Nordische Kombination von Olympia 2030 gestrichen
En resumen
- Die Nordische Kombination wird nach über 100 Jahren von den Olympischen Winterspielen gestrichen.
- Das IOC begründet dies mit geringer Beliebtheit und Konzentration auf wenige Länder.
- Freeride und Synchroneiskunstlauf neu im Programm.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Die Nordische Kombination war seit 1924 ununterbrochen Teil der Olympischen Winterspiele und verband Skispringen und Langlauf. Sie war die letzte Disziplin ohne Startrecht für Frauen.
Die Nordische Kombination ist nach mehr als 100 Jahren aus dem Programm der Olympischen Winterspiele gestrichen worden.
Die Spitze des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nahm die Sportart aus dem Wettkampfplan für die Spiele 2030 in den französischen Alpen.
Die Sportart war seit der Premiere 1924 durchgehend bei Olympischen Spielen vertreten. Sie verbindet Skispringen und Langlauf. Für den Beschluss des IOC gab es nur zwei Möglichkeiten: die erstmalige Aufnahme der Frauen oder die vollständige Streichung. Frauen hatten in den 102 Jahren, in denen die Nordische Kombination bei den Winterspielen vertreten war, nie ein olympisches Startrecht. Bis zu diesem Jahr war die Kombination die letzte Sportart der Winterspiele ohne Startrecht für Frauen.
Bei den Spielen in Frankreich soll erstmals bei Winterspielen vollständige Geschlechterparität erreicht werden. Das IOC plant mit 3.046 Athletinnen und Athleten, davon 1.525 Frauen und 1.521 Männer.
Freeride und Synchroneiskunstlauf neu im Programm
»Hinsichtlich der meisten Beliebtheitsindikatoren belegte die Nordische Kombination bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014, Pyeongchang 2018, Peking 2022 und Mailand-Cortina 2026 den letzten Platz unter allen Disziplinen«, teilte das Komitee zur Begründung mit. Bei den jüngsten Olympischen Winterspielen habe sie bei elf der 14 untersuchten Beliebtheitsindikatoren auf dem letzten Platz rangiert. Zudem konzentriere sich die Sportart auf zu wenige Länder. Bei den vergangenen vier Winterspielen gewannen nur fünf verschiedene Nationen Medaillen.
Im Programm bleibt dagegen der Parallel-Riesenslalom der Snowboarderinnen und Snowboarder, der ebenfalls überprüft worden war. Diese Disziplin habe seit Peking 2022 laut IOC »deutliche Verbesserungen bei verschiedenen Popularitätswerten erzielt«. Neu ins Programm kommen 2030 erstmals Freeride (Ski und Snowboard) sowie Synchroneiskunstlauf.
DOSB zeigt sich enttäuscht
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bedauert die Entscheidung. »Ich teile die Enttäuschung der Athletinnen und Athleten, die über Jahre mit großer Disziplin, Leidenschaft und Entbehrung auf die Verwirklichung ihres olympischen Traums hingearbeitet haben und nun zunächst mit dieser Entscheidung leben müssen«, sagte DOSB-Präsident Thomas Weikert. »Zugleich müssen wir anerkennen, dass das IOC das olympische Programm im Sinne zukunftsfester Spiele an veränderte Rahmenbedingungen anpassen muss.«
Preguntas abiertas
- Welche weiteren Sportarten könnten zukünftig gestrichen werden?
- Wie wird sich die Streichung auf die Popularität der Nordischen Kombination auswirken?

