Hugo Boss weist Übernahmeangebot der Frasers Group zurück
En resumen
- Der Modekonzern Hugo Boss hat das freiwillige Übernahmeangebot der Frasers Group zurückgewiesen.
- Der Vorstand empfiehlt den Aktionären, die Offerte nicht anzunehmen, da der Preis von 38 Euro je Aktie als nicht angemessen erachtet wird.
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Düsseldorf. Der Modekonzern Hugo Boss hat das freiwillige Übernahmeangebot seines britischen Großaktionärs Frasers Group zurückgewiesen. Der Vorstand empfahl den Aktionären, die Offerte nicht anzunehmen. Der Angebotspreis von 38 Euro je Aktie sei nicht angemessen. „Wir sind fest davon überzeugt, dass der Angebotspreis den inneren Wert und das langfristige Potenzial des Unternehmens nicht angemessen widerspiegelt“, erklärte Konzernchef Daniel Grieder am Donnerstag.
Er verwies auf das zukünftige Wertschöpfungspotenzial, insbesondere im Hinblick auf die bis 2028 laufende Strategie „Claim 5 Touchdown“. Das Management sei entschlossen, in den kommenden Jahren für alle Aktionäre substanziellen Wert zu schaffen.
Frasers ist mit rund 26 Prozent bereits größter Aktionär von Hugo Boss und hat nun ein Angebot mit einer geringen Prämie unterbreitet. An der Börse war die Offerte als zu niedrig eingestuft worden; die Aktie des Modekonzerns sprang über den Angebotspreis. Das Management von Hugo Boss geht davon aus, dass das Angebot der Frasers Group primär darauf abzielt, eine Aufstockung der eigenen Beteiligung auf über 30 Prozent zu ermöglichen, ohne ein Pflichtangebot auszulösen.
Man nehme daher eine neutrale Haltung gegenüber der Absicht von Frasers ein, den Anteil zu erhöhen. „Wir freuen uns darauf, weiterhin eine konstruktive Beziehung zur Frasers Group als größtem Einzelaktionär zu pflegen“, sagte Aufsichtsratschef Stephan Sturm. Aufgrund der finanziellen Bewertung sei das Angebot jedoch abzulehnen.





