Granit Xhaka reagiert auf Kritik mit Torjubel und deutlichen Worten
En resumen
- Granit Xhaka feierte sein Elfmetertor gegen Bosnien-Herzegowina mit einer Geste, die als Reaktion auf Medienkritik interpretiert wird.
- Er äußerte sich zu den Diskussionen um seine Person und forderte Stolz auf seine Leistungen.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Nach einem kritischen Bericht über Nationalspieler nach dem WM-Auftakt gegen Katar reagierte Granit Xhaka mit einer Geste und deutlichen Worten auf Kritik.
Audioplayer wird geladen
Granit Xhaka hat seine Antwort auf die Kritik auf dem Platz gegeben. Der Schweizer Kapitän traf im WM-Gruppenspiel gegen Bosnien-Herzegowina in der Nachspielzeit per Elfmeter zum 4:1-Endstand – und setzte anschließend mit seinem Jubel ein Zeichen. Der 33-Jährige vom AFC Sunderland öffnete und schloss immer wieder die rechte Hand, als wolle er sagen: „Lass sie reden.“ Sein Gesicht blieb dabei regungslos.
Die Geste dürfte eine Reaktion auf einen brisanten Bericht des „Blick“ gewesen sein. Die Schweizer Boulevard-Zeitung hatte nach dem überraschenden 1:1 zum WM-Auftakt gegen Katar berichtet, mehrere Schweizer Nationalspieler seien nach kritischen Ansagen Xhakas verunsichert und fühlten sich nicht mehr wohl.
Lesen Sie auch
Auslöser war Xhakas öffentliche Kritik nach dem schwachen Auftritt gegen Katar, dass im zweiten Gruppenspiel von Kanada eine 0:6-Abreibung verpasst bekam. Der Mittelfeldstratege hatte die Disziplin innerhalb der Mannschaft bemängelt und gesagt, man dürfe nicht versuchen, alles allein zu lösen oder sich in den Mittelpunkt zu stellen. Wen er damit konkret meinte, ließ er offen.
Der Bericht sorgte in der Schweiz für erhebliche Unruhe. Demnach sollen Spieler den Kapitän innerhalb des Teams und im Training als zu kritisch wahrgenommen haben. Zitiert wurden Aussagen wie: „Zu viel Negativität, die die Stimmung im Team beeinträchtigt“ oder „Es geht in eine toxische Richtung“.
Lesen Sie auch
Xhaka fordert Stolz ein
Nach dem Abpfiff wurde Xhaka, der 2024 mit Bayer Leverkusen Deutscher Meister geworden war, bei MagentaTV auf die Diskussionen angesprochen. Er sagte: „Es gibt immer viel Unruhe über mich. Es wird viel geschrieben, es wird von meiner Seite auch ein bisschen provoziert. Vielleicht brauche ich diese Provokationen und die Meinung von außen auch ein bisschen.“
Dass ihm die Kritik durchaus nahe geht, zeigt ein weiterer Satz des Routiniers: „Ich muss niemandem mehr etwas beweisen. Aber nach 148 Spielen für diese Farben, für das Land, da kann man vielleicht auch mal stolz sein, so einen Spieler in den Reihen zu haben.“
Es war nicht Xhakas erste provokante Jubel-Geste im Nationaltrikot. Schon bei der WM 2018 hatte der Mittelfeldspieler nach seinem Treffer gegen Serbien den sogenannten Doppeladler gezeigt – ein Symbol der albanischen Flagge. Die Szene sorgte damals international für Diskussionen, weil sie vor dem politischen Hintergrund des Kosovo-Konflikts als bewusste Provokation verstanden wurde. Xhaka, dessen Familie kosovo-albanische Wurzeln hat, stand anschließend ebenso in der Kritik wie Teamkollege Xherdan Shaqiri, der auch mit der Geste jubelte.
Preguntas abiertas
- Wer waren die kritisierten Spieler?
- Wie tief ist die Verunsicherung im Team?


