Braucht Deutschland wirklich Wachstum?
L'essentiel
Der Ökonom Tom Krebs diskutiert, ob Deutschland ein Leben ohne Wachstum möglich wäre und warnt vor den Risiken wirtschaftlicher Stagnation für die gesellschaftliche Stabilität.
Résumé généré par IA
Pourquoi c'est important
Deutschland erlebt seit Jahren eine wirtschaftliche Schwächephase.
Deutschland steckt seit Jahren in einer wirtschaftlichen Schwächephase. Die Wirtschaft wächst kaum, Unternehmen investieren zurückhaltend, viele Menschen sorgen sich um ihren Wohlstand. Angesichts dieser Lage kann man sich fragen: Braucht unsere Gesellschaft tatsächlich immer mehr Wachstum – oder wäre ein Leben ohne Wachstum möglich? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in der neuen Folge von Ist das eine Blase?, dem ZEIT-Wirtschaftspodcast über Geld, Macht und Gerechtigkeit. Zu Gast ist der Ökonom Tom Krebs, Professor für Makroökonomik und Wirtschaftspolitik an der Universität Mannheim. Krebs hält die Vorstellung, Deutschland könne sich dauerhaft mit wirtschaftlicher Stagnation arrangieren, für gefährlich. Wachstum sei nicht bloß eine abstrakte Kennzahl für Politiker und Volkswirte, sondern eng mit gesellschaftlicher Stabilität verbunden. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie wirtschaftliche Unsicherheit das Vertrauen in Politik und Institutionen erschüttern könne. »Wirtschaftskrisen dieser Art führen auch zu politischen Krisen«, sagt Krebs. »Eine bessere Zukunft vorstellen« Doch was genau bedeutet Wachstum? Geht es nur darum, mehr Autos zu produzieren, mehr zu konsumieren und immer größere Umsätze zu erzielen? Krebs widerspricht dieser Sicht. Für ihn steht hinter der Wachstumsfrage vor allem die Frage nach dem gesellschaftlichen Fortschritt. Menschen wollten die Aussicht auf ein besseres Leben haben, argumentiert er. »Ich denke schon, dass die Menschen sich immer eine bessere Zukunft vorstellen möchten.« Dabei spart der Ökonom nicht mit Kritik an der aktuellen Wirtschaftspolitik. Deutschland führe aus seiner Sicht die falschen Debatten über Sozialstaat, Arbeitszeit und Bürokratie, während die eigentlichen Probleme ungelöst blieben. Außerdem analysieren wir mit dem ZEIT-Weltwirtschaftskorrespondenten Uwe Jean Heuser, wie Wirtschaftswachstum gemessen wird und was da überhaupt wächst.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Weiterer Wirtschaftsabstieg ohne umfassende Reformen
Probable · En quelques mois
Questions ouvertes
- Wie kann die Wirtschaft gestärkt werden?




