Volkswagen plant Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen und Werksschließungen
Einem Medienbericht zufolge könnten mittelfristig vier Werke in Deutschland betroffen sein.
En resumen
- Volkswagen plant laut einem Medienbericht den Abbau von bis zu 100.000 Arbeitsplätzen weltweit und die mögliche Schließung von vier Werken in Deutschland, darunter Hannover, Zwickau, Emden und Neckarsulm.
- Der Konzernvorstand will den Plan am 9.
- Juli dem Aufsichtsrat vorlegen, stößt jedoch auf scharfe Kritik von Arbeitnehmervertretern und Politikern.
Resumen generado por IA
Por qué importa
Volkswagen plant, seine Wettbewerbsfähigkeit durch eine stärkere Fokussierung, konsequentere Kosten- und Investitionsdisziplin sowie eine effizientere und schlankere Aufstellung zu steigern.
Im Automobilkonzern Volkswagen sollen einem Medienbericht zufolge weltweit bis zu 100.000 der aktuell rund 657.000 Arbeitsplätze wegfallen. Wie genau sich die Zahl zusammensetze, sei noch unklar, berichtete das Manager Magazin unter Berufung auf Insider. Einer von ihnen habe dem Magazin gesagt, dass in dem zentralen Papier bewusst keine eindeutige Zahl stehe.
Die nun bekannt gewordenen Abbauziele entsprechen einer Verdopplung der bisherigen Zielmarke. Mittelfristig könnten dem Bericht zufolge vier Werke in Deutschland geschlossen werden. Dabei gehe es um die VW-Werke in Hannover, Zwickau und Emden sowie das Audi-Werk Neckarsulm. Mit dem Auslauf der dort aktuell gefertigten Modelle würde die Produktion dem Plan zufolge gestoppt werden, hieß es.
Neben einem Stellenabbau plant VW Anpassungen in der Unternehmensstruktur. Laut Bericht sollen die Kernmarke Volkswagen und die Komponententochter aus dem Konzernverbund herausgelöst und in eigene Gesellschaften eingebracht werden. So könnten einzelne abgespaltene Marken einfacher am Kapitalmarkt platziert werden.
Ein VW-Sprecher wollte dies weder bestätigen noch dementieren, sagte jedoch der ZEIT: »Der gesamte Konzern muss seine Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigern. Das erfordert eine stärkere Fokussierung sowie noch konsequentere Kosten- und Investitionsdisziplin.« Der Vorstand habe in den vergangenen Monaten intensiv an einem Zukunftsplan gearbeitet, sagte der Sprecher. Es gehe darum, »das Unternehmen insgesamt effizienter und schlanker aufzustellen sowie technologische Synergiepotenziale konsequent zu nutzen«. Der Aufsichtsrat soll am 9. Juli über das Thema beraten. Danach solle die Transformation »in die Umsetzung gebracht werden«.
Der Arbeitnehmervertreterinnen und -vertreter kritisieren die möglichen Standortschließungen als »unverantwortliche Drohungen«. »Sollten solche Pläne vorangetrieben werden, würden wir sie mit aller Macht verhindern«, schrieben der Konzernbetriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall in einer gemeinsamen Stellungnahme. »Statt blinden Aktionismus zu zeigen, sollte der Vorstand endlich seinen Job machen und sich auf seine eigentliche Arbeit konzentrieren: wettbewerbsfähige Produkte, Technologien, Konzernstrukturen und -synergien und damit auch sichere Beschäftigung«, heißt es in der Stellungnahme weiter.
Auch die Politik zeigt sich besorgt über die Pläne des VW-Konzerns. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bezeichnete es als »fatal für unser ganzes Land«, wenn sich VW aufgäbe. Die Pläne dürften sich so nicht realisieren. Der Chef der SPD Hannover, der Bundestagsabgeordnete Adis Ahmetovic, kritisierte den Konzernvorstand. »Das Volkswagen-Management scheint sich inzwischen vor allem mit Ankündigungen zum Stellenabbau profilieren zu wollen«, sagte er. Er werde um jeden einzelnen Arbeitsplatz streiten und für jedes Werk kämpfen. »Den Aufschwung, den wir brauchen, erreicht man nicht durch Kahlschlag«, sagte Ahmetovic.
Qué observar
Perspectiva de IA — posibilidades, no hechos
Der Aufsichtsrat wird am 9. Juli über den Zukunftsplan des Konzernvorstands beraten.
Muy probable · En días
Die Transformation des Unternehmens wird nach der Aufsichtsratssitzung in die Umsetzung gebracht.
Probable · En semanas
Preguntas abiertas
- Wie genau setzt sich die Zahl der 100.000 wegfallenden Arbeitsplätze zusammen?
- Welche konkreten Entscheidungen wird der Aufsichtsrat am 9. Juli treffen?
- Welche Auswirkungen haben die geplanten Ausgliederungen auf die Marken?





