US-Regierung plant Millionenhilfe gegen Ebola
Aus der WHO hat sich die USA zurückgezogen, nun kündigt die Regierung jedoch weitere Hilfen zur Bekämpfung der Epidemie in Afrika an.
En resumen
- Die US-Regierung plant trotz vorheriger Kürzungen und des WHO-Austritts zusätzliche 242 Millionen Dollar zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Afrika bereitzustellen.
- Das Außenministerium beziffert die direkten Hilfszahlungen nun auf über 512 Millionen Dollar.
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Por qué importa
Die US-Regierung zog sich nach Trumps Amtsantritt aus der WHO zurück und kürzte internationale Hilfsprogramme.
USATrump-Regierung plant Millionenhilfe gegen Ebola
6. August 2026, 6:45 Uhr|
Aus der WHO haben die USA sich zurückgezogen, viele Hilfsprogramme wurden gekürzt. Zur Bekämpfung der Epidemie in Afrika kündigt die Regierung nun aber an, weitere 242 Millionen Dollar bereitzustellen.
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Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.
Wichtige Updates
Progressiver El-Sayed gewinnt Vorwahl der US-Demokraten in Michigan
Polizei in LA nimmt vor Trump-Auftritt bewaffneten Mann fest
Hegseth weist Bericht über schwindendes Abwehrarsenal zurück
Von Demokraten regierte Bundesstaaten klagen gegen neue Trump-Zölle
Feuer in Bundesstaat Washington: Tausende sollen ihre Häuser verlassen
Luzia Geier
Trump-Regierung plant Millionenhilfe für Kampf gegen Ebola
Die US-Regierung von Präsident Donald Trump stellt zusätzliche Millionenhilfe für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie in Afrika in Aussicht. Weitere 242 Millionen US-Dollar (etwa 209 Millionen Euro) sollen für Sofortmaßnahmen, Vorsorge in der Region und humanitäre Hilfe im Kontext des Virus-Ausbruchs bereitgestellt werden, wie das US-Außenministerium mitteilte. Dazu liefen Gespräche mit dem US-Parlament.
Eigentlich steht die US-Regierung seit Trumps Amtsantritt im Januar 2025 eher für den Rückzug aus internationalen Programmen und gestrichene Hilfsmittel. Sie stellte vieles auf den Prüfstand und zog sich auch aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zurück. Bei der jetzt geplanten Zusatzhilfe bezieht sich die Regierung auf Zusagen seitens der USA auf dem G-7-Gipfel im Juni am Genfersee. Das Außenministerium bezifferte seine angekündigten direkten Hilfszahlungen zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs nun auf insgesamt mehr als 512 Millionen US-Dollar.
Hinzu kämen 350 Millionen US-Dollar für humanitäre Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan und in Uganda. Das Geld sei Teil der vor längerem angekündigten Zusatzhilfe in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar für das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten und soll mehreren Ländern zugutekommen.
Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und insbesondere Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Rund zweieinhalb Monate nach Beginn der Ansteckungswelle im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist die Lage nach Einschätzung der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen „kritischer denn je“. Es handelt sich inzwischen um den größten Ebola-Ausbruch, der jemals im Kongo registriert wurde. Mehr als 3600 Infektionen sind im Labor bestätigt worden. Rund 1500 infizierte Menschen starben.
Progressiver El-Sayed gewinnt Vorwahl der US-Demokraten in Michigan
Der linke Flügel der US-Demokraten hat bei den Vorwahlen im Bundesstaat Michigan einen wichtigen Sieg errungen. Der progressive Kandidat Abdul El-Sayed gewann Medienberichten zufolge die Abstimmung für die Kandidatur zum US-Senat gegen die moderate Konkurrentin Haley Stevens. Er wird bei den Zwischenwahlen (Midterms) im November gegen den Republikaner Mike Rogers antreten. Die Abstimmung galt als Richtungsentscheidung für den künftigen Kurs der Demokraten.
El-Sayed hatte im Wahlkampf unter anderem ein Ende der bedingungslosen US-Militärhilfe für Israel gefordert. Stevens wurde von einer proisraelischen Spendenorganisation (Super PAC) mit zweistelligen Millionenbeträgen unterstützt. Analysten zufolge profitierte El-Sayed davon, dass in Michigan eine der größten arabischstämmigen Gemeinden der USA lebt, in der die israelische Politik auf tiefe Ablehnung stößt.
