Fußball-WM 2026: Belgien prüft nach Aufhebung der Rot-Sperre gegen Balogun alle Optionen
En resumen
- Belgien will gegen die von der FIFA aufgehobene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun vorgehen.
- Der Verband RBFA prüfe "alle möglichen Optionen" und verweist auf den Fifa-Disziplinarkatalog.
- US-Präsident Trump soll sich persönlich für die Überprüfung eingesetzt haben.
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Por qué importa
Die FIFA hat die Ein-Spiel-Sperre für den US-Stürmer Folarin Balogun aufgehoben, was zu Protesten des belgischen Verbandes führt. US-Präsident Trump soll dabei eine Rolle gespielt haben.
Fußball-WM 2026 Belgien will nach Aufhebung der Rot-Sperre „alle möglichen Optionen“ prüfen
5. Juli 2026, 19:08 Uhr|
Der belgische Trainer reagiert mit Sarkasmus auf die Entscheidung der Fifa, die Sperre des US-Stürmers aufzuheben. Laut einem Bericht der New York Times bat US-Präsident Trump Fifa-Präsident Infantino um eine Überprüfung.
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Wichtige Updates
New-York-Times: Trump soll bei Fifa um Überprüfung gebeten haben
Mexiko-Fans machen Krach vor Englands Teamhotel
Irritiert bis entsetzt: Die Reaktionen auf Paraguays letzten Auftritt
Frankreich spielt nicht im Anzug – das war die Nacht
Tuchel dementiert Viagra-Hilfe
Belgien prüft "alle möglichen Optionen"
Belgiens Fußballverband (RBFA) will gegen die aufgehobene Sperre gegen den US-Amerikaner Folarin Balogun vorgehen. Die RBFA prüfe „derzeit alle möglichen Optionen“, hieß es in einer Stellungsnahme bei Instagram. Die Belgier verweisen vor allem auf Artikel 66.4 des Fifa-Disziplinarkatalogs, der eine Kehrtwende wie im Fall Balogun eigentlich verhindert.
Mittelstürmer Balogun hatte im Sechzehntelfinale glatt Rot gesehen. Die Fifa erklärte am Sonntag jedoch, die ursprüngliche Sperre von einem Spiel zur Bewährung ausgesetzt zu haben, und berief sich dabei auf Artikel 27. Balogun ist somit im Achtelfinale am Dienstag (2 Uhr, ARD und MagentaTV) gegen Belgien spielberechtigt. Zuvor soll laut The New York Times US-Präsident Donald Trump Fifa-Präsident Gianni Infantino persönlich gebeten haben, die Sperre zu überprüfen.
Die RBFA reagierte „erstaunt“ auf die Entscheidung und stützte sich auf den Artikel 66.4, der besagt, dass eine rote Karte automatisch zu einer Sperre für das nächste Spiel führt. Der belgische Verband verwies zudem auf ein vor dem Start der WM verschicktes Rundschreiben, in dem auf diese Regel hingewiesen worden sei.
„Ich wusste nicht, dass der 5. Juli der 1. April ist“, sagte Belgiens Nationalcoach Rudi Garcia zur Causa Balogun, betonte bei der Pressekonferenz aber: „Als Trainer werde ich mich auf mein Team fokussieren.“ Dass Balogun nun doch spielen dürfe, verändere für ihn „nichts“. Fragen zum brisanten Bericht über Trump wurden vom Pressesprecher abgeräumt.
Balogun war gegen Bosnien-Herzegowina in der 64. Minute vom Platz gestellt worden, nachdem er Tarik Muharemovic auf das Sprunggelenk gestiegen war.
Fifa hebt Rot-Sperre gegen Balogun auf – Trump bedankt sich
Überraschende Kehrtwende der Fifa: Mittelstürmer Folarin Balogun steht der Fußball-Nationalmannschaft der USA im Achtelfinale am Montag gegen Belgien zur Verfügung. Der 25-Jährige hatte im Sechzehntelfinale glatt Rot gesehen, doch die Sperre wird zur Bewährung ausgesetzt.
Balogun war gegen Bosnien-Herzegowina in der 64. Minute vom Platz gestellt worden, nachdem er Tarik Muharemovic auf das Sprunggelenk gestiegen war (Foto). Schiedsrichter Raphael Claus sah sich die Szene nach einem Hinweis des Videoschiedsrichters noch mal auf dem Bildschirm an und entschied auf Platzverweis. Danach erhielt Balogun eine Sperre von einem Spiel, so wie es die Turnierregeln der Fifa als Mindeststrafe vorsehen. Gemäß Artikel 27 des Disziplinarkatalogs der Fifa kann eine Strafe allerdings zur Bewährung ausgesetzt werden. Eine Begründung, diese Regel ausgerechnet im Fall Baloguns anzuwenden, nannte der Weltverband nicht. „Für mich ist das niemals eine rote Karte. Das war niemals Absicht“, hatte US-Trainer Mauricio Pochettino direkt nach dem Spiel gesagt.
