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Asiatische Börsen überwiegend schwächer – Nervosität vor US-Zinspolitik
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Handelsblatt23/06/2026Business3 min de lectureGermany

Asiatische Börsen überwiegend schwächer – Nervosität vor US-Zinspolitik

L'essentiel

  • Asiatische Aktienmärkte zeigen sich nach einer Rally schwächer.
  • Anleger nehmen Gewinne mit, während die Nervosität vor möglichen Zinsschritten der US-Notenbank Fed wächst.
  • Der Nikkei gab nach, während die Börse Shanghai leicht gewann.

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Nach einer Serie von Kursgewinnen nutzten viele Anleger die jüngsten Rekordstände für Verkäufe. Zudem wächst die Nervosität vor möglichen weiteren Zinsschritten der US-Notenbank.

Tokio: Die Börse hat äußerst positiv auf das Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA reagiert. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

Singapur/Tokio. Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag nach einer längeren Rally überwiegend schwächer tendiert.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 71.712 Punkte nach.

Der breiter gefasste Topix notierte 0,8 Prozent niedriger bei 4.060 Zählern.

Die Börse Shanghai gewann hingegen 0,2 Prozent auf 4.171,43 Punkte.

Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen fiel um 0,8 Prozent auf 5.017 Punkte.

Anleger zeigten sich besorgt über eine möglicherweise aggressivere Zinspolitik der US-Notenbank Fed im weiteren Jahresverlauf.

In Japan strichen Investoren nach acht Gewinntagen in Folge Gewinne ein. „Nach einer Reihe von Kursgewinnen scheint der Markt einige leichte Gewinnmitnahmen zu verzeichnen“, sagte Masahiro Ichikawa, Chefstratege bei Sumitomo Mitsui DS Asset Management. Zuvor hatte der Nikkei, getrieben von KI-Werten, Rekordhochs markiert.

Bei den Einzelwerten zeigten sich Technologietitel gemischt: Der Kabelhersteller Fujikura sprang als Spitzenreiter um 8,8 Prozent nach oben, während der Technologieinvestor SoftBank Group 8,1 Prozent einbüßte. Zu den Verlierern zählten auch der Kabelproduzent Furukawa Electric mit einem Minus von zehn Prozent und der Metallerzeuger Mitsui Kinzoku, der acht Prozent verlor.

Gestützt wurde die Wirtschaft in Japan zuletzt von einer robusten Industriedynamik, die jedoch stark von geopolitischen Spannungen geprägt ist. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) stieg im Juni auf 54,9 Punkte. Laut S&P Global resultiert das Wachstum der Neuaufträge teilweise aus Vorratskäufen von Kunden, die wegen des Iran-Krieges Lieferengpässe befürchten.

„Es ist wichtig anzumerken, dass die aktuelle Wachstumsphase teilweise durch Lageraufbau infolge des Krieges im Nahen Osten angetrieben wird“, erklärte S&P-Ökonomin Annabel Fiddes. Diese Effekte dürften in den kommenden Monaten jedoch nachlassen.

Devisen

Im asiatischen Devisenhandel stand der schwache Yen im Fokus, der sich mit 161,58 zum Dollar seinem tiefsten Stand seit 40 Jahren näherte. Japans Finanzministerin Satsuki Katayama beriet sich angesichts der starken Währungsschwankungen mit US-Finanzminister Scott Bessent. Auch Südkoreas Finanzminister bezeichnete das aktuelle Niveau des Won als „exzessiv“. Der Dollar legte leicht auf 6,7748 Yuan zu und rückte zur Schweizer Währung etwas auf 0,8084 Franken vor. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1428 Dollar.

Mehr: Hohe Treibstoffpreise beschleunigen Chinas Vorsprung bei E-Autos

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