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Börse: Anleger blicken auf Nahost und EZB-Chefin Lagarde
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Handelsblatt22.06.2026Business3 dk okumaGermany

Börse: Anleger blicken auf Nahost und EZB-Chefin Lagarde

L'essentiel

  • Der deutsche Leitindex startet am Montag knapp unter der 25.000-Punkte-Marke.
  • Anleger blicken auf Entwicklungen im Nahen Osten, einen Auftritt von EZB-Chefin Lagarde und Konjunkturdaten aus der Euro-Zone.
  • USA und Iran einigen sich auf Vorgehen für ein endgültiges Abkommen.

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Die Börsen blicken auf die Entwicklungen im Nahen Osten und eine Rede von EZB-Chefin Lagarde. Die deutsche Industrie steht unter Druck. USA und Iran haben sich auf ein Vorgehen für ein endgültiges Abkommen geeinigt.

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Am Montag blicken die Anleger auf die weiteren Entwicklungen im Nahen Osten. Unter anderem die Aktie eines Index-Neulings ist gefragt. Kann der deutsche Leitindex heute die 25.000er-Marke erreichen? Carlotta Moreno 22.06.2026 - 10:12 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Getty Images, Montage

Düsseldorf. Der deutsche Leitindex startet am Montag knapp unter der 25.000-Punkte-Marke. Kurz nach Handelsstart notiert der Leitindex bei 24.976 Punkten.

Zweifel an einem Frieden in Nahost hatten die Stimmung der Anleger zum Wochenschluss getrübt. Der Dax war am Freitag mit 24.985 Punkten unverändert aus dem Handel gegangen. Die US-Börsen blieben feiertagsbedingt geschlossen.

Zum Wochenstart blicken die Anleger auf die weiteren Entwicklungen im Nahen Osten. Zudem steht ein Auftritt von EZB-Chefin Christine Lagarde im Fokus, die den Abgeordneten im Europäischen Parlament Rede und Antwort steht. Zugleich lädt die massiv unter Druck stehende deutsche Industrie zu einem Branchentreffen nach Berlin ein. Im Fokus bei den Konjunkturdaten stehen die Zahlen zum Verbrauchervertrauen in der Euro-Zone für Juni.

USA und Iran einigen sich auf Vorgehen für endgültiges Abkommen

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Verhandlungen in der Schweiz auf das weitere Vorgehen für ein endgültiges Abkommen innerhalb von 60 Tagen geeinigt. Nach den 18-stündigen Gesprächen auf Spitzenebene gaben die Vermittler Katar und Pakistan am frühen Montagmorgen den Abschluss der ersten Runde bekannt.

Zu den zentralen Ergebnissen gehören die Einrichtung einer Koordinierungsstelle, die die Einstellung der Kampfhandlungen im Libanon überwachen soll, sowie eine Regelung zur Sicherung der Handelsschifffahrt durch die strategisch wichtige Straße von Hormus.

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, sein Land habe Ausnahmegenehmigungen für Öl- und Petrochemie-Exporte, die Freigabe eingefrorener Gelder und ein Wiederaufbauprogramm zugesichert bekommen.

Die Verhandlungen auf technischer Ebene sollen den Rest der Woche in dem Bergresort auf dem Bürgenstock in der Schweiz fortgesetzt werden. An den Finanzmärkten sorgten die Fortschritte für Erleichterung: Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent fiel um mehr als einen Dollar auf 79,44 Dollar.

Kritik an Rentenreformpläne

Die durchgesickerten Reformpläne der Rentenkommission stoßen bereits vor der offiziellen Vorstellung auf massive Kritik. Die Gewerkschaften lehnten am Sonntag vor allem Ideen ab, den Renteneintritt an die steigende Lebenserwartung zu koppeln oder die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen. Sowohl die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi als auch die IG Metall signalisierten heftigen Widerstand dagegen. Der Handelsverband HDE lehnte die angedachte Abschaffung von Minijobs ab.

Die Rentenkommission schließt heute ihre Beratungen ab. Ihre Vorschläge wollen die Fachleute am morgigen Dienstag offiziell im Kanzleramt an die Bundesregierung übergeben.

Dokumentation

Das sind die 33 Empfehlungen der Rentenkommission im Wortlaut

Die wichtigsten Punkte sind: Das Rentenniveau soll durch eine neue Kapitalrente langfristig gesichert und das Rentenalter in den nächsten Jahrzehnten schrittweise angehoben werden. Auch die Rentenbeiträge werden weiter steigen. Wegfallen soll der frühe Renteneintritt ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren („Rente mit 63“). Eine beitragsfinanzierte Kapitalsäule soll in Zukunft höhere Renten für heute Jüngere möglich machen als nach heutigem Recht. Selbstständige und Politiker sollen in die gesetzliche Rente einzahlen.

Der Erhalt der Arbeitsplätze in der Industrie sei derzeit seine Hauptaufgabe, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz. Derzeit verliere das Land zwischen 10.000 bis 15.000 Industriearbeitsplätze pro Monat. „Das will ich nicht einfach hinnehmen.“ Deutschland müsse seine industrielle Stärke in einem sich drastisch verändernden internationalen Wettbewerb behaupten.

Die schwarz-rote Koalition will bis zur Sommerpause ein Reformpaket schnüren das unter anderem die Rente betrifft.

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Blick auf die Einzelwerte

Hochtief: Der Baukonzern Hochtief ist seit heute im Dax. Das Unternehmen wird damit zu den 40 führenden börsennotierten Firmen in Deutschland gezählt. Hochtief verdrängt dort den Volkswagen-Großaktionär Porsche SE, der in den Index für mittelschwere Werte MDax absteigt. Der Baukonzern notiert 0,3 Prozent im Plus.

Siemens: Der Technologiekonzern gehört aktuell zu den stärksten und wichtigsten Werten im Dax. Die Aktie hat sich zuletzt deutlich erholt und notierte Mitte Juni nahe ihres 52-Wochen-Hochs trotz Drucks auf die deutsche Industrie. Aktuell notiert der Konzern unverändert.

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À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • EZB-Chefin Lagarde wird zur Stabilität der Euro-Zone sprechen.

    Probable · En quelques jours

  • Die Rentenkommission wird ihre Vorschläge der Bundesregierung übergeben.

    Très probable · En quelques jours

Questions ouvertes

  • Wie werden die Rentenreformpläne die Gewerkschaften beeinflussen?
  • Werden die Verhandlungen zur Handelsschifffahrt erfolgreich sein?
  • Wie wird sich die deutsche Industrie auf die Herausforderungen einstellen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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