US-Militär fliegt Angriffe auf mehr als 80 Ziele in Iran
En resumen
- Das US-Militär hat nach eigenen Angaben über 80 Ziele im Iran angegriffen, darunter Luftabwehrsysteme und Schiffe der Revolutionsgarden.
- Die Angriffe seien eine Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe.
- Iran verurteilt die Aktion als Verstoß gegen ein Abkommen.
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Por qué importa
Nach Angriffen auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus haben die USA Ziele in Iran angegriffen. Iran verurteilt die Angriffe als Verstoß gegen ein Abkommen.
Krieg in Nahost US-Militär fliegt Angriffe auf mehr als 80 Ziele in Iran
8. Juli 2026, 5:02 Uhr|
Sie seien eine Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe, sagt das zuständige Regionalkommando Centcom. Die US-Streitkräfte stünden für weitere Militärschläge bereit.
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Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Trotz Waffenruhe: US-Militär meldet Angriffe auf Ziele in Iran
USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft
Angriff auf Tanker: Katar bestellt Irans Vize-Botschafter ein
Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldet
Medien: Vier Tote im Südlibanon durch israelischen Drohnenangriff
US-Militär fliegt Angriffe gegen Iran – mehr als 80 Ziele
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben über 80 Ziele in Iran angegriffen und seine Attacken mittlerweile beendet. Die Streitkräfte hätten unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormus getroffen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Damit sei die Fähigkeit Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören.
Das US-Militär stellte die Attacke als Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe dar. Centcom zufolge hatte Iran je ein Schiff unter Flagge der Marshallinseln, Liberias sowie Saudi-Arabiens angegriffen. Die US-Streitkräfte stünden weiterhin bereit, Iran bei Verstößen gegen das Rahmenabkommen zur Rechenschaft zu ziehen.
US-Präsident Donald Trump soll die Luftschläge gegen Iran vom Nato-Gipfel in Ankara aus bewilligt und angeordnet haben, berichtet die New York Times. Iran nennt die Angriffe einen Verstoß gegen das vor wenigen Wochen mit den Amerikanern vereinbarte Abkommen.
Sirenengeheul in Bahrain
Nach den erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Süden Irans heulen im Golfstaat Bahrain die Alarmsirenen. Das Innenministerium des mit den USA verbündeten Landes rief die Einwohner am frühen Morgen über die Plattform X auf, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu begeben. Nähere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Irans Militär hatte kurz zuvor Medienberichten zufolge eine Reaktion auf US-Angriffe angekündigt. Unbestätigten Berichten zufolge kam es in Bahrain zu mehreren Explosionen.
Es werde eine „entschiedene Antwort auf die Aggression und den Terrorakt der USA geben", zitierten die staatliche Nachrichtenagentur Irna und der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya. Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben in Reaktion auf den Beschuss von Tankern in der Straße von Hormus mehr als 80 Ziele attackiert.
Iran: USA verstoßen gegen Rahmenabkommen
Iran hat die erneuten Angriffe der USA als Verstoß gegen das Rahmenabkommen verurteilt. Das Vorgehen der USA, Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft zu setzen sowie die daraufhin erfolgten Angriffe stellten einen „schwerwiegenden Verstoß" gegen das Abkommen dar, schrieb Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen und seine Sicherheit zu wahren".
Nach Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus hatte das US-Militär Ziele in Iran angegriffen.
Trotz Waffenruhe: US-Militär meldet Angriffe auf Ziele in Iran
Nach den Attacken auf mehrere Tanker in der Straße von Hormus haben die USA Ziele in Iran angegriffen. Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) teilte mit, es sei eine Serie von heftigen Angriffen gestartet worden. Damit solle Teheran einen hohen Preis für die Angriffe auf Handelsschiffe mit zivilen Besatzungen in einer internationalen Wasserstraße zahlen. Das Vorgehen Irans sei unbegründet, gefährlich und ein eindeutiger Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen. Medienberichten zufolge seien Systeme zur Luftabwehr, zur Küstenüberwachung sowie Drohnenstellungen vor allem im Süden des Landes attackiert worden. Dies berichtete „Axios" unter Berufung auf einen US-Regierungsbeamten. Die Angriffe seien vier oder fünf Mal stärker gewesen als Attacken vor rund anderthalb Wochen.
