Unternehmer K. fuhr nach Drogenkonsum in Menschenmenge – eine Frau starb
En resumen
- Ein Unternehmer fuhr nach Drogenkonsum mit seinem Geländewagen in eine Menschenmenge in Stuttgart.
- Eine Frau starb, acht weitere Personen wurden verletzt.
- Der Mann bestreitet einen kausalen Zusammenhang.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Ein Unternehmer fuhr am 2. Mai 2025 mit seinem Mercedes-AMG G63 in eine Menschenmenge an einer Stuttgarter Haltestelle. Eine Frau starb, acht weitere Personen wurden verletzt. Der Fahrer, K., war laut Staatsanwaltschaft unter Drogeneinfluss.
Die Tat war so ungeheuerlich, dass viele an einen Terroranschlag dachten. Die Stuttgarter Polizei „ermittelte in alle Richtungen“, als ein schwerer Geländewagen in eine Menschenmenge fuhr. Doch der Mann am Steuer war kein Terrorist, sondern Unternehmer. Er blieb unversehrt.
„Der Unfallfahrer selbst wurde nicht verletzt, weil er in einem Panzer saß“, sagte eine Rednerin beim Trauermarsch für die Opfer. Der Unternehmer K. saß am 2. Mai 2025 am Steuer eines Mercedes-AMG G63, als er auf eine Stuttgarter Haltestelle prallte. Ein Händler bewirbt das Modell: „Schon die sehr große Karosserie und das sehr hohe Leergewicht sorgen für einen wirksamen passiven Schutz.“
Der G63 ist die Spitzenversion der Mercedes G-Klasse: 2,5 Tonnen schwer, fast zwei Meter hoch, 585 PS. Mercedes verkauft die „Legende“ in der Grundausstattung ab 200.000 Euro.
K. wurde 1982 in Stuttgart geboren. Sein Vater betrieb dort einen kleinen Fahrradladen. Mit 19 begann K., Fahrräder über Ebay zu verkaufen, 2003 gründete er einen eigenen Onlinehandel.
Er hatte zur richtigen Zeit die richtige Idee. 2008 stiegen die Samwer-Brüder bei ihm ein, 2012 der schwedische Finanzinvestor EQT. Im Herbst 2016 übernahm die Signa-Gruppe von René Benko die Mehrheit an seinem Unternehmen. Mit 34 war K. Multimillionär.
Heute betreibt K. in Stuttgart ein Family-Office, nach eigenen Angaben mit einem Anlagevolumen von rund 400 Millionen Euro. Er investiert in Start-ups quer durch die Branchen – vom Toniebox-Hersteller über das Fintech Revolut bis zur Privatjetvermittlung Jetapp. Nach der Signa-Pleite kaufte er sein altes Fahrradgeschäft zurück.
Am frühen Abend des 2. Mai 2025 saß K. am Steuer seines Mercedes-AMG G63 und fuhr auf der Charlottenstraße stadtauswärts. Bei ihm im Auto: sein fünfjähriger Sohn. Kurz vor 18 Uhr kam K. vor der Stadtbahnhaltestelle Olgaeck zu weit nach links und fuhr schräg über den Fußgängerbereich.
Was dann geschah, schilderten Augenzeugen der „Stuttgarter Zeitung“. Der tonnenschwere Geländewagen stieß demnach mit solcher Wucht auf die Verkehrsinsel, dass er bis auf die Treppe der Haltestelle hinaufschoss.
Acht Menschen wurden verletzt, fünf davon Kinder. Eines musste notoperiert werden. Eine 46-jährige Frau starb wenig später im Krankenhaus.
Eine Erklärung fehlt bis heute. K. wisse selbst nicht, was geschehen sei, sagt sein Anwalt. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart nennt keine überhöhte Geschwindigkeit als Unfallursache. Ihre These: K. war zum Zeitpunkt des Unfalls fahruntüchtig.
„Bei zwei Blutproben, die kurz nach der Tat entnommen wurden, wurde im Blut des Angeschuldigten Kokain sowie das Kokainabbauprodukt Benzoylecgonin festgestellt“, erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Anklage lautet deshalb: fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs. Der Führerschein von K. wurde beschlagnahmt.
Sein Anwalt bestreitet einen kausalen Zusammenhang zum Unfallhergang. K. habe an jenem Tag keine Drogen konsumiert. Wann genau sein Mandant zum Kokain griff, beantwortet der Anwalt nicht. Er lässt auch offen, ob K. dies gelegentlich oder gewohnheitsmäßig tut.
Der Unternehmer spricht öffentlich nicht über den Vorfall. Bei den Opfern habe er sich persönlich entschuldigt und Soforthilfe angeboten, sagt sein Anwalt – für Verdienstausfälle und medizinische Versorgung. Alle Opfer hätten sein Geld angenommen. Die Höhe der Zahlungen will der Anwalt nicht nennen.
K. selbst sei seit dem Unfall in psychotherapeutischer Behandlung, sagt sein Anwalt. „Der Mann ist wirklich am Boden zerstört. Da kann sich jeder ein Bild machen, der zum Prozess erscheint.“
Dabei war er im November offenbar schon weiter. In jenem Monat erschien in der „Wirtschaftswoche“ ein Artikel über „Comeback-CEOs“. K. stand im Mittelpunkt.
Machtlosigkeit habe er verspürt, als sein Start-up zerfiel. K. beschreibt die Wochen und Monate vor der Insolvenz als traumatische Erfahrung. Er habe sich gefühlt, als säße er in einem außer Kontrolle geratenen Auto: „Es fährt mit 180 Stundenkilometern sichtbar gegen eine Betonwand.“
Für die Comeback-Story schilderte K. die Arroganz der Manager, denen er sein Unternehmen anvertraute. Die Zweifel, an seine alte Wirkungsstätte zurückzukehren. Seine Ohnmacht, als alles zusammenbrach. Mit keinem Wort erwähnt K. in diesem Artikel den Unfall.
Was ihn „unglaublich fertiggemacht“ habe, seien die Manager gewesen, denen er einst Anteile geschenkt hatte und die nach der Insolvenz mittellos dastanden. Manche hätten ihre Autos verkaufen müssen. Er habe ihnen Privatdarlehen gegeben.
Preguntas abiertas
- Warum genau fuhr K. in die Menschenmenge?
- Hat K. tatsächlich Drogen konsumiert, und wenn ja, wann und wie regelmäßig?
- Wie wird der Prozess gegen K. verlaufen und welches Urteil wird erwartet?
- Welche langfristigen Auswirkungen hat der Unfall auf die Opfer und K. selbst?
