburger Jan Henric Buettner kandidieren bei der Präsidentenwahl. Beide bemühen sich derzeit um Unterstützung der nationalen Verbände.

Auf SPIEGEL-Anfrage erklärte Buettner, er spreche Dworkowitsch seinen Respekt aus. »Die jüngsten Ereignisse unterstreichen einmal mehr, wie wichtig es für unseren Verband ist, als unabhängig, politisch neutral und ausschließlich auf den Dienst an der globalen Schachgemeinschaft ausgerichtet wahrgenommen zu werden«, so Buettner. Er wolle als Präsident »mit jedem Mitglied der Schachfamilie zusammenarbeiten, unabhängig von Nationalität oder politischem Hintergrund, und gleichzeitig sicherstellen, dass die Entscheidungen der Fide ausschließlich von den Interessen des Schachs und seiner Mitglieder geleitet werden«.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Dworkowitsch wird den EU-Beschluss gerichtlich anfechten.

    Muy probable · En meses

  • Die Fide-Präsidentenwahl findet im September statt.

    Muy probable · En meses

Preguntas abiertas

  • Wer wird die Fide-Präsidentenwahl im September gewinnen?
  • Wie werden Dworkowitschs Anfechtungen der Sanktionen verlaufen?

Temas relacionados

This article was originally published by Spiegel Sport.

Noticias relacionadas

Más sobre este temaarkadi dworkowitsch