Große Lücke auf dem Arbeitsmarkt durch Renteneintritt von Babyboomern erwartet
En resumen
- Das Statistische Bundesamt prognostiziert eine Lücke von 30% der Erwerbspersonen bis 2040 durch den Renteneintritt der Babyboomer.
- Jüngere Generationen können diese zahlenmäßig nicht ersetzen.
- Ältere Menschen werden verstärkt aktiviert.
Resumen generado por IA
Mit dem Renteneintritt eines Großteils der Erwerbsfähigen wird sich absehbar eine große Lücke auf dem Arbeitsmarkt auftun. Das hat das Statistische Bundesamt mitgeteilt. In den kommenden 15 Jahren werden demnach schätzungsweise 30 Prozent der Erwerbspersonen – also Erwerbstätige und erwerbsfähige Arbeitslose – das gesetzliche Renteneintrittsalter von 67 Jahren überschritten haben. Bis 2040 wären das rund 13,3 Millionen Menschen.
Obwohl die 60- bis 64-Jährigen bereits im Übergang zum Ruhestand gewesen seien, hätten sie im vergangenen Jahr noch 4,5 Millionen Erwerbspersonen gestellt, teilte das Amt mit. Das entsprach einer Erwerbsquote von 69,5 Prozent in dieser Altersgruppe. Von den jüngeren Babyboomern im Alter von 55 bis 59 Jahren war ein deutlich höherer Anteil (85,3 Prozent) noch am Arbeitsmarkt aktiv.
»Jüngere Altersgruppen werden die Babyboomer zahlenmäßig nicht ersetzen können«, warnte das Bundesamt. Obwohl die 35- bis 44-Jährigen und die 45- bis 54-Jährigen mit 88,9 beziehungsweise 89,1 Prozent die höchsten Erwerbsquoten erzielten, reiche ihre absolute Zahl nicht an die der Babyboomer heran. Die beiden Altersgruppen stellen 9,9 und 9,1 Millionen Erwerbspersonen, die Babyboomer 10 Millionen. Auch in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen liege die Zahl der Berufstätigen und Erwerbsfähigen mit 8,8 Millionen deutlich unter der Zahl der Babyboomer.
Wie die Wiesbadener Behörde mitteilte, habe sich der Anteil der Erwerbspersonen über 55 Jahre seit 2015 von 20,7 auf 27 Prozent im Jahr 2025 erhöht. Das liege zum einen an einer alternden Gesellschaft, zum anderen aber auch daran, dass ältere Menschen kurz vor dem Renteneintrittsalter verstärkt für den Arbeitsmarkt aktiviert würden. Auch die Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre mache sich bemerkbar: 2025 hätten über 65-Jährige 4,3 Prozent aller Erwerbspersonen ausgemacht. Zehn Jahre zuvor waren es 2,5 Prozent.



