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Pharma-Investitionen: Boehringer Ingelheim und Eli Lilly kürzen in Deutschland
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Handelsblatt·2 sa önce·🇩🇪Germany·Business

Pharma-Investitionen: Boehringer Ingelheim und Eli Lilly kürzen in Deutschland

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Yayıncı
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Zwei Pharmariesen machen Deutschland derzeit einen Strich durch die Rechnung. Boehringer Ingelheim streicht Investitionen von über 900 Millionen Euro, Eli Lilly verkleinert sein geplantes 2,3‑Milliarden‑Werk in Rheinland-Pfalz – auf etwa die Hälfte.

Es ist die Quittung für das angekündigte Spargesetz von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU), das Vertrauen bricht, Widersprüche produziert – und die Mobilität von Investitionen unterschätzt. Parallel locken China, Südkorea und die USA Innovationen aktiv an. Der Euro lässt sich nur einmal ausgeben – er fließt nach Deutschland oder eben woandershin.

Natürlich gehört es zum Spiel, dass die Industrie bei jedem Sparpaket reflexartig mit Investitionsrückzug droht – wer das Amnog‑Verfahren von 2010 erlebt hat, kennt das. Die Abkürzung Amnog steht für Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz. Damals führte die Politik erstmals Zwangsrabatte und Preisverhandlungen für neue Medikamente ein.

Dieses Mal aber ist die Lage eine andere. Der Druck kommt zusätzlich aus Washington. Die USA sind der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt der Branche. Wenn dort die Preise sinken – wie es die Trump‑Regierung gerade vorantreibt –, wird global neu kalkuliert: Wo lohnt es sich noch zu investieren? Deutschland verliert in dieser Kalkulation gerade rasend an Boden.

This article was originally published by Handelsblatt.

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