Die aufgehobene Sperre begeisterte auch US-Präsident Donald Trump. Auf seinem Netzwerk Truth Social schrieb er: „Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das gemacht habt, was richtig ist und eine große Ungerechtigkeit wiedergutgemacht habt.“ Dahinter schrieb er: „President DONALD J. TRUMP.“ Der 80-Jährige war bislang bei keinem WM-Spiel vor Ort, wird aber spätestens zum Endspiel am 19. Juli in East Rutherford bei New York im Stadion erwartet.
Dass Sperren nachträglich ohne jede Begründung auf Bewährung ausgesetzt werden, kommt extrem selten vor. Von einer derartigen Bewährung profitierte nicht zuletzt Cristiano Ronaldo. Er war im November bei einem WM-Qualifikationsspiel gegen Irland nach einem Ellbogenschlag gegen Dara O'Shea vom Platz gestellt worden. Ronaldo wurde von der Fifa zunächst für drei Spiele gesperrt, verpasste aber nur das anschließende Qualifikations-Duell gegen Armenien. Für die WM war er wieder spielberechtigt. Der Südafrikaner Themba Zwane wurde nach einer eher harmlosen Aktion im Eröffnungsspiel hingegen für drei Partien gesperrt.
Michael Steele/AFP
New-York-Times: Trump soll bei Fifa um Überprüfung gebeten haben
Donald Trump zeigte sich schnell dankbar. „Danke an die FIFA dafür, das Richtige zu tun und eine große Ungerechtigkeit rückgängig zu machen!“, schrieb der US-Präsident nach der Aufhebung der Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun durch den Weltverband auf seiner Plattform Truth Social.
Laut New York Times soll Trump aber an der Entscheidung nicht unbeteiligt gewesen sein: Wie die Zeitung unter Berufung auf drei Quellen berichtete, soll Trump Fifa-Präsident Gianni Infantino persönlich gebeten haben, die Sperre zu überprüfen. Ein schwerer Vorwurf, auf den die belgische Seite nicht eingehen wollte.
Balogun und seine Mitspieler erfuhren von der spektakulären Wende am Sonntagvormittag Ortszeit im Bus auf dem Weg zum Training auf dem Campus der University of Washington – und dachten erst an einen schlechten Witz. „Wir waren uns nicht ganz sicher, ob es wahr ist oder nicht. Ich denke, jeder weiß, wie das mit KI ist“, berichtete Abwehrchef Chris Richards. „Am Ende haben wir es über Social Media herausgefunden. Es war cool, die Bestätigung zu bekommen, dass es stimmt“, sagte Verteidiger Chris Richards.
Mexiko-Fans machen Krach vor Englands Teamhotel
Mit Mariachi-Musik, Autohupen und Feuerwerk sollen Fans versucht haben, vor dem Teamhotel den nächtlichen Schlaf von Gegner England vor dem K.-o.-Duell zu stören. Laut Medien rückten reihenweise Anhänger an, wurden aber von der Polizei auf Abstand gehalten. Berichten aus England zufolge, die sich auf Sicherheitspersonal beriefen, soll das dem Team um Kapitän Harry Kane vor dem Spiel gegen Mexiko (Montag, 2.00 Uhr/MESZ) aber keine schlaflose Nacht bereitet haben. Der Weckdienst auf mexikanische Art sorgte aber für zahlreiche Video-Clips in den sozialen Medien. Auch die britische BBC berichtete.
Neu ist diese „Strategie“ nicht: Schon vor dem Sechzehntelfinale gegen Ecuador hatte es Lärm vor dem Hotel des Gegners gegeben. Nach einer nächtlichen Ruhestörung durch mexikanische Fans hatte Ecuadors Fußball-Verband (FEF) eine formelle Beschwerde bei den WM-Organisatoren eingereicht. Dieses Verhalten sei weit entfernt „von den Prinzipien des Fair Play, der Fairness und der Einheit, für die eine Fußball-Weltmeisterschaft stehen sollte“, hieß es in einer Mitteilung wenige Stunden vor dem K.-o.-Spiel im Aztekenstadion. Mit 2:0 gewannen die Mexikaner die Partie.