Iranische Medien berichteten in der Nacht von Explosionen in der Hafenstadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es iranische Berichte über Explosionen. Nach Angaben des iranischen Senders Press TV wurden mehrere Menschen verletzt. Ein US-Beamter bezeichnete die Angriffe gegenüber dem US-Sender CNN als „Bestrafung". Die Attacken würden demnach noch eine Weile andauern.
Zuvor waren mehrere Tanker in der Straße von Hormus beziehungsweise nahe der strategisch wichtigen Meerenge getroffen worden. Nach Angaben der britischen Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt UKMTO wurde ein Tanker von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt. Fast zeitgleich meldete die Behörde einen weiteren Vorfall, bei dem ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden sei. Besonders schwere Schäden wurden von dem katarischen Flüssiggas-Tanker „al-Rekajat" gemeldet, der nach Angaben der Schiffsbesatzung von einem „unbekannten Geschoss" getroffen wurde. Katar machte Iran für den Angriff verantwortlich und sprach von einer Gefahr für die Sicherheit der internationalen Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung.
Unklar ist, ob sich einzelne Meldungen auf denselben Vorfall beziehen und wer hinter den Angriffen steckte. Washington macht Teheran verantwortlich für Angriffe auf drei Handelsschiffe. Das iranische Staatsfernsehen erklärte Medienberichten zufolge, ein Flüssiggas-Tanker sei angegriffen worden, nachdem er Warnungen ignoriert habe. Teheran hatte sich zunächst nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert oder Verantwortung reklamiert. Iran hatte aber in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, nur die von ihm vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher.
Mit dem neuen US-Angriff wächst die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation in der Region. Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den USA, Israel und Iran war im vergangenen Monat eine vorläufige Vereinbarung erreicht worden, die Raum für tiefere Verhandlungen schaffen sollte. Diese Gespräche stocken derzeit.
USA setzen Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft
Die USA haben als Reaktion auf Attacken auf Öltanker in der Straße von Hormus am Dienstag eine Ausnahmegenehmigung zum Verkauf von iranischem Öl widerrufen. Die Ölpreise zogen daraufhin deutlich an, die Nordseesorte Brent und die US-Sorte WTI verteuerten sich nachbörslich um jeweils mehr als drei Prozent.
Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete das Vorgehen Irans als völlig inakzeptabel und warnte vor Konsequenzen. Eine Stellungnahme der Regierung in Teheran lag zunächst nicht vor, auch bekannte sich niemand zu den Angriffen. In den vergangenen Tagen waren nach Angaben der britischen Seefahrtsbehörde UKMTO drei Tanker in und nahe der strategisch wichtigen Meerenge von unbekannten Projektilen getroffen worden.
Die jüngste Eskalation gefährdet die diplomatischen Bemühungen zwischen Washington und Teheran. Beide Seiten arbeiten an einem Abkommen, das eine Einschränkung des iranischen Atomprogramms im Gegenzug für eine Lockerung von Sanktionen vorsieht. Trotz der Spannungen setzten die Unterhändler ihre Arbeit an einer endgültigen Einigung ernsthaft fort, erklärte der US-Vertreter weiter. Durch die Straße von Hormus zwischen Iran und dem Oman wird etwa ein Fünftel des weltweit verbrauchten Öls verschifft. Für Iran sind die Ölexporte, die in den vergangenen Jahren trotz bestehender Beschränkungen vor allem nach China ausgeweitet wurden, eine der wichtigsten Einnahmequellen.