Abdul El-Sayed während eines Auftritts in Michigan. AP Photo/Julia Demaree Nikhinson
Die Auseinandersetzung in Michigan war eine der bisher wichtigsten Kraftproben zwischen dem progressiven und dem gemäßigten Flügel der Partei im Streit über die US-Unterstützung für Israel. Der enge Wahlausgang zeigt allerdings, wie gespalten die Demokraten derzeit noch sind.
Anders als bei ähnlichen Vorwahlen in linken – im US-Sprachgebrauch „liberal“ genannten – Hochburgen ist Michigan ein wichtiger Swing State, also ein Bundesstaat, in dem die Wahlausgänge zwischen Demokraten und Republikanern oft knapp sind. Die Demokraten müssen den Sitz im November gewinnen, um im Kampf um die Mehrheit im Senat eine Chance zu haben. Präsident Donald Trump von den Republikanern hatte sich bei der Wahl 2024 in Michigan durchgesetzt.
USA-Korrespondent Peter Burghardt kommentiert den Sieg von El-Sayed: "Wahlen werden in der Mitte gewonnen? Die Demokraten versuchen es über links außen".
Mann wegen Brandstiftung in Spokane angeklagt
Ein 37-jähriger Mann aus dem US-Bundesstaat Washington wurde festgenommen und wegen Brandstiftung angeklagt. Das teilte das Büro des County-Sheriffs mit. Dem Mann wird vorgeworfen, einen der Waldbrände verursacht zu haben, die derzeit in der Gegend um Spokane wüten. Er wurde am Montag in seinem Haus in Gewahrsam genommen, nachdem ein Haftbefehl sowie ein Durchsuchungsbeschluss für sein Anwesen ausgestellt worden waren. Die Festnahme verlief ohne Zwischenfälle. Bei dem Feuer rund um die Stadt Spokane wurden Hunderte Häusern zerstört. Tote oder Verletzte gab es nicht. Die Ermittlungen zu diesem Brand sowie zu zwei weiteren Feuern dauern an.
Nach Angaben von Inci Web – einer Website der Bundesbehörden zur Überwachung von Waldbränden – hatten die drei großen Brände im Raum Spokane bis Montagmorgen eine Fläche von mehr als 3000 Hektar vernichtet; sie waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht unter Kontrolle. Wie Dave Upthegrove, der für öffentliches Land zuständige Commissioner, am Montag vor Reportern erklärte, sind derzeit insgesamt 17 Brände im gesamten Bundesstaat Washington aktiv.
Wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Erklärung hervorgeht, hat die Regierung Trump dem Antrag des Gouverneurs von Washington, Bob Ferguson, auf Ausrufung des Notstands stattgegeben. Die Maßnahme erstreckt sich auf sechs Bezirke (darunter Spokane) sowie drei indigene Stämme und ermöglicht den Einsatz von Bundesmitteln für Evakuierungen, Notunterkünfte, die Versorgung mit Lebensmitteln und Wasser sowie von Such- und Rettungseinsätzen.
Vorwahl in Michigan wird zum Test für Israel-Kurs der US-Demokraten
Im US-Bundesstaat Michigan hat am Dienstag die Auszählung bei einer richtungsweisenden Vorwahl der Demokraten für einen Senatssitz begonnen, die als Test für den künftigen Kurs der Partei gilt. Bei der parteiinternen Abstimmung tritt der progressive Abdul El-Sayed gegen die moderate Kongressabgeordnete Haley Stevens an. El-Sayed fordert ein Ende der bedingungslosen US-Militärhilfe für Israel, während Stevens von der Parteiführung und proisraelischen Gruppen unterstützt wird. Das Ergebnis gilt als wichtiges Signal für die Präsidentschaftswahl 2028.
Die Auseinandersetzung in Michigan ist eine der bisher deutlichsten Kraftproben zwischen dem progressiven und dem gemäßigten Flügel der Partei über die US-Unterstützung für Israel. Anders als bei ähnlichen Vorwahlen in liberalen Hochburgen findet diese in einem wichtigen Swing State statt, einem Bundesstaat, in dem die Wahlausgänge zwischen Demokraten und Republikanern oft knapp sind. Die Demokraten müssen den Sitz gewinnen, um im Kampf um die Mehrheit im Senat eine Chance zu haben. "Die Vorwahl ist ein Indikator für die ideologische Zukunft der Demokraten", sagte Frank Lowenstein, ein ehemaliger US-Sondergesandter für den Nahen Osten. Einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters und des Meinungsforschungsinstituts Ipsos zufolge ist die Zustimmung zu Israel unter demokratischen Wählern von 59 Prozent im Jahr 2018 auf 22 Prozent im Mai gefallen.
