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BackBosch treibt hochautomatisiertes Fahren (SAE Level 3) mit KI-gestütztem Ansatz voran
Bosch treibt hochautomatisiertes Fahren (SAE Level 3) mit KI-gestütztem Ansatz voran
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Heise Online25.04.2026Tech2 dk okumaGermany

Bosch treibt hochautomatisiertes Fahren (SAE Level 3) mit KI-gestütztem Ansatz voran

Der Zulieferer setzt auf Künstliche Intelligenz und By-Wire-Technologien – Testbetrieb seit März in China

L'essentiel

  • Bosch forciert den Übergang zum hochautomatisierten Fahren (SAE Level 3), bei dem die Verantwortung in spezifischen Fällen vom Menschen auf die Maschine übergeht.
  • Der Zulieferer setzt dabei auf Künstliche Intelligenz in jedem Softwarebaustein sowie redundante Sicherheitsarchitekturen.
  • Gemeinsam mit einem chinesischen Hersteller wurde das System Autonomous Emergency Steering entwickelt.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der Übergang von Level-2-Assistenzsystemen zu Level-3-Hochautomatisierung gilt als entscheidender Schritt in der Automobilindustrie. Bisherige regelbasierte Ansätze stoßen in komplexen Verkehrssituationen an Grenzen. Bosch positioniert sich als integrierter Anbieter, der Software und Hardware aus einer Hand liefert.

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Die Vision vom Roboter-Auto, das weitgehend auf sich selbst aufpasst und den Menschen zum Passagier macht, rückt in greifbarere Nähe. Assistiertes Fahren auf Level 2 gehört für viele schon zum automobilen Alltag. Bosch forciert nun den entscheidenden Übergang zum hochautomatisierten Fahren (SAE Level 3). In dieser Stufe geht die Verantwortung in spezifischen Anwendungsfällen vom Menschen auf die Maschine über. Der Fahrer darf die Hände vom Lenkrad nehmen, ein Nickerchen machen und den Blick von der Straße abwenden – ein technologischer Fortschritt, der über Komfortfunktionen hinausgeht.

Der Weg zur Autonomie führt bei Bosch über einen neuen Ansatz. Frühere, starre und regelbasierte Programmierungen stoßen in der komplexen Realität des Straßenverkehrs an ihre Grenzen. Die Antwort des Unternehmens lautet: Künstliche Intelligenz in jedem Softwarebaustein. Durch den Einsatz von KI könne das Fahrzeug deutlich flexibler auf unvorhersehbare Situationen reagieren, heißt es. Gepaart mit einer redundanten Sicherheitsarchitektur, die bei Ausfall eines Systems sofort einspringt, will Bosch nach vielen wenig erfolgreichen Versuchen anderer Autobauer und Zulieferer eine Vertrauensbasis für Level 3 schaffen. Ziel ist ein System, das bei Geschwindigkeiten von bis zu 120 km/h und auch unter schwierigen Bedingungen wie schlechter Sicht zuverlässig agiert. Der Fahrer soll so Bosch zufolge wertvolle Zeit zurückgewinnen – sei es auf der Autobahn oder auf mehrspurigen Schnellstraßen in Ballungsräumen. Die Technik übernimmt laut dem Ausrüster nicht nur das Halten der Spur, sondern leitet auch Wechsel eigenständig ein und koordiniert Beschleunigung sowie Bremsvorgänge.

Ein wichtiger Baustein dieser „neuen Freiheit“ ist die Fähigkeit des Fahrzeugs, in Notsituationen blitzschnell und präzise auszuweichen. Mit der Funktion „Autonomous Emergency Steering“ hat Bosch zusammen mit einem chinesischen Fahrzeughersteller angeblich innerhalb von nur sechs Monaten ein System entwickelt, das Fahrassistenz und Fahrzeugsteuerung eng verzahnt. Wenn der Bremsweg vor einem plötzlich auftauchenden Hindernis nicht mehr ausreicht, übernimmt das „Vehicle Motion Management“. Innerhalb von Millisekunden sollen damit Bremse, Lenkung und Antrieb so koordiniert werden, dass das Fahrzeug stabil ausweicht – eine Leistung, die selbst erfahrene Fahrer unter Stress kaum erbringen könnten. Mit solchen Funktionen will der Zulieferer demonstrieren, dass er Software und Hardware aus einer Hand liefern kann. Von den Hochleistungsrechnern über die Radarsensorik der siebten Generation bis hin zu den Algorithmen ist die gesamte Kette darauf ausgelegt, die Komplexität des autonomen Fahrens beherrschbar zu machen. Der Probebetrieb soll in China erfolgen: Der Konzern hat seit März die Lizenz, in Wuxi in der Nähe von Schanghai Fahrzeuge mit Level-3-Funktionen im Realbetrieb zu testen.

Damit Softwarebefehle ohne Verzögerung in mechanische Bewegung umgesetzt werden, setzt Bosch auf By-Wire-Technologien. Bei diesen aus Flugzeug-Cockpits bekannten Systemen gibt es keine physische Verbindung mehr zwischen Pedal oder Lenkrad und den Rädern. Die Übertragung erfolgt rein elektronisch. Das sieht Bosch als Grundvoraussetzung für das künftige „Software-Defined Vehicle“.

Besonders beim Brake-by-Wire-System soll sich der Reifegrad der Technik zeigen. Durch zwei voneinander unabhängige Bremsgeräte will Bosch die für Level 3 notwendige Redundanz schaffen. Auch die Lenkung profitiert: Steer-by-Wire ermöglicht variable Lenkübersetzungen, die sich der jeweiligen Fahrsituation anpassen – vom entspannten Manövrieren beim Parken bis hin zum hochpräzisen Feedback bei hohen Geschwindigkeiten. Ab Mitte 2026 sollen diese Systeme in Serie gehen und im Individualverkehr sowie auf Robotaxi-Plattformen zum Einsatz kommen.

Die Level-3-Entwicklung nimmt derzeit vor allem im dynamischen Umfeld in Fernost an Fahrt auf. Die Strategie der Schwaben ist aber global ausgerichtet. Bosch will Märkte mit hoher Innovationsgeschwindigkeit hauptsächlich in China als Testfeld nutzen, um Erkenntnisse weltweit zu transferieren. Ein Level-3-System, das den Fahrer entlastet, besitzt auf den breiten Highways der USA ebenso ein enormes Potenzial wie auf den Autobahnen Europas.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Weitere Automobilhersteller werden Partnerschaften mit Bosch für Level-3-Systeme ankündigen

    Probable · En quelques mois

  • Europäische Regulierungsbehörden werden bis 2027 spezifische Level-3-Regelungen verabschieden

    Possible · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Welcher chinesische Partner hat mit Bosch das Notfall-Lenksystem entwickelt?
  • Wie reagiert die europäische Regulierung auf Level-3-Systeme?
  • Welche Automobilhersteller werden die Bosch-Technik einsetzen?

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This article was originally published by Heise Online.

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