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Ötzi-Mumie: Forscher finden Hinweise auf Leben in 5.000 Jahre altem Gewebe
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Die Zeit·1 g önce·🇩🇪Germany·Ciencia

Ötzi-Mumie: Forscher finden Hinweise auf Leben in 5.000 Jahre altem Gewebe

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Die Zeit
Yayıncı
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Im Gewebe von Ötzi hat ein Forschungsteam Hinweise auf Leben gefunden, obwohl die Gletschermumie mehr als 5.000 Jahre lang in eisiger Kälte lag.

Hefestämme mit moderner DNA seien gefunden worden. Sie müssen sich in jüngerer Zeit vermehrt haben, teilten die Forschenden um Mohamed Sarhan vom Bozener Institut für Mumienforschung im Fachjournal Microbiome mit.

Unklar ist, ob die Mikroorganismen sich über die Jahre weitervermehrten oder eine Vermehrung durch das Auftauen bei der Untersuchung aktiviert wurde. Das Team hatte das Mikrobiom der Mumie, also die Gesamtheit der sie besiedelnden Mikroorganismen, untersucht. Die Forschenden verglichen dafür die Mikroorganismen aus Proben der Mumie mit Proben von Mikroorganismen im Gletschereis und im Boden der Fundstelle. Unter anderem in Proben der Haut und des Mageninhalts fanden sie speziell an Kälte angepasste Hefen. Sie stammen vermutlich aus der damaligen Gletscherumgebung.

Im Rahmen ihrer Erforschung war die Mumie zwischenzeitlich stundenweise aufgetaut worden, um Proben zu entnehmen. Eine Vermehrung der Hefe könne die Unversehrtheit der Mumie gefährden.

Konservierung begünstigt möglicherweise bestimmte Mikroorganismen

Laut der Direktorin des Südtiroler Archäologiemuseums, Elisabeth Vallazza, stellt ein engmaschiges mikrobiologisches Monitoring sicher, dass Ötzi keinen Schaden nehme. Für die Konservierung ist unter anderem die Regulierung der Feuchtigkeit eine Herausforderung.

Auch die Konservierung könnte bei der Vermehrung der Hefen eine Rolle spielen. So könnten bestimmte Hefestämme durch den Einsatz von Phenol zur Befreiung der Mumie von Pilzbefall nach deren Bergung begünstigt worden sein. Drei der vier entdeckten Hefen hätten die genetischen Voraussetzungen dafür, den Wirkstoff Phenol abzubauen. Sie könnte den Hefen als Nahrung gedient haben.

This article was originally published by Die Zeit.

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