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TKMS und Elbit Systems vertiefen Kooperation bei maritimer Verteidigung
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Handelsblatt18.05.2026Business3 dk okumaGermany

TKMS und Elbit Systems vertiefen Kooperation bei maritimer Verteidigung

En resumen

  • Der Marinekonzern TKMS erweitert seine Zusammenarbeit mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems.
  • Die Kooperation konzentriert sich auf die gemeinsame Entwicklung maritimer Verteidigungslösungen und rückt deutsche Waffenlieferungen an Israel erneut in den Fokus.

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Por qué importa

Der Marinekonzern TKMS baut seine Kooperation mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems aus. Beide Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung maritimer Verteidigungslösungen. Die Zusammenarbeit rückt die umstrittenen deutschen Waffenlieferungen an Israel erneut in den Fokus, insbesondere nach Beginn des Gaza-Kriegs.

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Der Marinekonzern vertieft seine Kooperation mit dem israelischen Rüstungsunternehmen. Die Zusammenarbeit rückt die umstrittenen deutschen Waffenlieferungen an Israel erneut in den Fokus. Isabelle Wermke 18.05.2026 - 18:34 Uhr Artikel anhören

U-Boot der Klasse 212A von TKMS am Kai in Kiel: Lieferungen nach Israel sorgten für Kritik. Foto: Christian Charisius/dpa

Düsseldorf. Der Marinekonzern TKMS baut seine Kooperation mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems aus. Beide Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung zur gemeinsamen Entwicklung maritimer Verteidigungslösungen.

Im Mittelpunkt der Kooperation stehen gemeinsame Entwicklungen für Kriegsschiffe und Verteidigungssysteme auf See. TKMS (vormals ThyssenKrupp Marine Systems) bringt dabei vor allem seine Erfahrung beim Bau von U-Booten und Marineschiffen ein, Elbit seine Technologie bei Elektronik-, Sensor- und Waffensystemen.

Beide Unternehmen wollen ihre technologischen und industriellen Kompetenzen bündeln, um auf „neue Anforderungen im Bereich der maritimen Sicherheit zu reagieren“, gaben die Konzerne in einer Pressemitteilung am Montag bekannt.

TKMS-Chef Oliver Burkhard erklärte, die Partnerschaft mit Elbit Systems unterstreiche das gemeinsame Ziel, „die Bewältigung sich wandelnder Herausforderungen im Bereich der maritimen Sicherheit anzugehen“.

Durch die Bündelung der jeweiligen Stärken wollten beide Unternehmen technologische Fähigkeiten vorantreiben. „In dem komplexen Sicherheitsumfeld von heute ist eine enge Zusammenarbeit zwischen gleichgesinnten Partnern unerlässlich“, sagte Burkhard.

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Auch Elbit-Chef Bezhalel Machlis betonte die operative und technologische Zusammenarbeit. Gemeinsam wolle man „fortschrittliche Lösungen liefern, die den sich wandelnden Anforderungen der Seestreitkräfte gerecht werden“, sagte er.

Die Unternehmen stellen die Kooperation zugleich in einen breiteren geopolitischen Zusammenhang. Die Vereinbarung spiegele die strategische Partnerschaft zwischen Deutschland und Israel wider, die auf „gemeinsamen Werten, gegenseitigem Vertrauen und einem gemeinsamen Engagement für Sicherheit und Stabilität“ beruhe, hieß es in der Mitteilung.

Israel ist ein bedeutender Abnehmer für TKMS

Für TKMS ist Israel seit Jahren ein wichtiger Kunde. Das Unternehmen lieferte mehrere Dolphin-U-Boote und Saar-6-Korvetten an die israelische Marine. Weitere U-Boote sind bereits bestellt. Die Aufträge gelten als wirtschaftlich bedeutend, weil der Konzern stark von internationalen Bestellungen abhängig ist.

Die Geschäfte sorgten allerdings wiederholt für Kritik. Besonders nach Beginn des Gaza-Kriegs Ende 2023 gerieten deutsche Waffenlieferungen an Israel stärker in den Fokus. Auf der Hauptversammlung im August 2025 forderten Investoren Aufklärung darüber, wie Thyssenkrupp mit politischen Risiken umgeht. Der Industriekonzern ist größter Anteilseigner an TKMS.

Der Hauptpunkt der Kritik: Videos von israelischen Streitkräften zeigten Ende 2023, wie von TKMS gebaute Saar-6-Korvetten Ziele an der Küste des Gazastreifens beschossen.

Die Debatte verschärfte sich zusätzlich, nachdem die Bundesregierung im Sommer 2025 angekündigt hatte, keine Waffen mehr zu genehmigen, die unmittelbar im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Dennoch liefen bereits bestehende Lieferprogramme weiter. Besonders umstritten war ein weiteres U-Boot der Dolphin-Klasse, das trotz des politischen Kurswechsels aus Kiel zur Erprobung auslief.

TKMS verweist bei der Kritik regelmäßig auf die Verantwortung der Bundesregierung. Das Unternehmen setze „alle Entscheidungen der Bundesregierung konsequent um“, hieß es bereits in der Vergangenheit. Über den Einsatz der gelieferten Produkte entscheide allein der Kunde.

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Nato-Beschaffungsagentur hat Elbit von neuen Vergabeverfahren ausgeschlossen

Die Zusammenarbeit fällt zudem in eine Phase zusätzlicher Kritik an Elbit Systems. Die Nato-Beschaffungsagentur NSPA schloss den israelischen Rüstungskonzern im vergangenen Jahr von neuen Vergabeverfahren aus. Hintergrund sind laufende Korruptionsermittlungen zu möglichen Unregelmäßigkeiten bei Beschaffungsprojekten.

Mehrere internationale Medien hatten über Hinweise auf mutmaßlich strafbare Praktiken im Zusammenhang mit Nato-Aufträgen berichtet. Elbit zählt zu den größten Rüstungskonzernen Israels und ist unter anderem auf Drohnen-, Elektronik- und Waffensysteme spezialisiert.

Nach Angaben des Unternehmens selbst wurde die Suspendierung durch die Nato-Beschaffungsagentur bis März 2026 verlängert. Betroffen sind vor allem neue Ausschreibungen, während einzelne bestehende Verträge weiterlaufen. Elbit hatte Vorwürfe in der Vergangenheit zurückgewiesen.

Mehr: „Geld allein baut keine Schiffe“ – TKMS-Chef kontert Rheinmetall

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Preguntas abiertas

  • Wie werden die neuen maritimen Verteidigungslösungen konkret aussehen?
  • Welche Auswirkungen hat die Kooperation auf bestehende oder zukünftige Waffenlieferungen an Israel?
  • Wie wird sich die Suspendierung von Elbit Systems durch die NATO-Beschaffungsagentur auf die Zusammenarbeit auswirken?
  • Welche Rolle spielt die Bundesregierung bei der Genehmigung zukünftiger Projekte im Rahmen dieser Kooperation?

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