Folglich befürchteten auch die Engländer schon im Vorfeld, es könne ihnen in der Nacht vor dem Spiel wie Ecuador ergehen. Die Polizei musste damals wie diesmal einschreiten, um die nächtliche Ruhestörung durch dröhnende Motoren, Hupen und Lautsprecher so gut wie möglich zu unterbinden. Einige Fans wichen für ihr musikalisches und tatsächliches Feuerwerk auf eine nahe gelegene Brücke aus.
„England steht vor dem WM-Duell gegen Mexiko möglicherweise eine höllische Nacht bevor“, schrieb bereits die britische Boulevardzeitung „Mirror“. Der Verband versuchte, das Hotel geheim zu halten. Da die Unterkünfte aber vom Weltverband FIFA vorgegeben sind, war dieser Plan zum Scheitern verurteilt.
Nicht nur die mexikanischen Fans, auch das Stadion, in dem das Spiel gegen Mexiko ausgetragen wird, dürfte den Engländern schlaflose Nächte bereiten. Das Aztekenstadion ist für die Engländer ein Schreckgespenst, schreibt Sven Haist:
Newsdesk
Irritiert bis entsetzt: Die Reaktionen auf Paraguays letzten Auftritt
Mit Fairplay, da waren sich viele Beobachter einig, hatte der Auftritt der Südamerikaner im WM-Achtelfinale gegen Frankreich (0:1) wenig zu tun. Für diese „schmutzigen Tricks“, so die Meinung der Engländer, wurde dieses Spiel nicht erfunden.
„Das ist nicht nur beschämend, das ist schlimmer“, sagte Thomas Hitzlsperger, einst deutscher Nationalspieler, bei BBC One. „Ich würde niemals so Fußball spielen“, meinte Ex-Keeper Joe Hart, und Micah Richards fügte hinzu: „Das war peinlich anzusehen.“
Im Radio sagte Schottlands früherer Nationalspieler Pat Nevin, Paraguay habe die Franzosen mit ihren „dunklen Künsten“ provoziert. Bei Fox erklärte Zlatan Ibrahimovic: „Hätte ich dieses Spiel bestritten, hätte ich wohl vier oder fünf rote Karten kassiert und jemanden ins Krankenhaus befördert.“
Bayerns Dayot Upamecano bekam einen Ellenbogen in die Rippen, Jules Koundé Galarzas Hand ins Gesicht und Kylian Mbappé vom selben Spieler einen Schlag gegen die Brust. Galarza sagte später nur lapidar: „Jeder hat das Spiel gespielt, das er wollte.“ Gustavo Velázquez malträtierte den Elfmeterpunkt vor Mbappés entscheidendem Tor (70.) mit den Füßen.
„Immer der Sportkamerad Galarza, der hätte für mich gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen“, sagte der ehemalige Bundesliga-Referee Patrick Ittrich bei Magenta-TV. Die Aktion gegen Mbappé sei ein „astreiner Schlag“ gewesen: „Er hat nichts anderes vor, als den Spieler zu schlagen.“ Schiedsrichter Ilgis Tantaschew zeigte Paraguay aber nur eine einzige gelbe Karte – nach dem Schlusspfiff gegen den Co-Trainer.
Torhüter Orlando Gill wies die Vorwürfe einiger französischer Spieler zurück. „Das ist Fußball. Wenn sie das nicht gewohnt sind – was sollen wir da machen?“, fragte er und fügte hinzu: „So ist Paraguay eben – eine harte Mannschaft.“
„Wenn man aus Paraguay kommt, mag man die Mannschaft wahrscheinlich – sie sind wie Krieger“, sagte Hitzlsperger und urteilte abschließend: „Wenn man Franzose oder neutraler Beobachter ist, kann man keinen Respekt mehr für sie empfinden.“
Julio Enciso und William Saliba kämpfen um den Ball. . Tom Weller/dpa
Frankreich spielt nicht im Anzug – das war die Nacht
Es hätte Deutschlands Achtelfinale sein können, es wurde eine Art Kampfsportveranstaltung zwischen Frankreich und Paraguay. Ein paar Zitate:
"Sie dachten wohl, wir laufen heute im Anzug auf. Aber wir wissen auch, wie man schmutzigen Fußball spielt.“ (Kylian Mbappé)
"Jede Mannschaft spielt so, wie sie es für richtig hält, wobei ich auf einige Beleidigungen der Gegenseite hätte verzichten können.“ (Frankreichs Trainer Didier Deschamps)
"Das war die schlechteste Schiedsrichter-Leistung bei dieser WM“ (Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich bei Magenta-TV)
Den Text zu all diesen Zitaten finden Sie hier:
Tuchel dementiert Viagra-Hilfe
Auf eines setzen Thomas Tuchel und seine Engländer in der Höhe von Mexiko-Stadt nicht: Viagra. Nachdem es in England Medienberichte gegeben hatte, die die Einnahme des Potenzmittels nahegelegt hatten, räumte Tuchel bei seiner Pressekonferenz im Aztekenstadion mit diesen Gerüchten und Spekulationen auf. Die Information habe ihn nicht erreicht, sagte der deutsche Coach der Three Lions amüsiert und betonte: „Das ist nicht wahr.“
Unter anderem hatte die britische Boulevardzeitung The Sun berichtet, dass Viagra nicht auf der Dopingliste stehen würde. Und Studien hätten gezeigt, dass es durch die Senkung des Blutdrucks in der Lunge den in großen Höhen auftretenden Ermüdungsgefühlen und Schwindel entgegenwirke. Anzeichen dafür, dass Tuchels Mannschaft Viagra nehmen würde, gebe es aber nicht, hieß es in der Zeitung.
