Volker Weiß beleuchtet Revival der politischen Theologie in "Katechon"
Die Krise der Demokratie erlebt ein Revival, das nicht nur allgemeine Zweifel am Fortschritt nährt, sondern auch vermeintlich Gebanntes und überwunden Geglaubtes wie Antiliberalismus, Autokratie, politischen Irrationalismus, Gewalt und Krieg wieder aufleben lässt. Atemlos sind daher die intellektuellen Bemühungen, diesen Umschwung ideengeschichtlich zu erklären.
In seinem neuen, gedankenreichen Essay mit dem Titel "Katechon" erklärt der Historiker und Rechtsextremismusforscher Volker Weiß das Revival der politischen Theologie, der sich heute so unterschiedliche Figuren wie der Putin-Einflüsterer Alexander Dugin oder der Tech-Milliardär Peter Thiel verschrieben haben.
Was unter dem Begriff genau zu verstehen ist, darüber lässt sich traditionell kaum Einigkeit erzielen: Theologie, die politisch wird? Apokalyptische oder endzeitliche Vorstellungen, die Einfluss auf die Politik gewinnen? Oder will man damit der Maxime des Staatsrechtlers Carl Schmitt folgen, zentrale politische Begriffe wie Souveränität, Gesetz oder Legitimität seien auf ihren ursprünglichen religiösen Sinn zurückzuführen?
Volker Weiß beleuchtet in seinem Essay die Bedeutung des Katechon, einer rätselhaften Figur aus dem Neuen Testament, die Carl Schmitt zu einer geschichtsphilosophischen Idee formte. Diese esoterische Prätention fasziniert bis heute rechte Denker und findet sich in antiliberalen Bewegungen wieder.
Die politische Theologie von heute basiert oft auf angemaßter Endzeitlehre und hat wenig mit christlicher Ethik zu tun, was ihre Ansprüche hohl erscheinen lässt. Volker Weiß warnt vor elitärer Anmaßung in der Politik und plädiert dafür, Irrationalismus zu entlarven und die Ursachen für die Rückkehr politischer Religionen zu erforschen.
Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.
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