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OpenAI und Anthropic treten in den Markt für juristische KI ein
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OpenAI und Anthropic treten in den Markt für juristische KI ein

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#KünstlicheIntelligenz#Rechtsanwälte#LegalTech#OpenAI#Anthropic#Vertragsmanagement#Chatbots#GenerativeKI
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Yayıncı
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Wenn Fachleute gefragt werden, welche Berufsgruppe von Künstlicher Intelligenz gleichermaßen profitieren wie enorm unter Druck gesetzt werden könnte, lautet ihre Antwort häufig: Rechtsanwälte.

Dass die Branche offen für generative KI und Chatbots ist, ist bekannt. Neu ist, wie die Entwickler der größten KI-Sprachmodelle Rechtsabteilungen und Wirtschaftskanzleien als Geschäftsfeld entdecken und damit in den Wettbewerb mit einem gewachsenen, hochspezialisierten Markt an Legal-Tech-Dienstleistern treten.

Anfang dieser Woche hat Open AI bekannt gegeben, dass Jason Boehmig zum Unternehmen stößt. Der Mitgründer und frühere Chef von Ironclad – einem auf Vertragsmanagement spezialisierten Legal-Tech-Unternehmen mit Hunderten Mitarbeitern – soll ein eigenständiges Produktgeschäft für Juristen aufbauen. Kein Partnerschaftsprojekt, keine bloße ChatGPT-Anpassung: Boehmig, einst selbst Anwalt einer US-Großkanzlei, spricht die Sprache der Juristen, kennt ihre Arbeitsabläufe und versteht ihre hohen Erwartungen an Sicherheitsanforderungen.

Open AI ist in Rückstand geraten und agiert als Verfolger

Mit diesem Personalcoup will Open AI den Rückstand zum schärfsten Konkurrenten Anthropic aufholen. Der hat im Mai mit „Claude for Legal“ zwölf juristische Zusatzprogramme und Konnektoren zu Dienstleistern wie Thomson Reuters und Ironclad vorgelegt – ein Schachzug, der zeigt, wie unersetzlich generative KI für Anwälte weltweit geworden ist. Doch das Claude-Angebot bleibt, wie Winston Weinberg, Chef von Harvey, kritisiert, noch den Beweis schuldig, dass es mehr ist als ein potentes Sprachmodell, gepaart mit KI-Anwendungen für Juristen.

Mit Boehmig hat Open AI nun einen entscheidenden Vorteil: Bei Ironclad hat er nicht einfach Verträge digitalisiert, sondern den gesamten Lebenszyklus eines Vertrags in Einzelschritte aufgegliedert. Dieses Prozesswissen soll in eine eigene Infrastruktur mit Integrationen und Datenräumen einfließen.

Der Legal-KI-Branche könnte eine Konsolidierung bevorstehen. Bisher konnten sich Anbieter wie Harvey, Cocounsel oder Legora darauf verlassen, dass die Entwickler der großen Sprachmodelle nur Infrastruktur liefern, aber keine direkten Konkurrenten werden. Mit Boehmigs Eintritt dürfte sich die Einschätzung als Trugschluss erweisen.

This article was originally published by FAZ.

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