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USA bereiten laut Berichten mögliche neue Angriffe auf Iran vor
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FAZ23/5/2026Mundo9 min de lecturaGermany

USA bereiten laut Berichten mögliche neue Angriffe auf Iran vor

En resumen

  • Medienberichten zufolge bereiten die USA neue Angriffe auf den Iran vor, falls Verhandlungen scheitern.
  • Pakistans Armeechef reist nach Teheran zur Vermittlung.
  • US-Außenminister Rubio fordert einen "Plan B" zur Öffnung der Straße von Hormus.

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Liveblog Irankrieg :

USA bereiten laut Berichten mögliche neue Angriffe auf Iran vor

23.05.2026, 02:25Lesezeit: 1 Min.

Pete Hegseth und Donald TrumpEPA

Rubio: Brauchen „Plan B" für die Öffnung der Straße von Hormus +++ Verhandlungen: Pakistans Armeechef reist nach Teheran +++ Israels Botschafter fordert Konsequenzen aus Mord-Plan +++ alle Entwicklungen im Liveblog

Sabrina Frangos

Berichte: USA bereiten mögliche neue Angriffe auf den Iran vor

Die USA bereiten Medienberichten zufolge mögliche neue Angriffe auf Iran vor. Das Nachrichtenportal „Axios“ berichtete am Freitag, US-Präsident Donald Trump habe am Morgen eine Sitzung mit seinen engsten Beratern abgehalten. Trump erwäge ernsthaft neue Angriffe, sollte es bei Verhandlungen mit Teheran keinen Durchbruch geben. Auch der US-Sender CBS berichtete von möglichen neuen Angriffen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen worden.

Trump selbst hatte am Freitag auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, er könne wegen „Umständen“ nicht an der bevorstehenden Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. teilnehmen. Nähere Angaben zu diesen Umständen hatte der US-Präsident nicht gemacht.

Ebenfalls am Freitag war Pakistans Armeechef Asim Munir im Zuge der Vermittlungsbemühungen seines Landes im Iran-Krieg zu einem Besuch in Teheran eingetroffen. Pakistan tritt im Iran-Krieg als Vermittler zwischen den USA und dem Iran auf.

Die USA und Israel hatten Ende Februar den Iran-Krieg mit Angriffen auf die Islamische Republik begonnen. Als Reaktion griff Teheran Ziele in Israel und in der Golfregion an und blockierte weitgehend die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus vor seiner Küste. Seit Anfang April gilt eine fragile Waffenruhe im Iran-Krieg.

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Rubio: Brauchen „Plan B" für die Öffnung der Straße von Hormus

US-Außenminister Marco Rubio hat beim NATO-Außenministertreffen in Schweden für einen „Plan B“ zur Öffnung der Straße von Hormus geworben. Alle würden ein Abkommen mit Iran begrüßen, das die Öffnung der für den globalen Öl- und Gasmarkt zentralen Meerenge beinhalte, sagte Rubio in Helsingborg. Falls sich Iran aber weigere, die Meerenge zu öffnen, und beschließe, sie zu kontrollieren und Mautgebühren für die Durchfahrt zu erheben, brauche man einen „Plan B“.

„Ich habe diesen Punkt heute angesprochen. Ich habe viel Zustimmung erhalten, (...) aber wir haben heute keine Ankündigung für Sie“, fuhr Rubio fort.

Der US-Außenminister verwies darauf, dass ein internationales Bündnis unter der Führung Frankreichs und Großbritanniens bereits eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereitet. Zugleich betonte er: „Aber wir brauchen einen Plan B für den Fall, dass jemand schießt – wie öffnet man dann die Meerenge wieder?“ Er wisse nicht, ob das unbedingt eine NATO-Mission sein müsse, „aber es wären sicherlich NATO-Länder, die dazu beitragen können“.

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Verhandlungen: Pakistans Armeechef reist nach Teheran

Inmitten neuer Verhandlungsbemühungen im Irankrieg reist Pakistans Armeechef Asim Munir nach Teheran. Munir sei unterwegs, um den Entwurf für eine Vereinbarung zwischen den USA und Iran zu besprechen, hieß es aus pakistanischen Sicherheitskreisen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Munir solle die iranische Führung treffen. Zuvor hatten iranische Medien über die Reise berichtet.

