4:0 gegen Saudi-Arabien: Yamal verwandelt die Spanier zu einer Top-Elf
L'essentiel
- Spanien hat sein zweites WM-Spiel gegen Saudi-Arabien mit 4:0 gewonnen.
- Lamine Yamal, der nach einer Verletzungspause in die Startelf rückte, erzielte das erste Tor und belebte die Offensive.
- Trainer de la Fuente schonte nach der klaren Führung Kräfte für das weitere Turnier.
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Pourquoi c'est important
Spanien musste nach einem schwachen 0:0 gegen Kapverde im ersten Gruppenspiel reagieren. Trainer Luis de la Fuente nahm daraufhin mehrere Änderungen in der Startelf vor, darunter die Rückkehr von Lamine Yamal nach Verletzungspause.
4:0 gegen Saudi-Arabien :
Yamal verwandelt die Spanier zu einer Top-Elf
Von
Sebastian Stier, Atlanta
21.06.2026, 20:06Lesezeit: 3 Min.
Da sind sie wieder: Rodri und Jamal jubeln über den ersten Turniersieg.dpa
Im zweiten Spiel rückt der Star in die Startelf. Schon vor der ersten Trinkpause hängt Saudi-Arabien dank Olmo, Yamal und Oyarzabal in den Seilen. Die spanische Offensive ist wieder die alte.
Lamine Yamal ist bei dieser Weltmeisterschaft nicht nur zu sehen, er ist vor allem auch zu hören. Wann immer er irgendwo erscheint, wann immer er das Feld betritt, steigt der Lautstärkepegel um etliche Dezibel. So auch, als er sich gut eine Stunde vor dem Spiel gegen Saudi-Arabien in Atlanta zum Warmmachen begab. Der überschwängliche Jubel der Fans hatte aber noch einen anderen Grund.
Yamal trug die Kleidung der Spieler, die in diesem zweiten Gruppenspiel starten würden. Im Ersten hatte er beim 0:0 gegen Kapverde nach einer langen Verletzungspause zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen, nun sollte er Spaniens Fehlstart korrigieren.
Dass Spanien mit ihm eine andere Mannschaft ist, zeigte sich schon nach wenigen Augenblicken. Yamal dribbelte, Yamal trickste, allein seine Anwesenheit ließ die Saudis in einer ungesunden Art von Respekt verharren. Egal was sie auch versuchten, seinen Gegenspielern blieb immer nur das Nachsehen. Folgerichtig war es Lamine Yamal, der das erste Tor der Spanier bei dieser WM erzielte. Eine flache, scharfe Eingabe von Mikel Oyarzabal drückte er am langen Pfosten über die Linie.
Was im Anschluss folgte, darf als Lehrbeispiel gelten, was diese Mannschaft mit dem richtigen Personal zu leisten im Stande ist. Es war nämlich nicht nur Yamal, den Trainer Luis de la Fuente an seinem 65. Geburtstag als Antwort auf das schwache 0:0 gegen Kapverde brachte. Auch Dani Olmo, Pedro Porro und Alex Baena rückten in die Startelf. Die Formation veränderte sich durch das neue Personal auf 4-2-3-1, mit Olmo als zentraler Anspielstation im Zentrum.
De la Fuente beschenkte sich mit seinen Maßnahmen selbst, denn alles was er sich von ihnen erhofft hatte, ging auf. Spanien trat so zielstrebig, so gewandt und intelligent auf wie bei der Europameisterschaft vor zwei Jahren. Saudi-Arabien, dass im Vergleich zum 1:1 gegen Uruguay als Antwort auf die spanischen Umstellungen deutlich defensiver auftrat, wurde in den ersten 25 Minuten so schwindelig gespielt, dass die Trinkpause Mitte der Halbzeit einem erlösenden Gong beim Boxen gleichkam. Bis dahin hatten sie sich schon mehr als zwei dicke blaue Augen abgeholt.
Nach Yamals Führung traf Oryazabal doppelt. Beim 2:0 vollendete er aus kurzer Distanz, beim 3:0 war er in bester Stürmermanier am langen Pfosten zur Stelle. Vor allem er, der treffsichere Mittelstürmer hatte im ersten Spiel unter den fehlenden Ideen und Anspielen gelitten. Mit Yamal und Olmo um ihn herum blühte er in gewohnter Weise auf.
Spanien reichten knapp 25 Minuten zum Blitz-K.O. Weil beim Fußball aber die restliche Zeit noch hinter sich gebracht werden muss, obwohl der Gegner augenscheinlich geschlagen ist, beschloss Trainer de la Fuente, alles dem weiteren Turnierverlauf unterzuordnen und setzte darauf, Kräfte zu sparen. Zuerst beorderte er seine Mannschaft vom Gaspedal. Spanien ließ es deutlich behutsamer angehen. Dann nahm er zur Pause die Torschützen Yamal und Oryazabal raus.
Im Fall von Yamal war das verständlich, seine Spielzeit soll nach der Verletzungspause langsam gesteigert werden. Am fitten und spielfreudigen Oryazabal aber statuierte de la Fuente ein Exempel. Die Kraftreserven sollen nach einer langen Saison und den klimatisch herausfordernden Bedingungen in Nordamerika so dosiert werden, dass sie für einen langen Verbleib im Turnier reichen. Dass seine Mannschaft gleich nach der Pause die Führung durch ein Eigentor auf 4:0 erhöhte, kam de la Fuente entgegen.
So konnte er sich der Pflege eines weiteren Patienten widmen. Nico Williams, neben Yamal der andere Protagonist beim EM-Sieg, durfte nach 10 Minuten im ersten Spiel nun eine halbe Stunde mitmischen. Auch er kommt aus einer längeren Verletzungspause, auch seine Spielzeit soll wie im Fall von Yamal langsam gesteigert werden. Wenn beide fit sind, gelten Yamal und Williams als gesetzt.
Saudi-Arabien ließ alles, was die Spanier mit ihnen veranstalteten, über sich ergehen. Im Vergleich zum 1:1 gegen Uruguay war die Mannschaft nicht wiederzuerkennen. Ängstlich und ohne jeden erkennbaren Willen trat sie auf. Eine wirkliche Torchance besaß sie über die gesamte Spielzeit nicht. Spanien war spätestens nach dem 4:0 mit dem Ergebnis zufrieden. In der Nachspielzeit wurde ein weiteres Tor von Ferran Torres wegen Abseits aberkannt. Auch so hatte sie in Sachen Torverhältnis vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Uruguay vorgelegt, die Qualifikation für die nächste Runde ist so gut wie sicher. Saudi-Arabien muss dagegen ums Weiterkommen bangen. Alles andere als ein Sieg gegen Kapverde würde das Ausscheiden bedeuten.
Quelle: sid.Artikelrechte erwerben
Questions ouvertes
- Wie wird sich die Schonung von Kräften auf das nächste Spiel auswirken?
- Kann Saudi-Arabien sich noch für die nächste Runde qualifizieren?