El-Sayed wird von prominenten Linken wie Senator Bernie Sanders unterstützt und argumentiert, die US-Hilfen für Israel seien eine Frage der Bezahlbarkeit. "Ich würde unser Geld lieber für das Gesundheitswesen und Schulen hier zu Hause ausgeben, als für die Bombardierung anderer Leute anderswo", sagte er Reuters. Stevens wird von der Parteiführung um Senats-Mehrheitsführer Chuck Schumer und Michigans Gouverneurin Gretchen Whitmer unterstützt. Sie erhielt zudem mehr als 30 Millionen Dollar von einer der einflussreichsten proisraelischen Lobbygruppen in Washington. "Niemand beeinflusst meine Stimme außer den Menschen in Michigan", teilte sie mit.
Der Gewinner der Vorwahl wird im November gegen den ehemaligen republikanischen Abgeordneten Mike Rogers antreten, einen entschiedenen Unterstützer Israels. Der amtierende Präsident Donald Trump hatte den Bundesstaat Michigan bei der Wahl 2024 knapp gewonnen.
Mehr zur Vorwahl in Michigan lesen Sie hier:
Polizei in LA nimmt vor Trump-Auftritt bewaffneten Mann fest
Die Polizei hat auf Donald Trumps Golfplatz im Raum Los Angeles zwei Tage vor einem geplanten Auftritt des US-Präsidenten einen bewaffneten Mann festgenommen. Sicherheitskräfte des Bundes in Zivil bemerkten ein Verhalten des 38-Jährigen, das nahelegte, dass er die Vorbereitungen der Sicherheitsvorkehrungen für den Besuch des Präsidenten beobachtete, wie die örtliche Polizei erklärte. Bei der Festnahme am Sonntag fanden Beamte ein 16 Schuss fassendes Magazin. Im Auto des Verdächtigen auf dem Parkplatz des Golfplatzes fanden sie zudem eine geladene Pistole und ein weiteres Magazin, ebenfalls gefüllt mit Hohlspitzmunition.
Die Polizei im Bundesstaat Kalifornien wirft dem Mann das verdeckte Mitführen einer Waffe sowie den Besitz verbotener Munition vor. Gegen den 38-Jährigen wird demnach in anderer Sache bereits wegen eines Raubdeliktes ermittelt. Bei einer anschließenden Durchsuchung seines nahen Wohnorts in Downey wurde laut dem Büro des Sheriffs im Bezirk Los Angeles unter anderem ein illegal modifiziertes Sturmgewehr vom Typ AR, eine Pistole, besonders große Magazine, größere Mengen Pistolen- und Gewehrmunition, eine kugelsichere Weste und „mehrere Notizbücher mit besorgniserregenden Äußerungen“ sichergestellt.
Die Polizei machte keine näheren Angaben zum Inhalt der Notizbücher. Die Ermittlungen würden gemeinsam mit Anti-Terror-Kräften und dem Secret Service geführt, der für den Schutz des Präsidenten zuständig ist, erklärte die Polizei. Der Verdächtige befinde sich weiter in Gewahrsam. Die Staatsanwaltschaft prüfe die Vorwürfe, hieß es. Der US-Präsident wurde am Dienstagabend (Ortszeit) im Trump National Golf Club im Vorort Rancho Palos Verdes erwartet, um dort bei einem Event Spenden für die republikanische Partei zu sammeln.
Hegseth weist Bericht über schwindendes Abwehrarsenal zurück
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach fast 80 Prozent der Abwehrraketen für ein wichtiges Raketenabwehrsystem des US-Militärs im Iran-Krieg aufgebraucht seien. Hegseth, der von der US-Regierung „Kriegsminister“ genannt wird, schrieb auf der Plattform X zu einem entsprechenden Banner des TV-Senders CNN: „Dieses Banner ist NICHT WAHR, @CNN. Schämt euch.“ Dazu postete er das entsprechende Bild eines Fernsehbildschirms. Er sprach von Fake-News-Medien.
Der TV-Sender berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen, US-Militärkommandeure warnten davor, dass die Munitionsbestände des Pentagons „gefährlich niedrig“ seien.
