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Frankreich führt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige ein
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Die Zeithace 1 horaPolítica2 min de lecturaGermany

Frankreich führt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige ein

En resumen

  • Frankreich hat als erstes EU-Land ein Gesetz verabschiedet, das Social Media für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren verbietet.
  • Die Umsetzung erfolgt schrittweise ab September für neue Konten und ab 2027 für bestehende.
  • Die EU-Kommission kritisiert die nationalen Alleingänge bei der Alterskontrolle.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Frankreich hat als erstes EU-Land ein Gesetz verabschiedet, das ein Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige einführt, umgesetzt auf Betreiben von Präsident Macron.

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Frankreich führt als erstes EU-Land ein Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren ein. Ein entsprechendes Gesetz, das nach den Sommerferien greifen soll, verabschiedete das Parlament in Paris mit großer Mehrheit. Es setzt damit ein von Präsident Emmanuel Macron vorangetriebenes Anliegen um. «Ich hatte mich dafür eingesetzt, nun ist es beschlossen: Ab dem neuen Schuljahr sind soziale Netzwerke für Kinder unter 15 Jahren verboten», reagierte Macron auf den Parlamentsentscheid.

Um das Verbot und seine Ausgestaltung hatte das Parlament in Paris länger gerungen, und auch die Europäische Kommission hatte die Pariser Pläne beanstandet. Ein angepasster Gesetzestext passierte nun am Nachmittag noch vor der parlamentarischen Sommerpause die beiden Parlamentskammern.

Greifen sollen das Verbot sowie eine Alterskontrolle durch die großen Social-Media-Plattformen nach Vorstellung Frankreichs in zwei Etappen: vom 1. September an für neu eingerichtete Konten und ab Anfang 2027 für bestehende Konten. Frankreich will, dass die Plattformen für die Alterskontrolle bestehende Techniken nutzen, wie sie etwas für den Zugriff auf pornografische Inhalte existieren. Kritiker bezweifeln aber, dass Frankreich die Plattformen im Alleingang zu so einem Schritt bewegen kann.

EU will Rechtsunsicherheit verhindern

Hier hatte auch die Brüsseler Kritik angesetzt - das Auferlegen von Pflichten sei Rolle der EU, hieß es. Verhindert werden müsse eine Zersplitterung in nationale Systeme, die zur Rechtsunsicherheit führen oder die Rechtsdurchsetzung schwächen könnte, hatte ein Sprecher der EU-Kommission erklärt.

Mehrere Mitgliedsländer, darunter Spanien, Griechenland und Österreich, wollen ein Social-Media-Verbot für Minderjährige bis zu einem bestimmten Alter gesetzlich festlegen. Auch Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) kündigte an, ein solches Verbot in Deutschland einführen zu wollen.

Für einzelne Mitgliedsländer ist das aber nicht ohne Weiteres möglich. Denn wer digitale Altersgrenzen auch technisch durchsetzen will, kommt um die großen Online-Plattformen kaum herum. Diesen Regeln vorzuschreiben und diese durchzusetzen, ist aber die alleinige Zuständigkeit der EU-Kommission. Und diese lässt gerade von Experten klären, wie Rahmenregelungen für digitale Altersgrenzen aussehen könnten.

Umsetzung nicht so einfach

Frankreich, Deutschland und andere Mitgliedsländer dürften TikTok, Instagram, Snapchat und Co. also gar keine zusätzlichen Pflichten auferlegen. Das müsste auf EU-Ebene entschieden werden. Ob und bis zu welchem Alter soziale Medien für Minderjährige dann wiederum verboten sein sollten, könnte nationalstaatliche Kompetenz bleiben - ihren Bürgern dürfen die Mitgliedstaaten schließlich Vorschriften machen.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Alterskontrolle für neu eingerichtete Social-Media-Konten in Frankreich ab 1. September.

    Muy probable · En meses

  • Alterskontrolle für bestehende Social-Media-Konten in Frankreich ab Anfang 2027.

    Muy probable · En años

  • Weitere EU-Länder wie Deutschland werden versuchen, ähnliche Social-Media-Verbote für Minderjährige einzuführen.

    Probable · En meses

Preguntas abiertas

  • Wie werden die Plattformen die Alterskontrolle technisch umsetzen?
  • Wie wird die EU-Kommission die Rechtsunsicherheit durch nationale Alleingänge verhindern?

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This article was originally published by Die Zeit.

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