Hisbollah lehnt Waffenruhe mit Israel ab
En resumen
- Die libanesische Hisbollah-Miliz lehnt eine Verlängerung der Waffenruhe mit Israel ab.
- Laut Hisbollah-Chef Naim Kassim wäre ein Rückzug ihrer Kämpfer einer Kapitulation gleich.
- Die Miliz fordert einen vollständigen Abzug Israels aus dem Libanon und droht dem Norden Israels mit Vergeltung.
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Die libanesische Hisbollah-Miliz lehnt die Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon ab. Die Vereinbarung sei »ein Fahrplan zur Zerstörung eines Teils des libanesischen Volkes und zur Unterwerfung des übrigen Teils«, hieß es in einer Erklärung des Hisbollah-Chefs Naim Kassim, die im Fernsehen verlesen wurde. Ein Rückzug seiner Kämpfer aus dem Südlibanon, wie in der Vereinbarung gefordert, käme einer Kapitulation gleich, sagte Kassim.
Die jüngsten Verhandlungen mit Israel bezeichnete der Hisbollah-Generalsekretär als »schamlos«. Für die Hisbollah seien eine vollständige Waffenruhe sowie der Abzug der israelischen Armee aus dem Süden des Libanon entscheidend. Solange Israel im Land bleibe, werde der Widerstand fortgesetzt. In der Erklärung warnte Kassem, der Norden Israels sei nicht sicher, solange libanesische Dörfer bombardiert und Menschen getötet würden.
Die von den USA vermittelte erneute Feuerpause war in der Nacht zum Donnerstag beschlossen worden. Sie sieht vor, dass die vom Iran unterstützte Hisbollah ihre Angriffe einstellt und ihre Kämpfer aus dem Gebiet südlich des Litani-Flusses nahe der libanesischen Grenze zu Israel zurückzieht. Die Kontrolle in der Region soll laut der Vereinbarung dem libanesischen Militär übertragen werden. Eine derartige Verknüpfung der Präsenz der Hisbollah im Südlibanon mit einer Waffenruhe oder einem israelischen Abzug lehnte Kassem nun jedoch ab.



