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Berufungsgericht reduziert Strafe gegen Marine Le Pen
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Berufungsgericht reduziert Strafe gegen Marine Le Pen

L'essentiel

  • Ein Berufungsgericht in Paris hat die Strafe gegen Marine Le Pen reduziert, sie aber zu 15 Monaten Unwählbarkeit und drei Jahren Haft (zwei auf Bewährung) verurteilt.
  • Die Geldstrafe von 100.000 Euro bleibt bestehen.
  • Dies könnte ihr eine Kandidatur 2027 ermöglichen.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der Artikel behandelt Urteile gegen Marine Le Pen, geplante Änderungen beim Elterngeld und Aussagen von Friedrich Merz vor dem Nato-Gipfel.

Taille de police

Ein Berufungsgericht in Paris hat die Strafe gegen Marine Le Pen teilweise reduziert. Damit erringt sie einen Teilsieg im Berufungsprozess. Trotzdem wurde die Vorsitzende des Rassemblement National zu 15 Monaten Unwählbarkeit sowie zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt, davon zwei Jahre auf Bewährung. Die Haft soll mit einer elektronischen Fußfessel vollzogen werden. Die Geldstrafe von 100.000 Euro blieb bestehen. Da die 15 Monate Unwählbarkeit bereits verstrichen sind, könnte Le Pen rechtlich bei der französischen Präsidentschaftswahl 2027 kandidieren. Sie hatte jedoch erklärt, mit einer Fußfessel keinen Wahlkampf führen zu wollen. Bereits im letzten Jahr war Le Pen wegen Veruntreuung von EU-Geldern verurteilt worden. Wie das Gericht seine Entscheidung diesmal begründet und was das Urteil für Le Pens politische Zukunft bedeutet, erläutert ZEIT-Autorin Annika Joeres im Podcast.

Bundesfamilienministerin Karin Prien will die maximale Bezugsdauer des Elterngelds von 14 auf 12 Monate verkürzen. Um für die gesamten zwölf Monate Bezüge zu erhalten, sollen künftig beide Elternteile jeweils mindestens drei Monate Elternzeit nehmen. Sechs Monate können frei aufgeteilt werden. Alleinerziehende sollen weiterhin bis zu zwölf Monate Elterngeld beziehen können. Gleichzeitig sieht der Gesetzentwurf eine Anhebung des Mindestbetrags von 300 auf 330 Euro und des Höchstbetrags von 1.800 auf 1.900 Euro vor. Außerdem soll der besondere Mutterschutz für stillende Mütter auf die ersten zwölf Monate nach der Geburt begrenzt werden. Hintergrund der Reform sind Sparvorgaben für das Familienministerium sowie das Ziel, Väter stärker an der Kinderbetreuung zu beteiligen. Der Gesetzentwurf befindet sich noch in der Abstimmung innerhalb der Bundesregierung. Was sich damit für Eltern ändern könnte, erklärt Tillmann Prüfer, Leiter im Familienressort der ZEIT.

Außerdem im Update: Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich vor dem Nato-Gipfel in Ankara für eine stärkere europäische Nato ausgesprochen, die zugleich transatlantisch ausgerichtet bleiben soll. Dabei verwies Merz auch auf geplante Vereinbarungen zur weiteren Unterstützung der Ukraine und warnte vor anhaltenden Bedrohungen durch Russland. Den geplanten U-Boot-Auftrag Kanadas an die deutsche Werft TKMS bezeichnete Merz als wichtigen Beitrag zur europäischen und transatlantischen Zusammenarbeit.

Und sonst so: Die lebenswertesten Städte der Welt

Moderation und Produktion: Moses Fendel

Redaktion: Hannah Grünewald

Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Le Pen könnte 2027 trotz Fußfessel kandidieren, falls sie die Bedingungen erfüllt.

    Possible · En quelques mois

  • Die Elterngeldreform wird nach Abstimmung in der Bundesregierung verabschiedet.

    Probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Wie genau begründete das Gericht die Urteilsreduktion?
  • Wie wird die Elterngeldreform innerhalb der Bundesregierung abgestimmt?
  • Welche konkreten Vereinbarungen zur Ukraine-Unterstützung sind geplant?

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This article was originally published by Die Zeit.

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