Última hora
INTwo Assam Rifles Soldiers Killed, Others Injured in Manipur Militant AmbushARمجلس حقوق الإنسان يدين تصاعد العنف في الأبيض ويطالب بوقف فوري لهجوم الدعم السريعDEUkraine-Krieg: Nato-Gipfel, russische Angriffe und internationale ReaktionenCN蘇巧慧考察新北三重交通與公共建設 盼打造「三重2.0」CRYPTO-ENUK's FCA Outlines Blueprint for AI-Driven Retail Financial ServicesDEElon Musk's Billionaire Status: A Contrast to German Wealth CultureDEChinesisches Militär testet Rakete im Pazifik und löst Besorgnis ausRUПартия "Фидес" объявила протест против поправки Мадьяра к конституции ВенгрииARديوكوفيتش وأوساكا يتصدران منافسات ويمبلدون، وأموريم مدرباً لميلان، وفيفا يرفض طعن بلجيكاFRCédric Jubillar avoue le meurtre de son épouse Delphine Aussaguel : les explications de ses avocatsINTwo Assam Rifles Soldiers Killed, Others Injured in Manipur Militant AmbushARمجلس حقوق الإنسان يدين تصاعد العنف في الأبيض ويطالب بوقف فوري لهجوم الدعم السريعDEUkraine-Krieg: Nato-Gipfel, russische Angriffe und internationale ReaktionenCN蘇巧慧考察新北三重交通與公共建設 盼打造「三重2.0」CRYPTO-ENUK's FCA Outlines Blueprint for AI-Driven Retail Financial ServicesDEElon Musk's Billionaire Status: A Contrast to German Wealth CultureDEChinesisches Militär testet Rakete im Pazifik und löst Besorgnis ausRUПартия "Фидес" объявила протест против поправки Мадьяра к конституции ВенгрииARديوكوفيتش وأوساكا يتصدران منافسات ويمبلدون، وأموريم مدرباً لميلان، وفيفا يرفض طعن بلجيكاFRCédric Jubillar avoue le meurtre de son épouse Delphine Aussaguel : les explications de ses avocats
Newsgather
BackKlimawandel bei der WM: Die Hitze als Gegner
Klimawandel bei der WM: Die Hitze als Gegner
En desarrollo
FAZ17.06.2026Deportes5 dk okumaGermany

Klimawandel bei der WM: Die Hitze als Gegner

En resumen

  • Klimaforscher warnen vor extremen Bedingungen bei der kommenden WM in den USA.
  • Die Wahrscheinlichkeit für gesundheitlich belastende Hitze und Schwüle hat sich seit 1994 fast verdoppelt.
  • Miami und Kansas City gelten als besonders riskant.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Klimaforscher warnen vor extremen Wetterbedingungen bei der Fußball-WM 2026 in den USA. Die Wahrscheinlichkeit für gesundheitlich belastende Hitze und Schwüle hat sich seit der WM 1994 fast verdoppelt, was primär auf den Klimawandel zurückgeführt wird.

Tamaño de fuente

Als vor 32 Jahren die WM in Amerika startete, war die deutsche Fußballwelt noch intakt. Deutschland, der Titelverteidiger und Weltmeister, galt als großer Favorit und auf Jahre unschlagbar. Doch schon das Eröffnungsspiel in Chicago erdete die deutschen Überflieger schnell. Deutschland tat sich unerwartet schwer, was an zwei Gegnern lag: Bolivien und der extremen Hitze auf dem Platz. Jürgen Klinsmann, der in der zweiten Halbzeit den Siegtreffer schoss, sagte, er habe bereits nach zwanzig Minuten das Gefühl gehabt, bei brutaler Schwüle und Mittagssonne gegen eine Wand zu rennen. Zur Halbzeit verweigerte er das Trinken, um sich keine Magenprobleme zuzuziehen. Nach dem Spiel mussten die Deutschen an den Tropf.

