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Berliner Museen verpassen Chance zum Amerika-Jubiläum
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Berliner Museen verpassen Chance zum Amerika-Jubiläum

L'essentiel

  • Berliner Museen feiern den 250.
  • Jahrestag der Amerikanischen Revolution mit kleinen Sonderausstellungen statt einer repräsentativen Jubiläumsschau.
  • Kritiker bemängeln fehlenden Willen zur Bündelung von Kräften und verpasste Chancen.

Résumé généré par IA

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Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz feiert den 250. Jahrestag der Amerikanischen Revolution mit verschiedenen Ausstellungen in ihren Museen. Ein früherer Plan, eine Jubiläumsschau mit amerikanischer Großkunst aus Privatsammlungen zu realisieren, wurde abgelehnt.

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In Dahlem, bei den Ethnologen, wird ein Care-Paket gezeigt. Im Humboldt-Forum greift eine Sonderpräsentation „Aspekte rund um Grönland und das immaterielle Erbe der Inuit“ auf. Am Potsdamer Platz bietet das Musikinstrumentenmuseum eine Führung zu Objekten aus seiner Sammlung an, „denen demokratische Kontexte zugeschrieben werden können“. In der Gemäldegalerie wurde ein Kabinett für die naiven erotischen Zeichnungen der Amerikanerin und Wahlberlinerin Dorothy Iannone freigeräumt, kombiniert mit noch naiveren Zeichnungen der Spanierin Alejandra Pombo Su. Und die Neue Nationalgalerie schräg gegenüber stellt Glenn Ligons Neonröhren-Installation „Double America“ aus, während vor dem Gebäude die Regenbogenflagge von Gilbert Baker weht, frisch eingeflogen aus dem MoMA in New York.

Staatliche Ausstellungshäuser für private Großkunst?

Das sind, mehr oder minder, die musealen Aktivitäten der Häuser der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum zweihundertfünfzigsten Jahrestag der Amerikanischen Revolution. Geht’s noch eine Nummer kleiner? Im letzten Jahr hatte der Kulturmanager Walter Smerling versucht, den Kanzler samt Kulturstaatsminister für sein Projekt einer Jubiläumsschau mit amerikanischer Großkunst aus Privatsammlungen einzu­spannen, möglichst in einem der Berliner Museen. Dieser Plan, staatliche Ausstellungshäuser für private Zwecke zu kapern, wurde mit guten Gründen abgeschmettert.

Aber das jetzt vorgestellte Programm der Preußenstiftung setzt Smerlings Vorhaben in ein anderes Licht. Hat die größte deutsche Kulturinstitution wirklich nicht die Mittel, zum Geburtstag der Vereinigten Staaten eine repräsentative Ausstellung auf die Beine zu stellen? Kunstwerke, die man zeigen könnte, gibt es in ihren Sammlungen genug: Bilder von Emanuel Leutze, dem Maler von Washingtons Delaware-Überquerung, auf der Museumsinsel, Grafiken von Joseph Fennell oder Louise Bourgeois im Kupferstichkabinett, amerikanische Avantgardekunst der Nachkriegszeit von Rothko und Twombly über Warhol, Rauschenberg und Lichtenstein bis Bruce Nauman und Duane Hanson in der Sammlung der Nationalgalerie.

Was fehlt, ist offenbar der Wille, die Potentiale der einzelnen Museen zu einer gemeinsamen Anstrengung zusammenzufassen. Peter-Klaus Schuster, der legendäre Generaldirektor der Staatlichen Museen, hat diesen Willen immer wieder bewiesen, am erfolgreichsten ausgerechnet mit einer Gastausstellung des MoMA in Berlin. Mit der jüngst vollzogenen Reform der Preußenstiftung wurde sein Amt abgeschafft. Die Stiftungspräsidentin Marion Ackermann, der Schusters Aufgaben zugefallen sind, sieht sich als Moderatorin zwischen den Museen und verfährt deshalb nach dem Gießkannenprinzip. Aber wer ein Massenpublikum erreichen will, muss gelegentlich auch Feuerwerke veranstalten. Diese Chance haben die Staatlichen Museen Berlin beim Amerika-Jubiläum verpasst. Schade.

Questions ouvertes

  • Warum fehlte der Wille zur Bündelung?
  • Welche Mittel standen zur Verfügung?

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This article was originally published by FAZ.

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