Norwegischer Fußballverband fordert Rücktritt von Fifa-Chef Infantino
Nach geplatztem Investorendeal zieht der norwegische Verband um Präsidentin Lise Klaveness Konsequenzen. Das Vertrauen in Fifa-Präsident Gianni Infantino sei endgültig zerstört.
En resumen
- Der norwegische Fußballverband fordert den Rücktritt von Fifa-Chef Gianni Infantino nach einem gescheiterten Investorendeal.
- Präsidentin Lise Klaveness erklärt den Vertrauensverlust.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Gianni Infantino steht nach einem geplatzten Investorendeal und anhaltender Kritik massiv unter Druck.
Der norwegische Fußballverband um Präsidentin Lise Klaveness legt Fifa-Boss Gianni Infantino nahe, sein Amt niederzulegen. Dies sei das Resultat einer gemeinsamen Sitzung am Donnerstag, sagte Klaveness dem britischen »Guardian« . »Wir haben beschlossen, dass wir Infantino nicht mehr vertrauen.« Der Schweizer steht nach dem geplatzten Investorendeal so sehr in der Kritik wie noch nie in seinen gut zehn Jahren als Präsident.
»Wir waren ständig besorgt, und jedes Jahr, in jeder Phase des Jahres, gab es einen weiteren besorgniserregenden Schritt. Das Vertrauen ist nun endgültig weg, für Infantino gibt es kein Zurück mehr«, sagte Klaveness.
Infantino hatte versucht, Anteile an Turnieren des Weltverbands an private Investoren zu verkaufen. Nach wenigen Tagen musste der Fifa-Boss die Pläne unter großem Druck, vorwiegend von der Europäischen Fußball-Union Uefa, zurückrufen.
Blatter sieht Klaveness als Nachfolgerin
Die 45-jährige Klaveness führt seit 2022 den norwegischen Verband (NFF) und ist eine kritische Stimme im Weltfußball. Kurz nach ihrem Antritt hielt sie auf dem Fifa-Kongress in Doha etwa eine Rede, in der sie den Weltverband für die WM-Vergabe an Katar kritisierte.
Zuletzt hatte sich der frühere Fifa-Präsident Joseph Blatter für Klaveness als Infantinos Nachfolgerin ausgesprochen. »Lise Klaveness verdient größten Respekt. Sie war die Einzige, die stets klar Stellung bezogen und sich nicht dem Mainstream angeschlossen hat. Und bei der Fifa is die Zeit reif dafür, dass eine Frau die Führung übernimmt«, schrieb der 90-jährige Blatter im Kurznachrichtendienst X.
»So weit sind wir noch nicht«, hatte Klaveness darauf gesagt: »Für uns geht es jetzt um die Themen, die ich gerade angesprochen habe, und nicht um bestimmte Personen.« Sie fände es auch »seltsam, wenn ich anfangen würde, Fragen über mich selbst zu beantworten, und das gilt für alle«.
Unter anderem Uefa-Präsident Aleksander Čeferin und CONCACAF-Boss Victor Montagliani werden als weitere Nachfolgekandidaten gehandelt.
Infantino ist seit 2016 Fifa-Chef und bislang der einzige Kandidat bei der Wahl eines neuen Präsidenten im März. Um wiedergewählt zu werden, muss er eine Mehrheit der 211 Stimmen der Mitgliedsverbände auf sich vereinen.
Aktuell steht Europa geschlossen gegen Infantino und droht, Fifa-Wettbewerbe zu boykottieren. Auch nach den gescheiterten Investorenplänen seien die Bedingungen für eine Rückkehr der Europäer zu Fifa-Wettbewerben nicht erfüllt, teilte die Uefa mit. Betroffen wäre unter anderem die U20-WM der Frauen in Polen, diese beginnt am 5. September.
Infantino kann aber weiter auf Rückhalt etwa aus Afrika zählen. Auch die Fifa-Spitze hatte sich hinter Infantino gestellt.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Wahl eines neuen Fifa-Präsidenten im März
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Preguntas abiertas
- Wie reagieren andere afrikanische Verbände auf den Vorstoß?
- Wird es Gegenkandidaten bei der Wahl im März geben?




