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Giorgia Meloni konfrontiert Donald Trump öffentlich
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FAZ26.06.2026Política3 dk okumaGermany

Giorgia Meloni konfrontiert Donald Trump öffentlich

En resumen

  • Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni konfrontiert Donald Trump öffentlich, nachdem dieser behauptete, sie hätte ihn um ein Foto angebettelt.
  • Meloni bezeichnet Trumps Aussagen als „komplett frei erfunden“ und betont, dass Italien niemals bettelt, was eine strategische Neuausrichtung ihrer Politik signalisiert.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Giorgia Meloni, einst als "Trump-Flüsterin" bekannt, konfrontiert Donald Trump öffentlich, nachdem dieser behauptete, sie hätte ihn um ein gemeinsames Foto angebettelt. Das Verhältnis hatte bereits Risse wegen des Irankriegs und Italiens Weigerung, US-Bombern die Landung auf dem Luftwaffenstützpunkt Sigonella zu erlauben.

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Giorgia Meloni weiß, wie man mit großen männlichen Egos umgeht. Sie hat das spätestens in ihrer Zeit als Ministerin unter Silvio Berlusconi gelernt. Wahrscheinlich schon früher, auf den Straßen des römischen Arbeiterviertels Garbatella, in dem sie aufgewachsen ist, oder in den männerdominierten rechten Parteien, in denen sie sich bis ganz nach oben gearbeitet hat.

Die italienische Ministerpräsidentin kann charmant und herzlich sein oder hart und kalt. Ihre unerbittliche Seite hat sie gerade jenem Mann gezeigt, dem sie lange eng verbunden schien: Donald Trump.

2025 war Meloni als einzige europäische Regierungschefin zu dessen Amtseinführung eingeladen, bei ihrem Antrittsbesuch im Weißen Haus nannte er sie „eine Freundin“. Als der amerikanische Präsident mit der EU über Zölle stritt, galt Meloni als Trump-Flüsterin, als eine Brückenbauerin zwischen den USA und Europa.

Meloni wirft Trump Lügen vor

Aber mit dem Irankrieg bekam das Verhältnis Risse. Trump erwartete Gefolgschaft, Italien ächzte jedoch unter den finanziellen Folgen des Kriegs, und Melonis Regierung untersagte deshalb amerikanischen Bombern die Landung auf dem Luftwaffenstützpunkt Sigonella.

Seinen Ärger darüber ließ der US-Präsident Meloni nun spüren, auf demütigende Weise. Sie habe ihn beim G-7-Gipfel in Évian um ein gemeinsames Foto angebettelt, behauptete er. Um ihren sinkenden Beliebtheitswerten etwas entgegenzusetzen. Meloni reagierte schnell und entschlossen. Ihre Beliebtheit gehe Trump gar nichts an, und mit ihm befreundet zu sein, sei für diese bestimmt nicht förderlich, schrieb sie in einer englischen Nachricht auf Instagram.

Mit einer Videobotschaft legte sie nach. Das, was Trump über sie gesagt habe, sei „komplett frei erfunden“. Es sei bedauerlich, dass Trump mit seinen Verbündeten härter ins Gericht gehe als mit den Feinden des Westens. Am Ende ihrer Nachricht senkte Meloni die Stimme. Eines müsse dem Präsidenten der USA klar sein, „ich und Italien, wir betteln niemals“.

Die zarte Drohung, die dabei in ihrer Stimme mitschwang, dürfte kein Zufall gewesen sein. Da wollte jemand zeigen, dass er sich nicht herumschubsen lässt von einem Alphatier wie Trump. Das kann man nach der Vorgeschichte der beiden unglaubwürdig finden und inkohärent, wie einige in der italienischen Opposition. Oder schlicht lächerlich, mit Blick auf die Machtverhältnisse zwischen dem großen Amerika und dem kleinen Italien.

Meloni hat ihre Strategie geändert

Melonis harte Antwort ist aber nicht nur der Beweis dafür, dass ihre bisherige Strategie gegenüber Trump nicht mehr funktioniert. Es ist auch der Beweis dafür, dass sie ihre Strategie längst geändert hat. Die italienische Ministerpräsidentin ist durch das gescheiterte Referendum über die Justizreform geschwächt. Sie ist nicht mehr so populär wie in der ersten Phase ihrer Regierungszeit, und die Konkurrenz im rechten Lager ist mit der neuen Partei des radikalen früheren Lega-Politikers Roberto Vannacci größer geworden.

Bisher dominieren in den Umfragen zwar Melonis Brüder Italiens mit deutlichem Abstand, aber Vannacci konnte in kurzer Zeit Boden gutmachen. Er macht Stimmung gegen die Ministerpräsidentin, geißelt ihre Politik als nicht rechts genug.

Meloni hat in dieser Situation also klug gehandelt. Die Italiener vertrauen Trump und den USA immer weniger. Es wird ihr also ein Jahr vor der Parlamentswahl nicht schaden, sich gegen Trumps großes männliches Ego zu stellen.

Preguntas abiertas

  • Wie wird Trump auf Melonis Reaktion reagieren?
  • Welche langfristigen Auswirkungen hat dies auf die Beziehungen zwischen Italien und den USA?
  • Wie beeinflusst dies Melonis Position im rechten Lager Italiens?

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This article was originally published by FAZ.

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