Feldmarschall Asim Munir werden gute Kontakte zu US-Präsident Donald Trump nachgesagt und gilt als Vermittler zwischen den Kriegsparteien. Der pakistanische Innenminister und Vertraute von Munir, Mohsin Naqvi, ist bereits in Teheran. Er habe sich dort in den vergangenen Tagen mehrfach mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi zum Austausch getroffen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.

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Israels Botschafter fordert Konsequenzen aus Mord-Plan

Nach der Anklage der Bundesanwaltschaft gegen einen Mann, der im Auftrag Irans Juden und Freunde Israels in Deutschland für Mord- und Brandanschläge ausgespäht haben soll, fordert Israels Botschafter Ron Prosor Konsequenzen. „Der iranische Terror bedroht längst nicht mehr nur den Nahen Osten, sondern auch die Sicherheit in Deutschland und Europa“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Das verlangt eine harte Antwort aus Berlin, die international koordiniert werden sollte.“

Die Anklage war am Donnerstag bekannt geworden. Die Karlsruher Behörde wirft einem Dänen mit afghanischen Wurzeln geheimdienstliche Agententätigkeit vor. Mitangeklagt ist ein mutmaßlicher Komplize, der dem verdächtigten Spion seine Unterstützung für eine mögliche Anschlagsvorbereitung zugesagt haben soll. Unter den Ausgespähten waren den Angaben zufolge der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, sowie der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck.

Dies verdeutliche „die erschreckende Dimension des Staatsterrors der Mullahs“, sagte Prosor. „Hier wurden keine Israelis ins Visier genommen, sondern gezielt deutsche Staatsbürger aus der Mitte der deutschen Zivilgesellschaft.“

Der Präsident des Zentralrats der Juden im Mai in Stuttgart. EPA

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Rutte: „Wo immer wir helfen können, werden wir da sein“

NATO-Generalsekretär Mark Rutte schließt eine Bündnis-Unterstützung des geplanten Militäreinsatzes zur Sicherung der Schifffahrt durch die Straße von Hormus nicht aus. „Wo immer wir helfen können, werden wir da sein“, sagte der Niederländer bei einem Treffen der Außenminister der Bündnisstaaten in der schwedischen Hafenstadt Helsingborg. Die freie Schifffahrt in der von Iran blockierten Meerenge liege im Interesse aller Alliierten.

Welche Rolle die NATO bei einem möglichen Einsatz spielen könnte, sagte Rutte nicht. Seinen Worten zufolge ist es auch möglich, dass das Bündnis als Organisation keine zentrale Rolle spielt, sondern vor allem die Mitgliedstaaten. Unter der Führung Frankreichs und Großbritanniens hatte zuletzt ein internationales Bündnis eine mögliche Marinemission nach einem Ende der Kampfhandlungen vorbereitet.

Deutschland hat bereits angekündigt, dass es sich unter anderem mit einem Minenjagdboot, einem Versorgungsschiff und spezialisierten Kräfte zum Schutz von Schiffen beteiligen könnte. Rutte sagte, es gebe Bemühungen, in der nächsten Phase als europäische Verbündete maximal hilfreich sein zu können. Nach Angaben von Diplomaten könnte es dabei eventuell auch sinnvoll sein, die NATO einzubeziehen – vor allem, weil der amerikanische Präsident Donald Trump zuletzt den Mehrwert der NATO für sein Land mehrfach infrage gestellt hatte.

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Iran: 35 Schiffe durchqueren Straße von Hormus

Nach iranischen Angaben sollen in den vergangenen 24 Stunden 35 Schiffe die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus passiert haben. Dies sei in Koordination mit der Marine der iranischen Revolutionsgarden erfolgt, zitierte der iranische staatliche Rundfunk eine Mitteilung der Streitkräfte. Es handelte sich den Angaben nach um Öltanker, Frachter und andere Handelsschiffe.

Irans Streitkräfte hatten kurz nach Kriegsbeginn die Kontrolle über die für den Energiehandel wichtige Straße von Hormus übernommen. Durch Drohungen, Kontrollen und Angriffe auf Schiffe kam der Verkehr in der Meerenge weitgehend zum Erliegen. Die Folge waren weltweit deutlich steigende Energie- und Kraftstoffpreise. Die Meerenge ist laut Iran zudem inzwischen vermint.

