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Güterzugkollision auf Münchner Nordring fordert Todesopfer
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Süddeutsche Zeitung20.06.2026Política5 dk okumaGermany

Güterzugkollision auf Münchner Nordring fordert Todesopfer

En resumen

  • Bei einer Kollision zweier rangierender Güterzüge auf dem Münchner Nordring kam eine Person ums Leben.
  • Zwei Waggons stürzten von einer Brücke.
  • Die Strecke ist eine wichtige Güterverkehrsroute, die weiter ausgebaut werden soll.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Der Münchner Nordring ist eine wichtige Güterverkehrsstrecke, die ausgebaut werden soll. Gleichzeitig gibt es seit Jahrzehnten Forderungen nach einem Ausbau für den Personennahverkehr.

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Der Unfall, bei dem zwei rangierende Güterzüge kollidierten und ein Mensch ums Leben kam, ereignete sich im mittleren Abschnitt des Nordrings, im Stadtteil Milbertshofen, dort wo die Bahnstrecke die vielbefahrene Schleißheimer Straße überquert.

Zwei Waggons stürzten dabei von der Bahnbrücke fünf Meter tief auf die Straße.

Nur ein Teilabschnitt des Nordrings, zwischen Daglfing und Johanneskirchen, wird regelmäßig für den Personenverkehr genutzt, von Zügen der S-Bahn-Linie S8 zum Flughafen.

Der Rest der Strecke steht nur ausnahmsweise für Personenverkehr zur Verfügung, etwa für Umleitungen oder für die Sonderfahrten mit historischen Dampfloks.

1972, während der Olympischen Spiele in München, fuhren auch S-Bahnen über den Nordring zum seit 1988 stillgelegten S-Bahnhof Olympiastadion.

Der Nordring ist eine wichtige Güterverkehrstrecke in Südbayern.

Er wurde zwischen 1901 und 1939 erbaut, heute verbindet er vor allem die Zuläufe aus Augsburg und Ingolstadt, Landshut und Regensburg sowie Mühldorf und dient somit als Umfahrung und Entlastung des Bahnverkehrs in der Innenstadt.

Auch werden über den Nordring Neufahrzeuge von BMW auf die Reise in Richtung Nordseehäfen geschickt.

Der Nordring soll noch an Bedeutung gewinnen

Genaue Zahlen, wie viele Züge auf der Strecke täglich verkehren, gibt es nicht.

Auf dem Abschnitt Daglfing-Johanneskirchen verkehren täglich rund 80 Güterzüge, mit dem Ausbau des Bahnknotens München soll sich deren Zahl mindestens verdoppeln.

Dazu ist ein viergleisiger Ausbau der Strecke mit eigenen Gütergleisen notwendig.

Das dauert aber noch bis Ende der 2030er-Jahre.

Und der Nordring soll noch an Bedeutung gewinnen.

Er bindet den 1991 eröffneten Rangierbahnhof München Nord an, den die Deutsche Bahn (DB) in den nächsten Jahren ausbauen will.

Anfang der 2030er-Jahre soll ein Terminal für den sogenannten kombinierten Verkehr (KV) in Betrieb gehen, in dem Güter zwischen Straße und Schiene umgeladen werden.

Der kombinierte Verkehr soll dafür sorgen, dass Güter über möglichst lange Strecken klimafreundlich transportiert werden können.

Die Transportstrecken auf der Straße sollen dabei kurz gehalten werden.

In München-Riem existiert bereits ein KV-Terminal, in dem jährlich bis zu 350 000 Container oder Lkw-Sattel-Auflieger abgefertigt werden.

Doch Riem hat nach Angaben der DB die Grenzen seiner Kapazität erreicht.

Im Münchner Norden, an der Ludwigsfelder Straße, ist dagegen noch Platz.

Hier sollen künftig pro Jahr bis zu 300 000 Ladeeinheiten umgeschlagen werden.

Mit dem Ausbau des Güterverkehrs auf der Schiene sollen laut DB 75 Millionen Lkw-Kilometer und rund 56 000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Gemeinsam mit dem bestehenden KV-Terminal in Riem soll sich die Kapazität im Raum München damit künftig fast verdoppeln.

Doch der Nordring soll künftig nicht nur für Güter zur Verfügung stehen.

Seit Jahrzehnten fordern Münchner Stadtpolitiker fraktionsübergreifend einen Ausbau für den Personennahverkehr.

Konkret sollen in Zukunft vom Westen her Pendelzüge von Karlsfeld oder Moosach bis zum BMW-Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ), optional auch bis zum sogenannten Europark (ehemals Euro-Industriepark), fahren.

Schon 2019 bestätigte eine Studie die Machbarkeit des S-Bahn-Verkehrs auf dem Nordring.

Mit 3100 Fahrgästen rechnete man damals.

Wenn künftig das FIZ erweitert wird und Tausende neue Arbeitsplätze hinzukommen, wären es noch deutlich mehr.

Im Februar 2021 unterzeichneten der Freistaat und die DB eine Planungsvereinbarung.

Damals ging man noch von einer Inbetriebnahme 2025, spätestens 2026 aus.

Doch dann verkündete die DB 2024 die Hiobsbotschaft, der Ausbau verzögere sich um zehn Jahre.

Man habe keine Planer gefunden.

Dennoch hofft die Stadt München im Rahmen ihrer Olympia-Ambitionen für 2036, 2040 oder 2044, dass es bis zu möglichen Sommerspielen zu einem Ringschluss im Norden kommt.

Dieser würde eine direkte Schienenverbindung zwischen dem Olympischen Dorf (S-Bahnhof Englschalking) und dem erweiterten Olympiapark ermöglichen.

In ihrem Bewerbungskonzept spricht die Stadt von einer „Olympic Lane auf Schienen“.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Ausbau des kombinierten Verkehrs bis Anfang der 2030er Jahre.

    Probable · En años

  • Verdopplung der Güterzugzahlen auf dem Nordring.

    Probable · En años

Preguntas abiertas

  • Wie kam es zu dem Unfall?
  • Wann werden die Planer gefunden?
  • Wie wirkt sich der Unfall auf die Ausbaupläne aus?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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