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Google Maps vs. Stadtplan: Wie Apps das Reisen verändern
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FAZ6 g önceTravel3 dk okumaGermany

Google Maps vs. Stadtplan: Wie Apps das Reisen verändern

En resumen

  • Eine kritische Betrachtung von Navigations-Apps wie Google Maps, die Touristen oft nur den schnellsten Weg zeigen und dabei Sehenswürdigkeiten und das Erleben der Stadt vernachlässigen.
  • Der Artikel plädiert für den Stadtplan als flexibleren und bereichernden Reisebegleiter.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Navigations-Apps wie Google Maps leiten Touristen oft nur auf dem schnellsten Weg, wodurch sie das Erlebnis einer Stadt verpassen. Der Artikel vergleicht dies mit der Nutzung eines Stadtplans.

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Der blaue Pfeil zeigt nach rechts. Ein kurzer Blick zur Seite, die Straße überqueren, bevor der rote Doppeldeckerbus kommt. Dann folgt der Blick wieder dem Pfeil von Google Maps. Der schnellste Weg vom Tower of London zur Saint Paul’s Cathedral führt entlang der Lower Thames Street. Wie ein Paket wird der Tourist von der App schnell und effizient zugestellt, an der nächsten Sehenswürdigkeit abgeliefert. Umschauen, anschauen, weiter dem blauen Pfeil hinterher. Der führt jetzt hinunter in die U-Bahn. Lärm, Smog, eine halbe Stunde später steht der Tourist vor dem Big Ben.

Von allem dazwischen hat er nichts mitbekommen. Er hat nicht gesehen, dass eine unspektakuläre kleine Straße mit dem süßen Namen Pudding Lane von der Thames Street aus zum Monument Square führt. Diesen Umweg von ein paar Metern hat Google Maps ignoriert. Dabei wäre er so spannend gewesen, denn dort erinnert eine Säule an den Großen Brand von London. Eine Plakette an einer Hauswand erklärt, dass dieser in einer Bäckerei in der Pudding Lane begann. Nur wer nach oben schaut, nimmt das wahr.

Was der Tourist auch nicht gesehen hat: Um vom Tower of London zur Saint Paul’s Cathedral zu kommen, könnte man auch einmal die Themse überqueren, den Blick auf die berühmte Tower Bridge genießen, über den Borough Market schlendern, am Wasser entlang und dann über die schöne Millennium Bridge direkt auf die berühmte Kathedrale zulaufen.

All das verpasst, wer sich auf die App verlässt. Stattdessen empfiehlt sich daher ein so simpler wie genialer Reisebegleiter: der Stadtplan. Sauber gefaltet passt er in jede Tasche, ausgebreitet gibt er Orientierung. Geübte Kartenleser haben mit einem Blick den Überblick. Mit diesem Stück Papier, das es zum Glück noch immer an den meisten Hotelrezeptionen und Touristeninformationen gibt, wird die Route flexibel, der Weg zum Ziel. Seine Batterie ist nie leer. Er meckert nicht, wenn man sich vom Schönen und Interessanten in andere Richtungen treiben lässt. Stattdessen lädt er zum Abweichen und zum Beobachten ein. Rund um den Leadenhall Market stehen beispielsweise von 17 Uhr an Männer und einige Frauen in schicken Anzügen und Kostümen vor den Pubs für den After Work Drink. Hier ist also das Finanzviertel, das ist also die britische, gesellige Version des Feierabendbiers auf dem Sofa.

Wer das Handy weglegt und sich mit dem Stadtplan treiben lässt, entdeckt nicht nur mehr – er beginnt, die fremde Stadt zu verstehen. Aus weißen Flecken werden bunte Erinnerungen. Aus einem zweidimensionalen Stück Papier wird mit jedem Schritt und jeder Abzweigung nach und nach ein lebendiges dreidimensionales Modell der Stadt.

Preguntas abiertas

  • Wie stark ist die Abhängigkeit von Navigations-Apps bereits?
  • Welche anderen Apps könnten ähnliche Probleme verursachen?

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This article was originally published by FAZ.

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