Kuriose Pannen bei der Leichtathletik-EM: Goldmedaillen mit Fehlern
Norwegen und Griechenland erleben ungewöhnliche Momente bei der Medaillenvergabe
En resumen
- Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham gab es zwei ungewöhnliche Fälle bei der Goldmedaillenvergabe.
- Norwegens 4x400-Meter-Staffel erhielt Medaillen mit der Zeit der Zweitplatzierten, während der griechische Weitsprungstar Miltiadis Tentoglou seine Medaille vergoss.
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Por qué importa
Die Leichtathletik-EM in Birmingham brachte unerwartete Momente bei der Medaillenvergabe.
Bei der Leichtathletik-EM in Birmingham ist es bei der Vergabe mehrerer Goldmedaillen zu kuriosen Pannen gekommen. So hat Norwegens siegreiche 4x400-Meter-Staffel ihren Medaillensatz etwa aufgrund einer fehlerhaften Gravur zurückgegeben. Das norwegische Quartett um Hürden-Superstar Karsten Warholm hatte sich am Montag in 3:09,62 Minuten vor Gastgeber Großbritannien und den Niederlanden durchgesetzt – stellte dann aber fest, dass auf dem Edelmetall die Zeit der Zweitplatzierten eingraviert war.
»Wir haben uns geweigert, sie anzunehmen«, sagte Warholm dem norwegischen Fernsehsender NRK und fuhr angefasst fort: »Für diesen großen Erfolg haben wir sehr hart gearbeitet, insbesondere für die erreichte Zeit, die sowohl ein norwegischer Rekord als auch ein Europameisterschaftsrekord ist. Diese Situation ist daher absurd, das ist inakzeptabel.« Unterstützung erfuhr der 30-Jährige von seiner Staffelkollegin Henriette Jaeger: »Wenn man Gold gewinnt, wäre es schon cool, dass auch die richtige Zeit darauf steht.« Die norwegische Freude schmälerte das Malheur allerdings nur kurz: Die Organisatoren reagierten umgehend und entschuldigten sich laut NRK bei den Athleten. Tags darauf nahm der Chef der norwegischen Delegation, Erlend Slokvik, die passenden Goldmedaillen entgegen.
»3:09,62, Meisterschaftsrekord. Jetzt können wir stolz sein«, schloss er am Dienstag bei der Übergabe.
Tentoglou fällt vergessene Medaille im Interview auf
Am zweiten Gold-Fauxpas des Wochenstarts war dann Griechenlands Weitsprungstar Miltiadis Tentoglou selbst schuld. Der zweimalige Olympiasieger bemerkte nach seinem EM-Titel während eines Interviews beim griechischen Sender ERT 2 Sport, dass er seine Goldmedaille vergessen hatte. Auf die Frage, ob er keine Medaille bekommen habe, antwortete Tentoglou: »Oh, ich habe Mist gebaut. Sie haben uns die Medaillen gegeben und ich habe sie dort gelassen.« Tentoglou nahm das Wort »Malakia« in den Mund, was übersetzt »Wichserei« heißt, aber im Griechischen als vulgärer Ausdruck üblich ist. Tentoglou, der in Birmingham seinen vierten EM-Titel in Folge feierte, brach das Interview anschließend ab und begab sich auf die Suche nach der Plakette. Der Grieche fand seine Goldmedaille dann aber schnell wieder.
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