In guter Stimmung vor dem Achtelfinal-Kracher in der deutschen Nacht auf Montag (2 Uhr MESZ/Magenta-TV) konnte sich Routinier Jordan Henderson einen Scherz aber nicht verkneifen. Auf die Frage, was denn nun gegen die Höhe – das legendäre Stadion liegt über 2200 Meter über dem Meeresspiegel – helfe, antwortete der 36-Jährige: „Viagra hilft“. Nicht ohne umgehend und mit einem Lachen zu betonen: „Das war ein Witz.“
Nächster Einsatz für deutschen Schiedsrichter fix
Im WM-Achtelfinale kommt Bundesliga-Schiedsrichter Felix Zwayer wieder zum Einsatz. Für das Nachbarduell des Europameisters Spanien gegen Portugal mit Altstar Cristiano Ronaldo am Montag (21 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Dallas ist der 45-Jährige vom Weltverband Fifa als Vierter Offizieller eingeteilt worden. Zweimal stand Zwayer bisher als Chef auf dem Platz: beim 2:0 des Co-Gastgebers USA gegen Australien, als er in der Nachspielzeit an der Wade behandelt werden musste, und beim 3:1 der DR Kongo gegen Usbekistan jeweils in der Vorrunde.
Selbstverständlich werden die Schiedsrichterleistungen auch bei dieser WM heiß debattiert. In Deutschland sorgte besonders das aberkannte Tor von DFB-Verteidiger Jonathan Tah in der Verlängerung gegen Paraguay für Diskussionen. SZ-Reporter Felix Haselsteiner hat sich den nicht gegeben Treffer genau angeschaut.
Verlässt auch Völler den DFB?
Rudi Völler war bislang Julian Nagelsmanns Mentor und Beschützer, er trat stets auf wie ein väterlicher Freund – nun soll auch der Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) seinen Rücktritt erwägen. Dies berichtet am Samstag Sport1, eine Entscheidung könnte Völler demnach „schon in der kommenden Woche verkünden“. Völler, 66, war zunächst nicht zu erreichen, der DFB gab keine Stellungnahme ab. Die Zukunft des Weltmeisters von 1990 dürfte in hohem Maße von den Vorstellungen des neuen Bundestrainers abhängen, allgemein erwartet wird eine Verpflichtung von Jürgen Klopp als Nagelsmanns Nachfolger.
Für Völler ist der DFB stets eine Herzensangelegenheit gewesen. Rief der Verband, war Völler da – so auch, als eine „Task Force“, der er selbst angehörte, Anfang 2023 einen Sportdirektor suchte. Sie fand: Rudi Völler, der schon 2000 – zunächst interimistisch – für den Verband an der Seitenlinie stand, letztlich bis 2004 blieb und mit dem Nationalteam bei der WM 2002 das Finale erreichte. Nach der Entlassung von Bundestrainer Hansi Flick 2023 sprang er sogar noch einmal als Trainer für ein Spiel ein, sein Vertrag läuft bis 2028.
Hamann fordert Kimmich zu Rücktritt auf
TV-Experte Dietmar Hamann hat Kapitän Joshua Kimmich nahegelegt, aus der Nationalelf zurückzutreten. „Ich bin der Meinung, dass Kimmich in der Nationalmannschaft keine Rolle mehr spielen sollte. Ich muss doch mal andere Spieler ranlassen“ sagte der Vize-Weltmeister von 2002 im „TOMorrow Business“-Podcast. „Von so einem Spieler erwarte ich, dass er Verantwortung übernimmt u
Preguntas abiertas
- Warum wurde die Regel ausgerechnet bei Balogun angewendet?
- Welche weiteren "möglichen Optionen" prüft Belgien?
- Wie reagiert die FIFA auf die belgische Beschwerde?


