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Kuba verabschiedet umfangreichste Wirtschaftsreform seit Jahrzehnten
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Handelsblatt19.06.2026Política3 dk okumaGermany

Kuba verabschiedet umfangreichste Wirtschaftsreform seit Jahrzehnten

En resumen

  • Angesichts starker Spannungen mit den USA hat Kuba eine weitreichende Wirtschaftsreform beschlossen, die eine stärkere Öffnung und den Abbau von Regulierungen vorsieht.
  • Präsident Díaz-Canel betonte die historische Verantwortung, das Land zu retten, und forderte die USA auf, Kuba freien Handel zu ermöglichen.

Resumen generado por IA

Por qué importa

Angesichts schwerer politischer Spannungen mit den USA hat Kuba die umfangreichste Wirtschaftsreform seit Jahrzehnten verabschiedet, um die staatlich gelenkte Wirtschaft stärker zu öffnen und Regulierungen abzubauen.

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Düsseldorf. Vor dem Hintergrund schwerer politischer Spannungen mit den USA hat Kubas Nationalversammlung die umfangreichste Wirtschaftsreform in dem sozialistischen Karibikstaat seit Jahrzehnten verabschiedet. Der 176 Punkte umfassende Plan sieht eine stärkere Öffnung der bislang staatlich gelenkten Wirtschaft vor. Regulierungen sollen abgebaut und marktwirtschaftliche Mechanismen eingeführt werden.

„Kuba, unser geliebtes Kuba, durchlebt derzeit die schwierigsten Stunden dieses Jahrhunderts, und wir tragen die historische Verantwortung, es zu retten“, sagte Präsident Miguel Díaz-Canel nach der Abstimmung. Unklar blieb zunächst, ob die Maßnahmen den Forderungen der Regierung von US-Präsident Donald Trump nach wirtschaftlicher Öffnung in Kuba entsprechen.

Die von Ex-Präsident Raúl Castro und der Kommunistischen Partei unterstützten Reformpläne waren zuvor von Ministerpräsident Manuel Marrero Cruz in einer Sondersitzung des Parlaments vorgestellt worden. Sie „bedeuten keinen Verzicht auf den Aufbau des Sozialismus, sondern sind eine Voraussetzung für dessen Erhalt“, sagte Marrero Cruz.

Die kubanische Botschaft in Washington sprach vom „umfangreichsten Reformpaket seit den 1990er Jahren“. Damals hatte Kuba mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion seinen wichtigsten Verbündeten verloren, wodurch die Insel in eine tiefe Wirtschaftskrise stürzte.

Die Bevölkerung der kommunistisch regierten Insel leidet seit Jahren unter einer schweren Wirtschafts- und Energiekrise, die sich aufgrund von Sanktionen der US-Regierung zuletzt deutlich verschärft hat. Mit einem Ölembargo und weiteren Druckmaßnahmen versucht Trump, eine wirtschaftliche und politische Öffnung des Karibikstaats in seinem Sinne zu erzwingen.

Kuba sei weiterhin zu Gesprächen mit den USA bereit, sagte Díaz-Canel. Der Wirtschaftsplan sei jedoch eine nationale Entscheidung und hänge nicht mit Verhandlungen zusammen. „An die Regierung der Vereinigten Staaten richten wir folgende Botschaft, ohne Hass, aber auch ohne Angst: Wenn ihr dem kubanischen Volk wirklich helfen wollt, dann lasst uns leben!“ Er appellierte an die US-Regierung, Kuba freien Handel zu ermöglichen und den Import von Medikamenten und Treibstoff nicht zu blockieren.

Die von der kubanischen Regierung angestrebten Vorhaben sollen die Insel für ausländische und einheimische Privatinvestoren öffnen. Investitionen sollen unter anderem im Immobiliensektor, im Bankwesen, bei Tankstellen und in der Gastronomie erleichtert werden – auch internationale Fast-Food-Ketten sollen davon profitieren.

Auch im Tourismussektor, der von den US-Sanktionen schwer getroffen wurde, will die kommunistische Regierung neue Geschäftsmöglichkeiten schaffen. Demnach sollen zusätzliche Investitionen in Regionen zugelassen werden, in denen bislang starke Einschränkungen galten, etwa in der Altstadt von Havanna und auf der Inselkette Los Cayos.

Privatinvestoren sollen Wohnungen kaufen und verkaufen dürfen, Kubaner wie Ausländer Aktien staatlicher Unternehmen kaufen können. Um welche Staatsbetriebe es dabei geht, wurde zunächst nicht bekanntgegeben.

Preguntas abiertas

  • Entsprechen die Maßnahmen den US-Forderungen?
  • Welche Staatsbetriebe werden für Aktienkäufe freigegeben?
  • Wie werden ausländische Investoren reagieren?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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