Bahnstrecke Hamburg-Berlin: Sanierung deutlich teurer als geplant
L'essentiel
- Die Sanierung der Bahnstrecke Hamburg-Berlin wird teurer als erwartet und kostet nun rund 2,7 Milliarden Euro.
- Ein geplanter Risikopuffer wurde ausgeschöpft.
- Das neue Zugsicherungssystem ETCS konnte nicht wie geplant eingebaut werden, was zukünftige Sperrungen wahrscheinlich macht.
Résumé généré par IA
Die Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin ist infolge wochenlanger Bauverzögerungen deutlich teurer geworden.
Die Gesamtkosten der Streckenmodernisierung belaufen sich aktuell auf rund 2,7 Milliarden Euro, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Frage des Linkenabgeordneten Christian Görke hervorgeht.
Zuletzt war von Baukosten in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro die Rede.
Vorgesehen war darüber hinaus noch ein Risikopuffer von rund 300 Millionen Euro.
Dieser wurde der Antwort zufolge ausgeschöpft.
Ob die Sanierung sogar noch teurer werden könnte, lässt die Antwort offen.
»Für diese riesigen Kosten wurde viel zu wenig erreicht«, sagte Görke.
»Vor allem konnte das neue europäische Zugsicherungssystem nicht wie ursprünglich geplant eingebaut werden, allein deshalb wird es in fünf bis zehn Jahren zu einer weiteren Großsperrung kommen.«
Görke bezieht sich auf das digitale Zugleitsystem ETCS.
Diese Technik soll für mehr Kapazität auf der Schiene sorgen, weil Züge in dichterer Taktung fahren können.
Das System sollte ursprünglich auch auf der Strecke Hamburg–Berlin eingesetzt werden.
Nach jetzigem Stand können die Züge dort aber auch nach der Sanierung nicht mit ETCS fahren.