Teheran betont stets, die Straße von Hormus sei nicht blockiert. Faktisch müssen sich Reedereien jedoch mit iranischen Kontaktstellen koordinieren und dürfen anschließend nur einen Korridor nahe der iranischen Küste passieren. Dafür verlangt die iranische Führung hohe Gebühren. Völkerrechtlern zufolge verstoßen solche Gebühren gegen das Recht auf Transitpassage.

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Libanon: Israel greift Sanitäter an

Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und der Hizbullah im Libanon gehen trotz Waffenruhe weiter. In Libanon wurde dabei in der Nacht nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur NNA eine Einrichtung des Islamischen Gesundheitsdiensts angegriffen. Dabei wurden demnach vier Mitarbeiter getötet. Zwei Sanitäter seien verletzt worden. Das israelische Militär äußerte sich zu dem Angriff zunächst nicht.

Der Gesundheitsdienst steht der Hisbollah nahe. Israel greift in Libanon immer wieder auch Gesundheitseinrichtungen und medizinische Teams an. Es wirft der von Iran unterstützten Hizbullah vor, diese als Tarnung zu missbrauchen, um Waffen und Kämpfer zu verstecken.

Die libanesische Regierung, die keine Konfliktpartei im aktuellen Krieg ist, weist das zurück. Gesundheitsminister Rakan Nassereddine verurteilte die Angriffe kürzlich als „systematische gezielte Zerstörung des Gesundheitssektors“. Seit Beginn der jüngsten Eskalation zwischen Israel und der Hizbullah Anfang März wurden nach Behördenangaben 116 Beschäftigte im Gesundheitswesen getötet. 16 Krankenhäuser wurden demnach beschädigt und 147 Krankenwagen angegriffen.

Die israelische Armee gab unterdessen an, zwei bewaffnete Menschen nahe der israelischen Grenze in Südlibanon getötet zu haben. Außerdem sei ein verdächtiges Luftobjekt auf dem Weg in den israelischen Luftraum identifiziert worden. Der Kontakt dazu sei jedoch verloren gegangen, bevor es israelisches Gebiet erreicht habe. Verletzte habe es nicht gegeben.

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Amerika pausiert Waffenlieferungen an Taiwan wegen Irankriegs

Die Vereinigten Staaten haben Waffenlieferungen an Taiwan nach Pentagon-Angaben wegen des Irankriegs auf Eis gelegt. Marine-Staatssekretär Hung Cao sagte am Donnerstag bei einer Kongressanhörung, für eine geplante Rüstungslieferung im Umfang von 14 Milliarden Dollar (rund zwölf Milliarden Euro) an Taiwan gebe es „eine Pause um sicherzustellen, dass wir die Munition haben, die wir für Epischen Zorn brauchen“. Epischer Zorn (Epic Fury) ist der Name des Militäreinsatzes gegen Iran.

Cao versicherte, die Vereinigten Staaten würden noch über große Mengen an Munition verfügen. „Aber wir stellen einfach nur sicher, dass wir alles haben. Dann werden die Waffenverkäufe ins Ausland fortgesetzt, sobald die Regierung es für notwendig hält.“

Der amerikanische Präsident Donald Trump, der vergangene Woche China besucht hatte, hat die Rüstungslieferung an Taiwan nicht fest zugesagt. Das weckt Befürchtungen, dass Trump bei der Unterstützung Taipehs nachlassen könnte. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz, die notfalls mit militärischen Mitteln wieder mit dem Festland vereint werden soll.

Trump will nach eigenen Angaben in Kürze über die neuen Waffenlieferungen an Taiwan entscheiden. Auf dem Rückflug von Peking nach Washington sagte er, die Frage hänge „von China“ ab und sei für die Vereinigten Staaten eine „sehr gute Verhandlungsmasse“.

Vor seinem Treffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping hatte Trump erklärt, mit dem Präsidenten über amerikanische Waffenverkäufe an Taiwan sprechen zu wollen – eine Abkehr von der bisherigen Linie, Peking hierzu nicht zu konsultieren. Ein amerikanisches Gesetz verpflichtet Washington, Taiwan Waffen zu dessen Verteidigung bereitzustellen.