Die Hitze als Gegner begleitete die Deutschen damals durch das Turnier, Rudi Völler, aktueller Sportdirektor des DFB, verzichtete beim dritten Vorrundenspiel bei der Hitzeschlacht von Dallas sogar freiwillig auf einen Starteinsatz. „Es wird niemals mehr ein Spiel geben, wo es so heiß war wie damals in Dallas“, sagte er kürzlich bei einer Pressekonferenz.

F.A.Z.-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen

F.A.Z. bei Google bevorzugen

Wenn er sich da mal nicht täuscht. Klimaforscher warnen in einer aktuellen Studie vor noch extremeren Bedingungen als vor 32 Jahren. Das Risiko von Spielern und Fans, extremer Hitze und strapaziöser Schwüle ausgesetzt zu sein, habe sich seit der WM 1994 beinahe verdoppelt, schreibt die Forschungsinitiative World Weather Attribution (WWA) in einer Analyse aller WM-Spielorte. Der Grund hierfür sei eindeutig: der Klimawandel. Das Risiko, unter extremen Bedingungen zu spielen, ist überwiegend auf die vom Menschen verursachte Erwärmung zurückzuführen, schreiben die Forscher.

Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

F.A.S. jetzt lesen

Es drohen die heißesten WM-Spiele aller Zeiten.

Die Folge: Ein Viertel der 104 Spiele könnte unter Bedingungen stattfinden, die als gesundheitlich belastend gelten und bei denen zusätzliche Kühlung empfohlen wird, schreibt die WWA. An einzelnen Spielorten könnte es sogar so gefährlich heiß werden, dass Hitzschlag und Dehydration drohen und die maximale Belastungsgrenze bei Leistungssportlern erreicht wird. Es drohen die heißesten WM-Spiele aller Zeiten.

Erich Fischer kennt die schwülen, amerikanischen Sommer, der Klimaforscher der ETH Zürich lebte lange Zeit in den Vereinigten Staaten, einmal besuchte er das Metlife-Stadion in New York, dem jetzigen Finalort. „Es kann wirklich sehr, sehr heiß werden“, sagt er. Das Problem ist aber nicht die Hitze an sich, sondern die Kombination mit hoher Luftfeuchte. Europäer kennen das Phänomen kaum: Hitzewellen sind hier meistens trocken, extreme Schwüle kommt sehr selten vor. Die Schwüle, über die man in Europa stöhnt, können Amerikaner und Asiaten nur müde belächeln. „Für Sport ist Feuchte extrem entscheidend“, sagt Erich Fischer. Denn feuchte Hitze belastet den Organismus stärker als trockene Hitze. Der Schweiß auf der Haut kann nicht mehr richtig verdunsten, die Körpertemperatur steigt unreguliert. Deshalb empfiehlt die Spielergewerkschaft Fifpro, dass bei solchen Bedingungen die Partie verschoben wird.

Am riskantesten für die Gesundheit ist der Austragungsort Miami. Hier gehen die Forscher der WWA fast sicher davon aus, dass die Spieler unter gesundheitsbelastender Hitze leiden werden. Die Stadt in den Subtropen ist bekannt für ihr Saunaklima, fast täglich bilden sich im Sommer in der dampfigen Luft Gewitter. Meteorologen sprechen von einem Monsunklima. Sieben Spiele werden hier im Süden Floridas ausgetragen, darunter eine Viertelfinal-Partie.

Ähnlich gefährlich können die Wetterbedingungen in Kansas City werden, die Stadt im Mittleren Westen ist im Sommer drückend heiß. Und auch an der Ostküste in New York herrscht im Sommer häufig große Schwüle, im Metlife-Stadion finden gleich acht Partien statt, darunter das dritte Vorrundenspiel Deutschland gegen Ecuador. Heikel ist der Spielort aber vor allem auch deshalb, weil hier, zehn Kilometer westlich von Manhattan, das Finale ausgetragen wird. Um 15 Uhr Ortszeit werden zwei Teams in der Juli-Mittagssonne um den Titel spielen, wenn nicht gerade ein Tief mit Wolken durchzieht. 15 Uhr Eastern Time, das entspricht 21 Uhr MESZ, beste Sendezeit, zumindest für Zuschauer in Europa. Wegen dem für die FIFA wichtigen europäischen Markt sollten eigentlich auch die Partien in Miami und Kansas City früher angepfiffen werden, doch der Veranstalter hat die Partien in den stark gefährdeten Spielorten mittlerweile auf den späten Nachmittag (Ortszeit) verlegt.