In dem CNN-Bericht heißt es weiter unter Berufung auf Angaben von zwei mit dem jüngsten Bestandsbericht vertrauten Quellen, dass das US-Militär seit Kriegsbeginn fast vier Fünftel seines THAAD-Raketenbestands im Vergleich zum Vorkriegsbestand aufgebraucht und etwa die Hälfte seiner Patriot-Abfangraketen eingesetzt habe. Terminal High Altitude Area Defense (THAAD) steht für ein System, das Kurz- und Mittelstreckenraketen abwehren kann. Die Denkfabrik Center For Strategic & International Studies (CSIS) in Washington schätzte Stand Ende Juli, dass der USA noch bis zu knapp 830 Patriot-Abwehrraketen zur Verfügung stünden. Vor dem Krieg seien es geschätzt gut 2300 gewesen. Bei THAAD-Abwehrraketen ging die Denkfabrik von 452 vor dem Krieg aus. Ende Juli seien es geschätzt noch bis zu 278 Raketen gewesen.
Lilly Zerbst
Mann stirbt in umstrittenem US-Abschiebezentrum
In einem umstrittenen US-Abschiebezentrum im Bundesstaat New Jersey ist ein Mann aus El Salvador gestorben. Der 41-Jährige sei am Samstag in einem Krankenhaus von Newark für tot erklärt worden, teilte die US-Einwanderungsbehörde ICE am Montag mit. Zuvor habe er einen medizinischen Notfall erlitten. Die offizielle Todesursache sei bisher nicht bekannt.
Der Mann sei ohne Erlaubnis in die USA eingereist und im Juni festgenommen worden, hieß es weiter. Er habe in dem Abschiebezentrum medizinische Versorgung erhalten. Nach Daten der Einwanderungsbehörde ist es der 23. Todesfall in ICE-Gewahrsam seit Jahresbeginn.
Die demokratische Gouverneurin des Bundesstaats New Jersey, Mikie Sherrill, schrieb auf der Plattform X, sie sei „zutiefst bestürzt“ über den Todesfall und versprach eine Untersuchung. Nach Bekanntwerden des Todesfalls protestierte Medienberichten zufolge eine Gruppe von Menschen vor der Einrichtung. Aktivisten, Anwaltsgruppen und demokratische Politiker sprechen von menschenunwürdigen Bedingungen im Inneren. Die Rede ist von verwurmtem Essen und schlechter Gesundheitsversorgung. Das Heimatschutzministerium weist dies zurück.
Luzia Geier
Von Demokraten regierte Bundesstaaten klagen gegen neue Trump-Zölle
Zahlreiche von Demokraten regierte US-Bundesstaaten klagen gegen die jüngst von Präsident Donald Trump verhängten Zölle gegen 60 internationale Handelspartner. Sie werfen der US-Regierung vor, unter dem Vorwand, Zwangsarbeit im globalen Handel bekämpfen zu wollen, erneut weitreichende Zölle einzuführen, wie aus der Klageschrift hervorgeht, die dem United States Court of International Trade (CIT) - einem Bundesgericht für internationales Handels- und Zollrecht in New York - vorliegt. Die 25 klagenden Bundesstaaten sprechen von Willkür.
Der Generalstaatsanwalt des Westküstenstaates Oregon, Dan Rayfield, schrieb auf der Plattform X, dass die neuen Zölle die Kosten für arbeitende Familien in dem Bundesstaat und in Amerika nach oben trieben. Durch die Einfuhrabgaben würden auch Alltagsgegenstände wie Kleidung und Elektronik teurer.
Wegen angeblich unzureichender Maßnahmen gegen Zwangsarbeit hatte die Trump-Regierung auf Einfuhren von 60 Handelspartnern einen Zoll von zehn beziehungsweise 12,5 Prozent verhängt. Darunter fallen auch Produkte aus der Europäischen Union. Die Zölle sind seit 24. Juli in Kraft. Sie gelten nicht für den Import aller Waren. Ausgenommen sind laut US-Angaben unter anderem Produkte, die bereits bestimmten anderen Zöllen unterliegen, wie zum Beispiel Stahl und Aluminium.
Die neuen Zölle kamen aus Sicht der US-Regierung gerade rechtzeitig, um dem Wegfall globaler Zölle entgegenzuwirken, für die Trump sonst keine rechtliche Grundlage mehr gehabt hätte. Diese Zölle waren ein zeitlich befristeter Ersatz gewesen für ursprünglich globale Zölle, die Trump ab Frühjahr 2025 angekündigt hatte. In einem wegweisenden Urteil
Preguntas abiertas
- Wann wird das US-Parlament über die Ebola-Hilfe abstimmen?







