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Saudi-Arabiens nukleare Ambitionen und die US-Unterstützung
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Tagesschau Auslandhace 10 horasPolítica3 min de lecturaGermany

Saudi-Arabiens nukleare Ambitionen und die US-Unterstützung

En resumen

  • Saudi-Arabien strebt ein Atomprogramm mit Urananreicherung an, um seine "Vision 2030" zu fördern und regionale Rivalen zu kontern.
  • Trotz früherer US-Zurückhaltung und Differenzen mit Israel scheint die nukleare Zusammenarbeit mit den USA nun möglich.

Resumen generado por IA

Por qué importa

US-Präsident Donald Trump wurde im vergangenen Jahr in Riad mit Pomp empfangen, wobei Saudi-Arabiens Wünsche nach einer robusten Sicherheitsgarantie und Unterstützung für ein Atomprogramm unerfüllt blieben.

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Als US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr in die saudische Hauptstadt Riad reiste, wurde er mit viel Pomp empfangen. Die Saudis versprachen milliardenschwere Investitionen - Kronprinz Mohammed bin Salman und Trump überboten sich gegenseitig mit schmeichelnden Worten. Trump schwärmte von der besonderen Partnerschaft beider Länder und von der Freude, den Kronprinzen immer wieder zu sehen.

Der Besuch wurde medial als großer Erfolg gefeiert. Was damals aber etwas unterging: Zwei der wichtigsten Wünsche Saudi-Arabiens blieben unerfüllt. Der nach einer robusten Sicherheitsgarantie durch die USA und der nach Unterstützung beim Aufbau eines Atomprogramms.

Das sei strategisch für Saudi-Arabien besonders wichtig, sagte damals der saudische Politikwissenschaftler Aziz al-Ghashian: "Sollte es hier vorangehen, würde dies der saudischen Industrie einen entscheidenden Schub verleihen - genau den Schub, den sie benötigt, um die für 2030 gesteckten Ziele zu erreichen."

Saudis wollen auf Urananreicherung nicht verzichten

"Vision 2030" heißt das Reformprogramm, mit dem de-facto Herrscher bin Salman die saudische Wirtschaft umkrempelt. Dabei setzt er zunehmend auf energieintensive Branchen. So sollen riesige Rechenzentren für Künstliche Intelligenz entstehen - Atomkraftwerke könnten den dafür benötigten Strom produzieren.

Das Streben Saudi-Arabiens nach nuklearer Energie ist nicht neu und hat auch politische Seiten. Dabei gehe es nicht zuletzt ums Prestige, sagt Atom-Expertin Nour Eid vom Thinktank "Energy for Growth".

Die Nachbarn aus den Vereinigten Arabischen Emiraten rühmten sich damit, das erste arabische Land in der Region mit Atomreaktoren zu sein. Das Kraftwerk Barakah wurde vor sechs Jahren in Betrieb genommen und ziert sogar einen emiratischen Geldschein. Auch in Ägypten ist ein Atomkraftwerk in Bau - mit Unterstützung aus Russland.

Sowohl die Emirate als auch Ägypten verzichten jedoch darauf, selbst Uran anzureichern. Das sei bei den Saudis anders, sagt Nour Eid: "Da die Urananreicherung ein im Rahmen des Atomwaffensperrvertrags verankertes Recht darstellt, wollten sie darauf nicht verzichten. Dass sie das jetzt offenbar in den Verhandlungen mit den USA durchgesetzt haben, ist für die Saudis ein Grund, stolz zu sein."

Sorge vor iranischer Atomwaffe

Noch stärker im Fokus steht die Rivalität der Saudis mit zwei anderen regionalen Mächten - Israel und Iran. Israel nutzt Nuklearenergie zur Forschung und ist im Besitz von Atomwaffen, auch wenn sich das Land nie offiziell dazu bekannt hat. Iran wiederum verfolgt bereits seit Schah-Zeiten ein Atomprogramm - zunächst noch unterstützt von westlichen Staaten wie den USA, Frankreich und der Bundesrepublik Deutschland.

Nach der Islamischen Revolution im Jahr 1979 errichtete Iran dann Anlagen zur Urananreicherung. Diese diene ausschließlich zivilen Zwecken, betont das Regime in Teheran seither immer wieder. Israel und westliche Staaten werfen Iran jedoch vor, nach Atombomben zu streben. Das zu verhindern ist eines der Ziele im aktuellen Krieg.

Atombomben in Iran sind eine Sorge, die offenbar auch in Saudi-Arabien ernst genommen wurde. So sagte Kronprinz bin Salman vor acht Jahren: "Was, wenn Iran in einigen Jahren nur noch Tage von der Herstellung einer Atombombe entfernt ist? Teheran wird sich nicht an Verträge halten, sondern die Bombe bauen. Das zwingt uns dann, Iran mit nuklearen Mitteln entgegenzutreten."

Zusammenarbeit trotz Differenzen

Das Risiko, dass im Nahen Osten ein nukleares Wettrüsten stattfinden könnte, war ein Grund für die Zurückhaltung der USA bei der Unterstützung Riads. Ein anderer war, dass auch Trump Saudi-Arabien im vergangenen Jahr mit einem unerfüllten Wunsch verlassen hat - nämlich, dass Saudi-Arabien im Rahmen der sogenannten Abraham-Abkommen Beziehungen zu Israel aufnimmt. Das hat die saudische Regierung zuletzt vehement abgelehnt. Sie wirft Israel vor, im Gazastreifen einen Völkermord an den Palästinensern zu verüben.

Die Differenzen bleiben zwar, der nuklearen Zusammenarbeit scheinen sie jetzt aber nicht mehr im Wege zu stehen.

Preguntas abiertas

  • Wie genau wird die nukleare Zusammenarbeit zwischen den USA und Saudi-Arabien aussehen?
  • Welche konkreten Sicherheitsgarantien erhalten die Saudis von den USA?
  • Wie werden Iran und Israel auf Saudi-Arabiens Urananreicherung reagieren?

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This article was originally published by Tagesschau Ausland.

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