Gefahren in den Alpen: Fachleute warnen vor schwierigen Bedingungen für Bergsteiger und Wanderer
En resumen
- Geringer Schneefall, milder Frühling und frühe Hitzewellen schaffen gefährliche Bedingungen in den Alpen.
- Fachleute des SAC und der Bergrettung Pinzgau warnen vor Steinschlag, Felsstürzen und unpassierbaren Routen durch auftauenden Permafrost.
- Bergsteiger und Wanderer müssen sich besser informieren und früher starten.
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Por qué importa
Geringer Schneefall, milder Frühling und frühe Hitzewellen haben die Bedingungen in den Alpen für Bergsteiger und Wanderer verschärft. Auftauender Permafrost und instabile Felsabschnitte erhöhen die Gefahr von Steinschlag und Felsstürzen.
Wenig Schnee im Winter, ein warmer Frühling und lang anhaltende Hitze sind eine unheilvolle Kombination. In den Alpen verschärfen sich die Bedingungen für Bergsteiger und Wanderer. Fachleute warnen vor den Gefahren.
„Wir haben eine sehr ungünstige Konstellation in diesem Jahr“, sagt Severin Karrer, Fachleiter für Ausbildung, Bergsport und Sicherheit im Sommer beim Schweizer Alpen-Club (SAC). Der geringe Schneefall, der milde Frühling und die ungewöhnlich frühen Hitzewellen hätten die Lage verschärft.
Auch Bernd Tritscher, Bezirksleiter der Bergrettung Pinzgau im Salzburger Land in Österreich, spricht von einem „außergewöhnlichen Jahr“ mit erheblichen Problemen: „Gewisse Touren sind in diesem Jahr nicht mehr möglich.“
Gefahr bleibt auch nach der Abkühlung
Abgesehen von Spalten und blankem Eis auf Gletschertouren gibt es auch zusätzliche Gefahren, weil die Hitze den Permafrost auftaut. Er gilt im Hochgebirge als „Klebstoff der Berge“, weil er in den gefrorenen Gesteinsschichten Fels und Schutt zusammenhält. Taut er auf, können sich Gesteinsmassen lösen. Dann drohen Steinschlag und Felsstürze. Nach Gewittern und Starkregen steigt außerdem die Gefahr von Muren.
Immer wieder seien auch Zustiege zu den Hütten vorübergehend unpassierbar, sagt Tritscher. Und die Gefahr verschwinde nicht automatisch, sobald es kühler werde, betont Karrer: Gelockertes Gestein rutsche nicht immer sofort ab.
„Nicht nur Bergsteiger, auch Wanderer müssen sich bewusst sein, dass sie in einem Spannungsfeld unterwegs sind, in dem es Risiken gibt“, sagt Karrer. Entscheidend sei, sich vor jeder Tour über die aktuellen Verhältnisse zu informieren. Alte Karten und Routenbeschreibungen könnten dagegen ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln.
„Gletscherstände verändern sich rasant, ehemals stabile Felsabschnitte werden instabil, und ganze Routen können plötzlich nicht mehr begehbar sein“, sagt DAV-Bergführer Winter.
Wie der Klimawandel die Alpen verändert
Tritscher beobachtet zudem, dass viele Menschen zu spät starten. Statt gegen 6.00 oder 7.00 Uhr aufzubrechen, machten sich manche erst am späten Vormittag auf den Weg. Höhenmeter in der Mittagshitze zu bewältigen, sei für viele aber nicht ohne Weiteres machbar. „Wir haben wahnsinnig viele erschöpfte Leute“, sagt der Bergretter. Der DAV erinnert zudem daran, viel Flüssigkeit mitzunehmen und regelmäßige Trinkpausen im Schatten einzuplanen, Kopfbedeckung und Sonnenschutz ohnehin.
Preguntas abiertas
- Wie können Tourenplaner die sich schnell ändernden Bedingungen am besten kommunizieren?
- Welche spezifischen Routen sind nicht mehr begehbar?