Schwüle gefährlicher als trockene Hitze

Gemessen wird die feuchte Hitze als Feuchtkugeltemperatur (englisch: Wet-bulb Temperature). Die Feuchtkugeltemperatur ist komplizierter zu messen als die Lufttemperatur, dafür aber bildet sie die Schwüle physikalisch gut nachvollziehbar ab. 35 Grad Celsius Feuchtkugeltemperatur beträgt dabei die maximale physiologische Belastungsgrenze eines Menschen, bislang kamen solche Bedingungen weltweit nur zweimal kurzzeitig am Persischen Golf vor, wie eine Datenanalyse zeigt. Bei dieser Temperatur ist der Mensch physikalisch nicht mehr in der Lage, Wärme an die Umgebung abzugeben. Gefährlich wird es aber schon ab 30 Grad Feuchtkugeltemperatur. Trockene Hitze hingegen hat kein physiologisches Limit – man muss nur genügend trinken, um über den verdunstenden Schweiß genügend Kühlung zu erreichen.

Wie sich die Lufttemperatur für unseren Körper anfühlt, ist stark davon abhängig, ob wir der prallen Sonne ausgesetzt sind, ob Wind weht – oder ob es eben sehr schwül ist. Zudem entscheidet über die gefühlte Temperatur, wie lange die Bedingungen anhalten – und was wir in dieser Zeit tun. Hochleistungssport ist bei extremer Schwüle jedenfalls keine gute Idee, auch Spitzenfußballer können physiologische Grenzen nicht verschieben.

Besonders kritisch ist die Hitzebelastung in Houston, dem ersten Spielort der Deutschen. Doch eine Hitzeschlacht droht hier glücklicherweise nicht, weil das Stadion in der südtexanischen Metropole klimatisiert ist. Dasselbe gilt mittlerweile für Dallas und Atlanta: Beide Stadien haben ein verschließbares Dach und eine Klimaanlage. Die künstliche Kühle schützt Spieler und Fans drinnen, aber nicht draußen vor dem Stadion. Im Land der unbegrenzten Parkplätze kann der Gang zum Stadion länger dauern, zudem müssen die Fans mit Wartezeiten beim Einlass rechnen. Eine halbe Stunde in der prallen Mittagssonne ohne Wasserspender kann unangenehm werden. Für die Fans sind die Spiele also nicht nur teuer, sondern womöglich auch ungesund.

In den nächsten Wochen dürfte es sicher zu der einen oder anderen Hitzewelle in den USA kommen. Schon bei der Klub-WM im vergangenen Jahr, die nur vier Wochen dauerte, war es in 31 von 57 Partien so schwül, dass die Mannschaften eigentlich nicht hätten spielen dürfen. Ob die deutschen Spieler in diesem Jahr darauf vorbereitet sind? Mannschaften, die mit der Schwüle besser zurechtkommen, dürften im Vorteil sein. In Zukunft könnten Sportveranstaltungen im Sommer immer ungesünder werden, für die Spieler und die Fans. Aber zur Wahrheit gehört auch: Bei der WM 1994 scheiterten die Deutschen nicht an der Hitze, sondern vor allem an sich selbst.

Qué observar

Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos

  • Ein Viertel der WM-Spiele könnte unter gesundheitlich belastenden Bedingungen stattfinden.

    Probable · En semanas

  • An einzelnen Spielorten könnten Hitzschlag und Dehydration drohen.

    Probable · En semanas

Preguntas abiertas

  • Wie wird die FIFA auf die Hitzewarnungen reagieren?
  • Werden Spiele verschoben oder abgesagt?
  • Wie werden sich die Bedingungen auf die Leistung der Spieler auswirken?

Temas relacionados

This article was originally published by FAZ.

Noticias relacionadas

Más sobre este temaWM