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AfD-Russlandkontakte: Union und SPD erwägen schärfere Schutzvorkehrungen im Bundestag
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Die Zeit11.06.2026Politique2 dk okumaGermany

AfD-Russlandkontakte: Union und SPD erwägen schärfere Schutzvorkehrungen im Bundestag

L'essentiel

  • Nach Kontakten von AfD-Abgeordneten zu kremlnahen Akteuren erwägen Union und SPD strengere Schutzmaßnahmen für vertrauliche Informationen im Bundestag.
  • Die Politiker sehen eine Gefahr der Spionage und Einflussnahme durch russische Dienste.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Wegen der Russlandkontakte von AfD-Bundestagsabgeordneten erwägen Union und SPD schärfere Vorkehrungen zum Schutz vertraulicher Informationen im Parlament. Anlass sind Treffen von AfD-Politikern wie Fraktionsvize Markus Frohnmaier mit kremlnahen Akteuren beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg.

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Wegen der Russlandkontakte von AfD-Bundestagsabgeordneten erwägen Union und SPD schärfere Vorkehrungen zum Schutz vertraulicher Informationen im Parlament. »Der Bundestag sollte prüfen, wie geheimhaltungsbedürftige Informationen in Ausschüssen und Gremien besser geschützt werden können«, sagte CDU/CSU-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger dem Handelsblatt. Ähnlich äußerte sich der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler.

Anlass sind Kontakte von AfD-Politikern zu kremlnahen Akteuren in Russland. AfD-Fraktionsvize Markus Frohnmaier hatte beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg unter anderem Gazprom-Chef Alexej Miller und Kirill Dmitrijew getroffen, den Sonderbeauftragten von Staatschef Wladimir Putin für Investitionen und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit dem Ausland. Beide stehen wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine unter westlichen Sanktionen. Auch weitere AfD-Politiker nahmen an der Reise teil.

»Sicherheitspolitisch hochproblematisch«

Steffen Bilger bezeichnete den Vorgang als »sicherheitspolitisch hochproblematisch«. In einem Umfeld, »in dem russische Dienste gezielt Informationen abschöpfen und Einfluss nehmen können«, bestehe die Gefahr, dass sensible Erkenntnisse aus dem parlamentarischen Raum ausspioniert oder missbraucht würden, warnte der CDU-Politiker.

Sebastian Fiedler verwies darauf, dass Russland Krieg nicht nur mit Panzern und Raketen führe, sondern auch mit Spionage, Einflussoperationen, Desinformation und politischer Unterwanderung. »Deshalb muss der Schutz geheimhaltungsbedürftiger Informationen im Parlament höchste Priorität haben«, forderte er. Vor diesem Hintergrund müsse der Bundestag kontinuierlich prüfen, ob seine Geheimschutzregeln ausreichen oder aktualisiert werden sollten.

In Bezug auf die Aktivitäten Frohnmaiers sagte Fiedler weiter: »Wer sich demonstrativ mit Akteuren aus dem engsten Macht- und Wirtschaftsapparat Putins trifft, wirft nicht nur politische, sondern auch sicherheitspolitische Fragen auf.« Der Bundestag dürfe bei solchen Kontakten »nicht naiv sein«. Das freie Abgeordnetenmandat sei »kein Freibrief für den Verrat der deutschen Sicherheitsinteressen«.

Kritik an Reise von Ex-Kanzler Schröder

Das St. Petersburg International Economic Forum (Spief) wird seit 1997 jährlich von der russischen Regierung veranstaltet. Vor dem russischen Überfall auf die Ukraine galt es als wichtige Veranstaltung Russlands zum Werben um westliche Investoren und Unternehmen.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Der Bundestag wird eine Überprüfung seiner Geheimschutzregeln einleiten.

    Très probable · En quelques mois

  • Es werden neue oder verschärfte Regeln zum Schutz vertraulicher Informationen im Parlament eingeführt.

    Probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Welche spezifischen Schutzmaßnahmen werden von Union und SPD vorgeschlagen?
  • Wie wird der Bundestag auf diese Bedenken reagieren?
  • Gab es bereits frühere Vorfälle ähnlicher Art?
  • Welche Konsequenzen drohen AfD-Abgeordneten bei Verstößen gegen neue Regeln?

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This article was originally published by Die Zeit.

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