Vierköpfige Familie in Istanbul mit Insektiziden vergiftet: Haftstrafen verhängt
En resumen
- Nach dem Tod einer vierköpfigen Familie aus Hamburg durch Insektizide im Hotel in Istanbul wurden Haftstrafen verhängt.
- Der Hotelbetreiber und die Inhaber einer Schädlingsbekämpfungsfirma erhielten hohe Haftstrafen wegen "bewusster fahrlässiger Tötung".
Resumen generado por IA
Por qué importa
Eine vierköpfige Familie aus Hamburg starb im Türkeiurlaub an einer Vergiftung durch ein Insektizid, das im Hotel eingesetzt wurde. Der Prozess fand in Istanbul statt.
Im Prozess nach dem Tod einer vierköpfigen Familie aus Hamburg, die im Türkeiurlaub mit Insektiziden vergiftet wurde, hat das Istanbuler Gericht Çağlayan hohe Haftstrafen verhängt.
Der Betreiber des Hotels wurde zu 13 Jahren und 4 Monaten Haft verurteilt. Der Inhaber der Schädlingsbekämpfungsfirma bekam eine 18-jährige Haftstrafe, ebenso sein Sohn. Ein Mitarbeiter der Firma wurde zu 12 Jahren und 2 Monaten verurteilt. Als Grund nannte der Richter »bewusste fahrlässige Tötung«.
Die angeklagten Rezeptionisten wurden freigesprochen.
Der Anwalt der Familie, Yasar Balci, hatte eine Bestrafung wegen vorsätzlicher Tötung gefordert. Die Anwälte der Angeklagten plädierten auf Freispruch. Der Bruder des verstorbenen Vaters sagte der Nachrichtenagentur dpa, er empfinde 18 Jahre als eine »gerechte Strafe«.
Das Urteil ist bisher nicht rechtskräftig, die Verurteilten können noch in Berufung gehen.
Familie mit Kindern im Istanbul-Urlaub
vater, Mutter und die zwei kleinen Kinder aus Hamburg waren Mitte November im Urlaub in Istanbul mit Beschwerden wie Erbrechen und Übelkeit ins Krankenhaus eingeliefert worden und gestorben. Zunächst hatten die Behörden eine Lebensmittelvergiftung vermutet. Todesursache war jedoch eine Vergiftung durch ein im Hotel verwendetes Insektizid zur Schädlingsbekämpfung, wie ein Gutachten später feststellte.
Phosphin sei in aus dem Zimmer entnommenen Wischproben festgestellt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die Untersuchung. Auch in Handtüchern des Hotels habe man demnach Phosphin entdeckt. Phosphingas entsteht, wenn das zur Bekämpfung von Schädlingen eingesetzte Aluminiumphosphid in Verbindung mit Wasser kommt. Für die Reaktion reicht auch der Kontakt mit Luftfeuchtigkeit aus. Phosphin schädigt die Körperzellen von Säugetieren. Es kann bei Menschen zu Reizhusten, Erbrechen, Leber- und Nierenfunktionsstörungen führen, und das Einatmen kann lebensbedrohlich sein.
Preguntas abiertas
- Wird das Urteil rechtskräftig?
- Welche weiteren Sicherheitsmaßnahmen werden ergriffen?