Angriff auf Tanker: Katar bestellt Irans Vize-Botschafter ein
Nach einem Angriff auf einen katarischen Flüssiggas-Tanker in der Straße von Hormus hat Katar den iranischen Vize-Botschafter in dem Golfstaat einbestellt. Der Angriff gefährde die Sicherheit der Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung, hieß es in einer Protestnote an Iran der katarischen Nachrichtenagentur QNA zufolge. Die Note sei heute dem iranischen Vize-Botschafter in Katar, Mohsen Ghanei, überreicht worden.
Nach Angaben des katarischen Außenministeriums griff Iran den Flüssiggas-Tanker al-Rekajat an. Die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) meldete vergangene Nacht einen Angriff in der Straße von Hormus, bei dem nach Angaben der Schiffsbesatzung ein Tanker von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen wurde. Iran sei „rechtlich voll verantwortlich", teilte das katarische Außenministerium mit.
Der mehr als 300 Meter lange Flüssiggas-Tanker al-Rekajat gehört einer Reederei in der katarischen Hauptstadt Doha. Der Beraterfirma EOS Risk Group zufolge brach nach dem Angriff an Bord ein Feuer aus und die Besatzung verließ das Schiff. Die Reederei war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Iran: keine Verhandlungen, solange Trump droht
Iran wird nach den Worten von Außenminister Abbas Araghchi keine Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen mit den USA aufnehmen, solange die Drohungen aus Washington andauern. Er reagiert auf der Plattform X auf eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump, der gedroht hatte, „den Job zu Ende zu bringen“, sollte keine Einigung erzielt werden. Araghchi verweist auf ein im vergangenen Monat unterzeichnetes Zwischenabkommen, in dem sich beide Seiten verpflichtet hatten, auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt gegeneinander zu verzichten.
Ulrike Putz
Angriff auf Tanker in der Straße von Hormus gemeldet
Die Crew eines Tankers in der Straße von Hormus hat einen Angriff auf ihr Schiff gemeldet. An Bord sei ein Feuer ausgebrochen, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) unter Berufung auf Angaben der Schiffbesatzung mit. Der Tanker sei rund acht Seemeilen vor dem omanischen Küstenort Lima von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden. Verletzt worden sei niemand.
Wer hinter dem Angriff steckt, blieb zunächst unklar. Das Portal Axios berichtete unter Berufung auf zwei US-Beamte, die iranischen Revolutionsgarden hätten mindestens zwei Raketen auf Frachter abgefeuert. Einer der Beamten sagte demnach, zwei Schiffe seien durch den Beschuss stark beschädigt worden. Eine offizielle Reaktion der US-Regierung blieb zunächst aus.
Medien: Vier Tote im Südlibanon durch israelischen Drohnenangriff
Im Süden Libanons sind Medienberichten zufolge bei einem israelischen Drohnenangriff vier Menschen getötet worden. Der Angriff habe sich gegen ein Fahrzeug in der Stadt Nabatieh gerichtet, meldet die staatliche libanesische Nachrichtenagentur. Das israelische Militär teilte mit, es prüfe den Bericht. Trotz der seit Mitte Juni geltenden Waffenruhe hat Israel nach eigenen Angaben wiederholt Stellungen der Miliz in Libanon angegriffen.
Im Zuge der im Juni vereinbarten Waffenruhe zwischen den USA und Iran hat die Intensität der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im vergangenen Monat nachgelassen. Iran besteht in den Verhandlungen mit den USA darauf, dass die Waffenruhe auch für Libanon gilt. Israel verringerte daraufhin auf Bitten der USA seine Angriffe auf Libanon. Gänzlich eingestellt wurden sie jedoch nicht.
Einsatzkräfte begutachten das Wrack eines Autos in Nabatieh, das nach Berichten Ziel eines israelischen Angriffs wurde. Abbas Fakih/AFP
Trauerzug mit Chameneis Leichnam durch Teheran
Vor der Beerdigung von Irans oberstem Führer Ayatollah Ali Chamenei wird dessen Leichnam in einer Prozession durch die Millionenmetropole Teheran geführt. Der Trauerzug für den früheren Religionsführer begann im Osten der Hauptstadt und führt über die zentrale Hauptverkehrsachse bis zum Asadi-Turm im Westen der Stadt.