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Rubio: US-Präsident „sehr enttäuscht“ wegen Haltung von NATO-Staaten

Im Schatten der Spannungen zwischen Washington und den Europäern seit Ausbruch des Iran-Krieges treffen sich die NATO-Außenminister in Schweden – und erhoffen sich auch mehr Klarheit über den erwarteten Rückzug von Soldaten und militärischen Fähigkeiten der Amerikaner aus Europa. Zugleich wollen die Europäer selbst ihre Bereitschaft beweisen, mehr Verantwortung bei der konventionellen Verteidigung zu übernehmen.

„Unser Ziel ist eine neue Lastenverteilung, die Deutschlands und Europas wirtschaftlichem und militärischem Potential entspricht“, sagte der deutsche Außenminister Johann Wadephul vor seiner Abreise in die schwedische Hafenstadt Helsingborg. „Deutschland stellt sich dabei seiner Führungsverantwortung.“

Mit Spannung wird am Freitagmorgen der amerikanische Außenminister Marco Rubio in Helsingborg erwartet, nachdem der amerikanische Präsident die NATO-Partner offen kritisiert hatte, weil sie nicht bei der Sicherung der Straße von Hormus hülfen. Donald Trump hatte die NATO als „Papiertiger“ bezeichnet. Rubio machte vor seinem Abflug in Amerika am Donnerstag abermals deutlich, dass der Präsident „sehr enttäuscht“ sei. Rubio sagte zwar, dass er die NATO für sehr wichtig halte. Er kritisierte jedoch abermals auch Spanien scharf, die den amerikanischen Kampfflugzeugen den Überflug verboten hatten. Die NATO sei gut für Amerika, weil man mit den Militärbasen dort Macht im Nahen Osten und darüber hinaus ausüben könne. Aber warum sei man dann in der NATO, „wenn uns Länder wie Spanien die Nutzung dieser Basen versagen“, sagte Rubio. „Das ist eine berechtigte Frage.“

Außenminister Johann Wadephul am Donnerstag in Schönefeld vor dem Abflug zum NATO-Außenministertreffen. dpa

Spanien war auch schon früher in den Fokus der amerikanischen Kritik geraten, weil sie sich noch nicht annähernd in Richtung des neuen NATO-Fünfprozentziels bewegen. Auch von deutscher Seite hatte man bereits versucht, auf Spanien einzuwirken.

Amerika hatte bereits angekündigt, 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen, zudem wurde die geplante Stationierung von Mittelstreckenraketen abgesagt. Es hatte darüber hinaus aber auch Irritationen in Europa gegeben über den Abbruch der Verlegung einer Brigade nach Polen, die angeblich aber nur eine Verzögerung bei der Rotation sein soll. Zudem wird am Freitag in Brüssel erwartet, dass die Amerikaner Pläne konkretisieren, inwieweit sie Fähigkeiten und Personal aus dem sogenannten NATO Force Model abziehen. Für dieses definieren die NATO-Mitglieder Kräfte, die kurzfristig aktiviert werden können im Ernstfall – wie den Angriff auf NATO-Gebiet. Die Details des NATO Force Models sind geheim.

Formal wird auf dem Außenminister-Treffen in Schweden der NATO-Gipfel in Ankara vorbereitet. Ein wichtiger Punkt ist dabei, nach dem neuen Fünfprozentziel auch die Rüstungskapazitäten in Europa hochzufahren. Auch die langfristige Unterstützung der Ukraine steht auf der Agenda. Nachdem der Vorstoß des NATO-Generalkretärs Mark Rutte keine Mehrheit gefunden hat, dass die Mitgliedstaaten pauschal 0,25 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für die Ukraine-Unterstützung ausgeben sollten, kritisierte er am Donnerstag in Schweden, dass viele NATO-Länder „nicht genug für die Unterstützung der Ukraine“ ausgäben. Es gebe nur "eine begrenzte Anzahl von Ländern", die in dieser Hinsicht "wirklich über sich hinauswachsen", hob er hervor.

Das sieht man auch in Deutschland so,

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This article was originally published by FAZ.

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