Sony 1000X The Collexion: Neuer Edel-Kopfhörer für 629 Euro
En resumen
- Sony bringt mit dem 1000X The Collexion einen neuen Premium-Kopfhörer für 629 Euro auf den Markt.
- Er bietet ein schickes Design, hohen Tragekomfort und eine gute Geräuschunterdrückung, aber die Akkulaufzeit ist nur durchschnittlich und die Upmix-Funktion wird kritisiert.
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Por qué importa
Sony hat mit dem 1000X The Collexion einen neuen Edel-Kopfhörer vorgestellt, der preislich und qualitativ über dem bisherigen Top-Modell WH-1000XM6 angesiedelt ist. Das Design ist angelehnt, aber exklusiver gestaltet.
Der 1000X The Collexion ist so etwas wie Sonys neuer Edelkopfhörer. 629 Euro ruft das Unternehmen als Listenpreis auf, 259 Euro mehr als für seinen WH-1000XM6, sein bisheriges Vorzeigeprodukt. Dabei ist das Design des neuen Modells sogar an den WH-1000XM6 angelehnt, wobei vieles bewusst einen Tick schicker und exklusiver ausfällt.
So sind die Ohrmuscheln mit einem Kunstleder bezogen, für dessen Entwicklung Sony nach eigenen Angaben zwei Jahre gebraucht hat. Wie auch immer man das interpretieren möchte, mit seiner feinen Struktur sieht das Kunstleder sehr nach echtem Leder aus. Mehr jedenfalls als das noch als »veganes Leder« bezeichnete Material, mit dem die Bügel der XM5 und XM6 bezogen sind.
Trotzdem sitzt der neue Sony sehr bequem am Kopf, was er auch den großzügig dimensionierten Ohrmuscheln verdankt, die sich weit um die Ohren ziehen.
Ein Detail, das ich liebe: Auf den Innenseiten der Ohrmuscheln sind Markierungen für links und rechts aufgedruckt. Das hilft, den Kopfhörer sofort richtig aufzusetzen.
Da fehlt doch was
Bedauerlich ist, dass Sony zwar ein Miniklinken-Kabel mitliefert, über das man per Kabel Musik hören kann, diese Möglichkeit per USB-C aber nicht besteht. Bei vielen anderen Kopfhörern ist so eine Option Standard. Sie ermöglicht etwa nahezu latenzfreie Kabelverbindungen zu Computern und zu Smartphones, die keine Klinkenbuchse haben, wie modernere iPhones oder Geräte aus Samsungs S26-Serie.
Ein tolles Detail: Der Verschluss schließt magnetisch, das spart das sonst unvermeidliche Gefummel mit einem Reißverschluss.
Viel raus, wenig rein
Die Klangqualität beim Telefonieren und in Videokonferenzen ist gut. Der Sound der Mikrofone ist ausgewogen und passt mit einem dezenten Höhenanteil gut zum Klangcharakter des Kopfhörers.
Die Transparenzfunktion, also die Möglichkeit, Außengeräusche und die eigene Stimme zu hören, ist nicht ganz auf dem Niveau der AirPods Max 2, aber dennoch recht gut. Das Klappern meiner Computertastatur wird beim Schreiben, wie bei vielen ANC-Kopfhörern, verstärkt. Meine Stimme höre ich gut, aber wie durch die Ohrmuscheln passiver Kopfhörer.
Weil Sony bei Modellen wie dem WH-1000XM6 eine hervorragende Geräuschunterdrückung (Active Noise Cancellation, kurz ANC) liefert, erwartet man vom teureren 1000X The Collexion ein mindestens gleichwertiges Erlebnis. Umso mehr als dafür in beiden Modellen dieselben Mikrofone und Chips verwendet werden.
Bei einem Praxistest auf einem Mittelstreckenflug wurden die Erwartungen dann auch erfüllt. Insbesondere die Triebwerksgeräusche hat der neue Sony gut ausgeblendet und auch das Geplapper der Sitznachbarn hatte er gut unter Kontrolle. Damit zählt auch der teuerste Kopfhörer von Sony zur Spitzengruppe der Leisemacher.
Das hat allerdings Einfluss auf die Akkulaufzeit. Sony gibt eine Laufzeit von 32 ohne und 24 mit ANC an. Beides sind eher durchschnittliche Werte, Modelle wie die Sennheiser HDB 630 schaffen bis zu 60 Stunden.
Der Musik Raum geben
Der 1000X The Collexion hat durchaus einen eigenen Klangcharakter, der sich dadurch auszeichnet, dass seine Klangkurve im Höhenbereich einen Knick zu haben scheint. Das hat zur Folge, dass er hohen Frequenzen, wie etwa den Becken in David Bowies »Criminal World«, ein wenig die Spitzen nimmt.
Man könnte das beim ersten Reinhören fast als muffelig abtun. Tatsächlich aber dürfte der Effekt gewollt sein, denn er führt zu einem weicheren Klangbild, das auch nach stundenlangem Hören nicht anstrengend wird. Meine Hi-Fi-Lautsprecher haben einen Schalter, der den Boxen einen ähnlichen Charakter aufdrückt. Dort ist er als »Sanft« betitelt.
Bemerkenswert ist, wie realistisch der neue Sony das akustische »Ca valait la peine« von Coralie Clement wiedergibt. Dabei scheint es fast, als würde man mit dem Kopf im Kontrabass stecken, wegen der krassen Stereoseparation des Tracks allerdings nur bis zur rechten Gesichtshälfte. Dabei steht die im Wechsel mit dem Bass spielende Gitarre links etwas weiter weg. Wenn dann der Gesang einsetzt, scheint es, als würde die Sängerin durch den Kopf des Zuhörers singen.
Seine Räumlichkeit macht den 1000X The Collexion besonders.
Sollte man »Upmix« nutzen?
All diese Effekte werden allerdings zunichtegemacht, teils geradezu karikiert, wenn man die »Upmix«-Funktion verwendet. Sony versucht damit, beliebigen Titeln einen Raumklang aufzudrücken. Dabei gibt es vier Varianten:
»Musik« soll den Sound einer Liveperformance oder eines Studios nachbilden, was sich im Kern widerspricht und fast immer furchtbar klingt. Die gerade beschriebene Hörerfahrung des Songs von Coralie Clement wird damit jedenfalls zunichtegemacht.
»Kino« soll einen »immersiven Sound«, wie »in einem Kino« erzeugen, was bei Filmen und Serien unterhaltsam sein kann.
»Spiel« soll einen Effekt erzeugen, als befände man sich »in der Welt des Spiels«.
»Hintergrundmusik« lässt die Musik klingen, als würde man sie durch die an der Wand aufgehängten Lautsprecher eines Cafés hören, in dem es wenig Mobiliar und noch weniger Vorhänge gibt, so stark reflektieren die virtuellen Wände.
All diese Upmix-Varianten kann man auch mit anderen Sony-Kopfhörern verwenden, aber keine davon kann den Klang verbessern.
Preguntas abiertas
- Wie wird sich der neue Kopfhörer im Langzeittest schlagen?
- Wird Sony die Upmix-Funktion in zukünftigen Updates verbessern?