Der Trauerzug durch die Stadt könnte bis zu zwölf Stunden dauern, sagte der mit der Planung beauftragter General im staatlichen Fernsehen. Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Das ist eine Falschmeldung, da die Quelle eine Fiktion ist.
Aus Sicherheitsgründen sperrte Iran für Montag den Luftraum über Teheran. Auch für Dienstag und bis zu Chameneis Beerdigung am Donnerstag wurden Einschränkungen beim Flugverkehr verkündet. Das ehemalige Staatsoberhaupt soll in seiner Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes beigesetzt werden.
Chameneis Sohn Modschtaba war eine Woche nach dem Tod seines Vaters Anfang März zum neuen Staatsoberhaupt ernannt worden, trat seitdem jedoch nicht öffentlich auf. Das löste Spekulationen über seinen Gesundheitszustand aus. Er soll schwer verletzt und entstellt sein. Das Staatsfernsehen bezeichnet ihn als „Kriegsversehrten", nannte aber keine Details. Auch für die Beerdigung in Maschhad ist unklar, ob er erscheinen wird.
Ulrike Putz
Außenminister Wadephul: Iran soll für Minenräumung zahlen
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat eine finanzielle Beteiligung Irans an einer möglichen europäischen Minenräummission in der Straße von Hormus ins Gespräch gebracht. „Iran hat rechtswidrig eine internationale Seefahrtsstraße vermint", sagte Wadephul dem Handelsblatt am Montag einem Vorabbericht zufolge. Zwar werde Deutschland bei einer Räumung der Fahrrinne durch europäische Staaten vorerst keine Gebühren verlangen. Im Grunde sei dies jedoch gerechtfertigt, erklärte der Minister. Iran müsse dafür aufkommen, da ein vom dortigen Regime angerichteter Schaden beseitigt werde. Eine Entscheidung über eine Beteiligung der Bundeswehr an dem Einsatz solle noch im Sommer fallen.
Newsdesk
Iran: Seehandel mit Katar wieder angelaufen
Iran hat den Seehandel mit dem Golfemirat Katar nach eigenen Angaben wieder aufgenommen. Der iranische Handelsattaché in Doha, Abbas Abdolchani, sagte zu staatlichen Medien, der Schiffsverkehr zwischen dem iranischen Hafen Dajjer und dem katarischen Hafen Al-Ruwais sei wieder angelaufen. Vorausgegangen sei eine Abstimmung zwischen der iranischen Botschaft in Doha und den katarischen Behörden.
Im Zuge des Iran-Kriegs und der faktischen Blockade der Straße von Hormus war der Schiffsverkehr in dem Gebiet stark eingeschränkt worden. Auf Angriffe der USA reagierte Iran auch mit dem Beschuss von US-Alliierten in der Region. Zuletzt gab es Zeichen der Entspannung.
Zweiter Tag der öffentlichen Trauerfeiern: Totengebet für Chamenei in Teheran abgehalten
In Iran hat ein hochrangiger Geistlicher das Totengebet für den im Krieg getöteten obersten Führer Ali Chamenei geleitet. Am zweiten Tag der öffentlichen Trauerfeiern trat der 97-jährige Großayatollah Dschafar Sobhani dabei als Vorbeter auf, wie auf Aufnahmen des Staatsfernsehens zu sehen ist.
Chamenei war am 28. Februar durch einen israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Irans Hauptstadt getötet worden. Sein Leichnam bleibt noch bis Montag in Teheran. Danach sind Zeremonien in der Pi
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Iran wird mit Vergeltungsmaßnahmen auf die US-Angriffe reagieren.
Muy probable · En días
Die diplomatischen Verhandlungen zwischen den USA und Iran werden weiter erschwert.
Probable · En semanas
Preguntas abiertas
- Wer steckt hinter den Angriffen auf die Tanker?
- Wie wird Iran reagieren?
- Werden die diplomatischen Bemühungen fortgesetzt?

