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Israelische Sicherheitskräfte töten 15-jährigen Palästinenser im Westjordanland
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Die Zeit29.06.2026Crime2 dk okumaGermany

Israelische Sicherheitskräfte töten 15-jährigen Palästinenser im Westjordanland

En resumen

  • Ein 15-jähriger Palästinenser wurde durch einen Kopfschuss israelischer Sicherheitskräfte im Westjordanland getötet.
  • Zwei weitere Menschen wurden in der Nähe von Hebron verletzt.
  • Seit Jahresbeginn sind mindestens 59 Palästinenser getötet worden.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Die israelisch-palästinensischen Spannungen bestehen seit Jahrzehnten und erleben derzeit eine neue Eskalationsphase.

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Israelische Sicherheitskräfte haben Razzien in verschiedenen Teilen des besetzten Westjordanlands durchgeführt. Das Gesundheitsministerium der Palästinensischen Autonomiebehörde teilte mit, in der Nähe von Ramallah sei dabei ein 15-jähriger Palästinenser aus Jerusalem durch einen Kopfschuss getötet worden. Rettungskräfte brachten den getöteten Jugendlichen nach erfolglosen Wiederbelebungsversuchen in ein Krankenhaus, wie die Hilfsorganisation Roter Halbmond mitteilte. In der Nähe von Hebron seien zwei weitere Menschen bei einer Razzia durch Schüsse israelischer Sicherheitskräfte verletzt worden, teilte die Hilfsorganisation weiter mit.

Das israelische Militär teilte mit, während eines Einsatzes sei es zu »gewalttätigen Ausschreitungen« gekommen. Soldaten seien mit Steinen beworfen worden. »Die Soldaten reagierten mit Schüssen auf einen Verdächtigen in der Gegend. Ein Treffer wurde festgestellt«, teilte die Armee mit. Die Gouverneurin von Ramallah und Al-Bireh, Laila Ghannam, sprach von einer »Hinrichtung am helllichten Tag«.

Die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa berichtete, der Einsatz nahe Ramallah, dem Verwaltungssitz der Palästinenser im Westjordanland, sei Teil von mehreren Razzien gewesen. Nach Angaben des UN-Nothilfebüros Ocha wurden seit Jahresbeginn im Westjordanland mindestens 59 Palästinenser von israelischen Siedlern und Soldaten getötet.

Armee weist Bericht von Nichtregierungsorganisation zurück

Nach Angaben der israelischen Nichtregierungsorganisation B'Tselem sind seit dem 7. Oktober 2023 im Westjordanland mehr als 200 palästinensische Minderjährige durch israelische Soldaten getötet worden. Das sind so viele wie nie seit 1967. Zwischen dem Terrorangriff der Hamas und Beginn des Gazakriegs 2023 und dem 28. Juni 2026 haben israelische Soldaten demnach insgesamt 1.086 Palästinenser im besetzten Westjordanland getötet, davon 241 Kinder und Jugendliche, heißt es in einem Bericht. Im selben Zeitraum wurden in dem Gebiet nach israelischen Angaben mindestens 46 Israelis, Soldaten und Zivilisten, getötet. 54 palästinensische Kinder und Jugendliche seien seit Jahresbeginn getötet worden, heißt es in dem Bericht.

Damit habe sich die durchschnittliche Zahl der Toten im Vergleich zum Zeitraum 2005 bis 2021 (durchschnittlich 13 durch die israelische Armee getötete palästinensische Minderjährige) mehr als vervierfacht. 29 der getöteten Minderjährigen waren demnach jünger als 16 Jahre, das jüngste Opfer zwei Jahre alt, hieß es. Verantwortlich für die hohe Zahl an Tötungen sei unter anderem eine fehlende Rechenschaftspflicht. Laut B'Tselem hat es im Zusammenhang mit den Tötungen seit Oktober 2023 keine Anklage gegeben, einschließlich der Fälle, in denen die Getöteten Minderjährige waren. »Das System unterstützt nicht nur diejenigen, die den Abzug betätigen – es erteilt ihnen faktisch eine Lizenz zum Töten«, sagte Geschäftsführerin Yuli Novak.

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Preguntas abiertas

  • Wie reagiert die internationale Gemeinschaft auf die Eskalation?
  • Welche langfristigen Auswirkungen hat die Tötung von Minderjährigen auf die Beziehungen?

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This article was originally published by Die Zeit.

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