Fußball-WM: Deutschland verliert gegen Ecuador und beendet Siegesserie
En resumen
- Die deutsche Fußballnationalmannschaft verlor zum Abschluss der WM-Gruppenphase gegen Ecuador mit 1:2.
- Leroy Sané brachte das DFB-Team früh in Führung, doch Ecuador drehte das Spiel durch Tore von Angulo und Plata.
- Deutschland offenbarte vor allem in der zweiten Halbzeit große Probleme in der Defensive und Offensive.
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Ecuador – Deutschland 2:1 (1:1)
Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat zum Abschluss der WM-Gruppenphase gegen Ecuador mit 1:2 (1:1) verloren. Im ausverkauften MetLife Stadium in East Rutherford brachte Leroy Sané das DFB-Team nach nur 109 Sekunden in Führung. Für Ecuador trafen Nilson Angulo (9. Minute) und Gonzalo Plata (77.). Mit dem Erfolg beendete Ecuador Deutschlands Serie von elf Siegen in Folge.
Beim bislang schwächsten Turnierauftritt offenbarte die deutsche Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit große Probleme. Die Defensive um Abwehrchef Jonathan Tah bot immer wieder große Lücken. In der Offensive fehlten dem DFB-Team zudem klare Aktionen und Durchsetzungsvermögen. Der stumpfe Rasen im Football-Stadion der New York Giants und Jets erschwerte die deutschen Angriffe zusätzlich. Schnelle Kombinationen waren auf dem Boden kaum möglich.
Als die Schiedsrichterin Tori Penso das Spiel anpfiff, musste Deutschlands WM-Torjäger Deniz Undav wieder auf der Bank Platz nehmen. Bundestrainer Julian Nagelsmann nahm im Vergleich zum Spiel gegen die Côte d’Ivoire nur zwei Änderungen vor: Er ersetzte den angeschlagenen Nathaniel Brown durch David Raum. Und für den verletzten Nico Schlotterbeck rückte Antonio Rüdiger in die Innenverteidigung.
Schnellster Treffer der deutschen WM-Historie
Im Spiel selbst gelang dem DFB-Team mit Sanés Treffer ein optimaler Start. Der hätte nach Meinung einiger Experten jedoch nicht zählen dürfen. Denn zuvor hatte Aleksandar Pavlović mit extrem hohem Bein den Ball gespielt und dabei auch den Kopf von Pedro Vite getroffen. Der VAR griff aber nicht ein. Damit galt das Tor, das zugleich das zweitschnellste in der deutschen WM-Geschichte war. Nur Ernst Lehner war beim Spiel um Platz drei gegen Österreich 1934 noch schneller.
Nach der anfänglichen deutschen Führung übernahm Ecuador zunehmend die Kontrolle. Viel lief über die deutsche linke Seite, wo Raum große Probleme hatte. Vor dem Ausgleich leistete sich jedoch Felix Nmecha im Mittelfeld den entscheidenden Ballverlust. Gegen den Abschluss von Nilson Angulo war Manuel Neuer anschließend chancenlos. Offensiv bot die deutsche Elf danach nicht mehr viel: Ein Distanzschuss von Nmecha (14.) und ein abgeblockter Versuch von Jamal Musiala kurz vor der Pause (35.) blieben die einzigen nennenswerten Offensivaktionen bis zum Halbzeitpfiff.
»Wir laden den Gegner mit Ballverlusten immer wieder ein«
Zur zweiten Halbzeit brachte Nagelsmann Angelo Stiller für den bereits verwarnten Pavlović ins Spiel. Und auch nach dem Seitenwechsel startete Deutschland zunächst vielversprechend: Nach nur 30 Sekunden entschied Schiedsrichterin Penso nach einem ungeschickten Einsteigen gegen Kai Havertz zunächst auf Elfmeter. Nach VAR-Hinweis nahm sie die Entscheidung jedoch zurück, weil Leroy Sané in der Entstehung ein Foul begangen hatte.
Ab diesem Zeitpunkt blieb die Partie aus deutscher Sicht spielerisch weitgehend enttäuschend. Aus dem Fanblock wurden früh Rufe nach Undav laut, nach einer Stunde reagierte Bundestrainer Julian Nagelsmann und brachte den Torjäger für Kai Havertz. Klare Chancen erspielte sich das DFB-Team jedoch kaum, einzig Leroy Sané kam in der 76. Minute noch zu einer guten Gelegenheit.
Gefährlicher wurde stattdessen Ecuador in der Schlussphase. Nach einem Missverständnis zwischen Manuel Neuer und Jonathan Tah verpasste Gonzalo Plata die Führung in der 72. Minute nur knapp. Wenig später blockte Angelo Stiller einen Abschluss von Kevin Rodriguez in höchster Not. Die anschließende Ecke brachte dann jedoch die Entscheidung: Plata spitzelte den Ball vor Neuer ins Tor. Der Bayern-Keeper sah dabei nicht gut aus, allerdings bekam auch Tah seinen Gegenspieler nicht entscheidend kontrolliert.
»Wir laden den Gegner mit Ballverlusten immer wieder ein, machen ihn dadurch stark«, sagte Kapitän Joshua Kimmich bei MagentaTV nach dem Spiel. »Trotzdem ist zum Glück noch nichts passiert. Aber wir dürfen uns keine Niederlage mehr erlauben, das ist klar. Wir dürfen nicht jedes Spiel ein, zwei Gegentore bekommen. Wir müssen die Ballverlustquote minimieren, dann können wir jeden schlagen.«
Für die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann geht es am kommenden Montag im Sechzehntelfinale in Foxborough bei Boston weiter (22.30 Uhr MESZ). Gegen wen das DFB-Team dann antritt, steht noch nicht fest.
Das Liveblog zum Spiel Ecuador gegen Deutschland können Sie hier nachlesen.


